Wohin geht die Menschheit ohne Öl ?

Trispac schrieb:
Ich halte es für einen grossen Fehler, dass Deutschland sich aus der Forschung der Kernenergie verabschiedet hat. Wir waren mal führend in Jülich und heute betreiben die Materialkunde. Da kriege ich echt einen Anfall. Da werden Gelder für Windkraftwerke und Kohlesubventionen verpulvert, anstatt das in die Kernforschung zu stecken. Darin liegt in meinen Augen nämlich die Zukunft, womit ich Kernfusion meine.

In ein paar Jahren werden wir Strom aus ausländischen Kernkraftwerken importieren. Der Ausstieg aus der Kernenergie ist ein genauso großer Fehler wie der Verzicht auf Genforschung. In einigen Jahren gehts nicht mehr ohne und wir hinken hinterher.
 
... genau so siehts aus. Alle Deutschland umliegenden Staaten habens verstanden. Nur hier werden Energieträger favorisiert die garnichts mit der tollen "Öko" Bewegung gemein haben.
 
Danke fuer den Tv Tipp, werd ich mir mal anschauen, ein interessantes Thema ist das ja auf jeden Fall. Inwiefern Deutschland sich ins Abseits stellt wird sich wohl in den naechsten Jahren dann zeigen.
 
Ersatz für Öl als Energiequelle wird sich irgendwann finden lassen (ob nun Kernfusion, regenerative Energien oder was in Zukunft sonst noch entdeckt wird). Aber Öl ist Rohstoff Nummer eins in der chemischen Industrie. Kunststoffe, Farben und Lakierungen, Medikamente, Cremes oder Seifen, alles wird aus Öl hergestellt. Für manches lässt sich natürlicher Ersatz finden (Seifen aus natürlichen Fetten) aber Sachen wie Plastik kriegt man nur aus Öl. Und unser Leben ohne Plastik wird nicht gerade einfacher. Und wir verfeuern hier Öl statt an die Zukunft der chemischen Industrie zu denken. Das ist, als würden wir aus all unserem Getreide Biodiesel machen statt Brot. :(
 
es gibt keine zukunft ohne öl. wie nichts "ohne" gibt, geben wird.

die knappheit bestimmt den preis eines gutes. und daher nimmt die nachfrage mit schwindenden vorräten ab, so wie der preis sich erhöht.

wenn man wirklich öl bräuchte "nach dem es alle ist", und man würde suchen, mit dem selben aufwand, wie man diamenten sucht, man würde welches finden, oder? *g*

und zwischen dem zustand und heute wird ein fließenden übergang sein.


und noch anders: es ist und bleibt weiter wünschenswert, dass weniger öl verbraucht wird. hier ist die graphik, und man sortiere sie - auf den zweiten blick - nach ausstoß pro kopf.


und auch klar ist: die angelsachsen allesamt haben klasse gelebt die letzten jahre und jahrzehnte. und zwar nicht nur zu lasten der umwelt. sondern auch und gerade zu lasten der anderen, nicht angelsäsischen menschen auf der welt.

sorry CB, dass die graphik so gross ist:

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und auch von daher habe und hatte ich schon seit jahren dafür plädiert, dass wir unsere energie-politik "anders herum anpacken": auch für uns, für unser volk, für unsere menschen energie preiswert machen, die steuern senken statt sie zu erhöhen, mitfahren mit den angelsachsen - und uns dann aus der position heraus das mitmachen auch abkaufen lassen sollten - und auch nur, "wenn amerika, kanada, australien und saudi-arabien usw. vorangehen" - (und nicht wir paar unbedeutenden people in germany alleine maschieren - "und zu unseren lasten woanders das aasen mit energie erstmal noch jahre weitergeht" - wie es der fall war).


was bleibt und vollkommen sicher ist: das knappheitsprinzip bestimmt weiter diesen und jeden anderen preis. und daran werden weder völker, noch regierungen, noch poltische programme etwas ändern. und eben weiter drauf an, wer bezahlt. und wer mehr bezahlt. u7nd ob gerecht bezaholt wird. gerade eben auch im globalen massstab.


wer lust hat, fahre auto. wer lust dazu hat, heute auch viel. oder richtig viel. es wird nicht billiger. und wir sollen weiter im globalen masstab für andere mitzahlen. also schneller und teurer verbessern als die. damit wir die teuren anfangskosten einer jeden neuen technolgie-einführung tragen. und andere dann billig folgen können.

und: die gestaltung bleibt vor allem auch eine demokratische aufgabe mit.


bislang regeln es die märkte eher zu unseren ungunsten: was nützt es mir, wenn mein deutsches auto 2 oder 4 oder 8 liter/100km weniger verbraucht, wenn eine corvette c6 neu

- in deutschland nach liste 82.000 euro kosten soll,
- in usa aber nur 48.000 dollar kostet (aka 32.000 euro!)
- und "sonderangebote" für eine c6 hier 48.0000 euro oder 62.000 € (nur!) kosten sollen.


von der differenz könnte ich (von political correctnesss-erwägungen mal abgesehen) in deutschland lange corvette c6 fahren - und nicht nur ich. (die energiepreissituation verschleiert nur die gesamtsituation)

und das prinzip gilt für so ziemlich die meisten global gehandelten waren: graphikarten oder kleinwagen genauso. wir zahlen, damit die anderen es billig(er) haben. zumindest so lange wie möglich.


die menschheit ohne öl wird es nicht geben. die welt ohne öl auch nicht. aber die welt ohne m... .

p.



bleibt das verantwortliche handeln im jetzt. und sehr wohl die auseinandersetzung darüber.

man schaue die graphik an: was nützte es der welt, wenn wir unsere 9,9 auf das niveau von indien - aka 1,1 - senken würden? es wären 1x 8,8 gespart, ja. und demnächst macht indien dafür +12? oder alle 20 nationen jeder +1,5, was wäre in summe +30?

http://www.faz.net/s/RubC5406E11422...394469996118AD2A8E8A3E~ATpl~Ecommon~SMed.html
.
 
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perfekt!57 schrieb:
und auch klar ist: die angelsachsen allesamt haben klasse gelebt die letzten jahre und jahrzehnte. und zwar nicht nur zu lasten der umwelt. sondern auch und gerade zu lasten der anderen, nicht angelsäsischen menschen auf der welt.

Jaja, die bösen Angelsachsen. :freak:

1. Im gemäßigten Klima Europas ist der Energieverbrauch von ganz alleine niedriger als z.B. in den USA, Kanada oder Australien.
2. In Europa sind die Entfernungen geringer und die Bevölkerungsdichte ist höher. Das spart viel Energie.
3. Die USA stemmen alleine ein Viertel der Weltwirtschaft. Geht das deiner Meinung nach zu Lasten der "nicht angelsächsischen Menschen auf der Welt"? Stell den Pro-Kopf-Energieverbrauch der USA und der BRD doch mal in Relation zum Anteil der Weltwirtschaft. Glaubst du, nur Amerikaner nutzen z.B. Google, deren Serverfarmen auch massig Strom fressen?

PS: Total seriös, wenn eine Grafik lebenswichtiges CO2 als eine tickende Bombe darstellt...
 
Zuletzt bearbeitet:
Nö, das ist gar nicht das CO2, es ist nur der Überschuss des CO2 in der Athmosphäre, aber das lässt sich etwas schlecht in die Grafik reinschreiben. :)
Dass die USA eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft spielen ist klar, gerechtfertigt aber trotzdem nicht den hohen CO2-Ausstoß. Vielleicht wäre es im Moment das Richtige für die Industriestaaten, mal die Industrie runterzufahren? :)
 
@ Photon

An die Theorie dieses "Überschusses an CO2" glaube ich nicht. Jedenfalls nicht daran, dass von der erhöhten Konzentration eine echte Gefahr ausgeht. Für mich ist diese Panik politisches Kalkül, um einer ernsten Energiekrise vorzubeugen. Das Weltklima berechnen können zu wollen halte ich dagegen für Utopie. Der Wetterbericht tut sich schon schwer, das morgige Wetter korrekt vorherzusagen. Und wie der Sommer in ein paar Monaten wird, da ist es dann auch schon ganz vorbei mit der Berechenbarkeit. Dass es vor kurzem zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit in Bagdad geschneit hat, das haben die selbsternannten Klimahelden wohl auch nicht kommen sehen. Wegen solch hysterischen Leuten will ich nicht zurück ins vorindustrielle Mittelalter.
 
@ BessenOlli

Es gibt schon einen CO2-Thread, der hier auch schon einige Male verlinkt und in dem wirklich ausführlich diskutiert wurde.
Aber nur viel dazu: wenn du dich mit den Wissenschaftlichen Hintergründen mal vertraut machen würdest, würdest du diese Theorie (nur mal so am Rande: in der Naturwissenschaft gibt es nur Theorien und Beschreibungen (manche mehr und manche weniger wahrscheinlich), von daher dürftest du an nichts glauben...) nicht einfach so abtun, weil dies genauso dumm ist, wie CO2 pauschal die alleinige Schuld an allem zu geben...
 
@ BessenOlli

Es gibt schon recht belastbare Daten über die Zusammenhänge zwischen CO2 Ausstoß und Klimaerwärmung.
Seppukku hat richtigerweise schon auf den CO2 Thread hingewiesen, da du ja auf diesem Themengebiet über null Fachwissen verfügst.
Vor dem Hintergrund, dass in den nächsten hundert Jahren ganze Küstenregionen (mit Millionen von Menschen die dort leben) aufgrund der Klimaerwärmung weggeschwemmt werden, sollte man etwas seriöser und fundierter argumentieren.

Ich finde es eine riesen Sauerei, dass die die asiatischen Länder und die USA sich null gedanken um die externen Effekte und die klimatischen Auswirkungen ihrer bescheidenen Umweltpolitik machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
schaut euch doch mal mad max an,da wißt ihrs wie sichs ändert....
 
@ BESSENOLLI

1. Im gemäßigten Klima Europas ist der Energieverbrauch von ganz alleine niedriger als z.B. in den USA, Kanada oder Australien.
2. In Europa sind die Entfernungen geringer und die Bevölkerungsdichte ist höher. Das spart viel Energie.
3. Die USA stemmen alleine ein Viertel der Weltwirtschaft. Geht das deiner Meinung nach zu Lasten der "nicht angelsächsischen Menschen auf der Welt"? Stell den Pro-Kopf-Energieverbrauch der USA und der BRD doch mal in Relation zum Anteil der Weltwirtschaft. Glaubst du, nur Amerikaner nutzen z.B. Google, deren Serverfarmen auch massig Strom fressen?


Gute Argumente. lasse ich gelten. Sollte man mit berücksichtigen und mit reinschreiben. in eine weitere statistikskala rechts deneben.


bleibt aber auch: in arozona öl zu verfeuern um strom daraus zu machen im ölkraftwerk, elektrischer strom, der wiederum eine klimaanlage antreibt (oder benzin für eine pkw-klimaanlage), ist schwachsinn und/oder wenig rücksichtsvoll - und zu lasten anderer menschen. und auch da greift der preismechanismus sinnvoll ein: weg da damit. entweder durch andere technik, oder durch wegziehen.

und die amerikaner haben gut gelebt, auch auf kosten anderer, energetisch ganz sicher. und bleibt zu wägen, ob die tatsache, dass sie u. u. mehr gearbeitet haben, als andere, das rechtfertigte? (evtl. sollten wir alle viel weniger arbeiten, damit das öl länger reicht?)

und bleibt: ein zukunft ohne öl wird es nicht geben.


was wir heute aber schon sehen: neue nutzbare flächen kommen neuerdings ständig neu hinzu.

in grönland freut man sich angeblich über die globale erwärmung, weil jedes jahr mehr neue landwirtschaftliche nutzfläche entsteht.

wohingegen, wie bekannt, flächen im bereich des äquators zunehmend mehr verwüsten.


was bislang eher nicht öffentlich gesagt wurde: wahrscheinlich kommt mehr neue fläche hinzu, als "verlorengeht"; eben weil die landmassen dieser erde überwiegend oberhalb des äquators, also in gemäßigten breiten liegen. und daher mehr taiga und tundra zusätzlich (zu grönland *g*) bewirtschaftet und bewohnt werden können, als in arfikas mitte "verloren" geht(!) (wie sich die mitte südamerikas verhält, weiss ich nicht. evtl. gäbe es auch da mehr regenwald, wenn man den ließe?:mad:)


die ölfrage hingegen ist auch weiter bloß eine frage, wer zugang hat zu energie, und zu welchen bedigungen und kosten (!).

und uns regt die frage bloß auf (und wir werden - u.a. auch aus oben von bessenolli bereits genannten gründen - ganz sicher auch aufgeregt gemacht; denn da ist tatsächlich auch nutzen draus zu ziehen, aus aufgeregt gemachten menschen) - uns regt die frage "der menscheit ohne öl" also bloß auf, weil sich das preisgefüge auf einmal so zu verschieben droht, das auch bei uns mittelschicht und untere mittelschicht sich womöglich energie aus öl nicht mehr werden leisten können. und vergessen dabei, dass die masse der 8 miliarden menschen schon immer oder bereits sehr lange in dem zustande lebte, sich energie aus erdöl (auf grund unserer nachfrage) nicht leisten zu können. (denn auch 20-30$/barrel war für eine mehrheit der 8 milliarden schon immer unerschwinglich).


und bleibt der preismechanismus: bei der aktuell installierten raffineriekapazität (z.b. der, man könnte auch tanker nehmen oder tankstellen oder alles zusammen), wird ganz sicher der preis wieder so weit fallen, dass eine genügend große zahl von mittelschichtnachfragern finanziell potent genug wird, wieder konsumenten zu sein:

alles andere wäre unkapitalistisch. und - so gesehen zum glück - haben wir globalen kapitalismus, welcher nach bestmöglicher verwertung des im ölbusiness gebundenen gesamtkapitals strebt. eben auch das holt das öl aus der erde.


wer also heute noch lust auf eine spritztour mit dem auto habe, der fahre. und glücklich. (denn staatssekretäre oder rüstungslobbisten fahren und fliegen auch. und viel mehr. und weiter. und kann nicht sein, dass die gerechte lebensfreude des durchschnitts sich zurücknimmt, um die anderen mit öl oder co2 zu subventionieren)

p.


nix gegen staatssekretäre also. und auch die können airberlin nutzen.
.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lebensfreude kommt nicht vom Autofahren.
Da gibt es gesündere und umweltverträglichere Beschäftigungen.
 
Klar ist Autofahren Lebensqualität. Das ist die Steigerungsform von gehen, laufen und Fahrrad fahren. Die Bewegung und Erkundung ist Teil unserer Gene, sonst gäbe es noch lang nicht so eine ausgeprägte Fahrzeugindustrie.
 
Autofahren hat nichts mit den Genen zu tun. Wie kann passives Rumsitzen während die Landschaft draußen vorbeizieht eine Steigerung zu aktiver Betätigung sein?
Physiologisch ist es ein Rückschritt. Leben heißt nicht unbedingt, dass man ständig unterwegs sein muss.
Natürlich benötigt man heutzutage Autos um zur Arbeit zu kommen und auch bestimmte Ziele zu erreichen. Unser Verkehrssystem ist halt auf Autos ausgelegt. Damit ist nicht gesagt, dass dies die beste Lösung der Verkehrsproblematik ist.
Für junge Leute haben Autos eine große Faszination. Das legt sich aber mit der Zeit...
 
Wie gesagt, eine riesige Industrie lebt davon, dass uns Auto fahren keinesfalls nur als notwendiges Übel vorkommt, sondern den meisten Menschen Spaß bereitet. Wenn du unsere natürliche Veranlagung zur 'Fortbewegung unter Schonung körpereigener Reserven' mit dem Adrenalinkick beim 'passiven rumsitzen' in einem 170 km/h schnellen Boliden kombinierst, hast du schon eine Lieblingsbeschäftigung vieler Deutscher.

Es ist eben diese Kombination aus Freiheit, Macht, Spaß, Prestige und Notwendigkeit, die die meisten Menschen weiterhin an die Zapfsäulen statt in den Zweiradladen treibt. Und weil das Fahrzeug eben soviele Wünsche auf einmal befriedigt, sehe ich auch noch viel Spielraum beim Benzinpreis nach oben. Ich glaube z.B. nicht, dass sich die Nachfrage nach Benzin halbiert, wenn der Preis jetzt auf 3,00€ mehr als verdoppelt wird.
 
Ich möchte mal grundsätzlich anmerken, dass ich diese Argumentationsweise von wegen "es liegt in unserer Natur" in keinster Weise nachvollziehen kann.
Es wird sich nicht mal stark dafür gemacht das in irgedneiner Weise auszuführen sondern das "Argument" wird als Totschlagsargument benutzt wenn man einfach mal a) entweder nicht weiter weiß oder b) wenn man sich gegen andere Argumente einfach mal immunisieren möchte um seine eigene Meinung dann doch noch irgendwie durchzudrücken.

Also nochmal an die Leute die in der Not gerne auf dieses "Argument" zurückgreifen, anstatt ordentlich sich zu artikulieren: Schaut mal zu ob ihr das nicht etwas inhaltlich belegen könnt statt einfach nur zu behaupten "Es ist so." Denn damit ist nichts be- und auch nichts widerlegt.
 
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