Bitte kein Atommüll nach Gorleben!

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
bluntman schrieb:
möchte ich eigentlich nur wissen warum man den Müll ausgerechnet in ein Naturschutzgebiet kippt!?
Ich glaube du hast da etwas Missverstanden.
der Müll wird nicht Auf ein Naturschutzgebiet, sondern Unter ein Naturschutzgebiet gekippt.
in wie weit es die Natur stört wenn "Unter ihr" Radioaktives Material Liegt musst du mir bei Gelegenheit mal erklären?

Kisi1992 schrieb:
Jeder? Wir hier im Ösiland kommen sehr gut ohne Atomstrom aus.
ihr habt ja auch wunderschöne Berge welche Wasserkraft ohne ende Ermöglichen.
Wir Nicht!


overdriver schrieb:
Gorleben wollen die Mehrheit nicht dazu gehöre ich auch.
Das sollte eigentlich Demokratisch genug sein.
Steuern will die Mehrheit auch nicht, dennoch gibt es sie.

Ohne Atomstrom hätten wir unseren Heutigen Lebensstandard nicht.
ohne Atomstrom würden die Energiekosten Steigen --> Jeder hätte weniger Geld.
Daher stellt sich die Frage gar nicht wer es wollte, wir wollten es alle!
irgendwo muss das Endlager eben hin.
Und da in D überall Menschen leben, gibt es immer jemand der etwas dagegen hat.
 
Manche Leute sind schlicht gegen alles.

Atom ist böse, sie wollen Öko. Aber Windräder in ihren Wohnorten, nein, auf keinen Fall, das bringt Vögel um und gibt Lichtschlag. Autos sind böse, aber Schienen durch den Wald, nein, das geht ja nun nicht.

Ich mag grundsätzlich Leute, die von etwas inspiriert sind, an etwas glauben und dafür kämpfen. Sogar dann, wenn ich persönlich anderer Meinung bin, weil ich an eine lebendige Demokratie glaube.

Aber wenn das Volk den Einfluss haben möchte, den es meiner Meinung nach auch Verdient, dann sollten Ideen auch zuende gedacht werden. Sonst liefert man der Politik nämlich den ultimativen Beweis, dass in Deutschland die Zeit für mehr Demokratie noch nicht gekommen ist, weil das Volk schlicht nicht reif dafür ist, echte Verantwortung zu schultern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da kann ich meinen beiden Vorrednern absolut zustimmen.

Leider leben viele mit der Annahme, Strom käme aus der Steckdose (das mag überspitzt sein, aber oftmals trifft das den Nagel auf den Punkt). Das führt auch zu solchen Threads und Demonstrationen (wie diese Castor-Demos), die leider nur ein Zeugnis über die Unwissenheit einer großen Schicht der Bevölkerung abliefern.

Wenn ich das sehe, bin ich echt froh, dass unsere Regierung den Kurs fortschreitet, den wir momentan gehen.
 
@sauba

Besser wäre es allerdings wenn wir endlich an einen Punkt kämen, an dem die Politik sich gezwungen sieht den Leuten reinen Wein einzuschenken. Denn Unwissenheit kann man beseitigen, die große Mehrheit der Menschen ist nämlich gar nicht so verblödet wie man manchmal glauben mag wenn man den Fernseher einschaltet.

Wenn man den Leuten verständlich erklären würde was Sache ist, dann können die schon ganz gut alleine abwägen. Egal ob es um Energie geht oder um Staatsverschuldung oder die Sozialsysteme.

Immerhin hätten wir wunderbare Beispiele. Kommunen die schuldenfrei sind, Kommunen die ihr Stromnetz aufgekauft haben usw...
 
Ich bewundere deinen Optimismus. Ich glaub das würde anders ablaufen:

Die Politik schenkt den Leuten reinen Wein ein (Erneuerbare sind noch nicht soweit, die Netze müssten auch ausgebaut werden, dafür haben wir aber kein Geld, müssten außerdem dringend Schulden abbauen weil wir hoffnungslos überschuldet sind).

Dann käm der erste politische Quertreiber und würde wiederrum Phantasiegespinste verbreiten, und damit auf Stimmenfang gehen. Die Menschen hören nunmal lieber, dass alles ok ist und irgendwelche Querulanten das problem schon lösen können, als die doch recht bittere Wahrheit. Am Ende wäre der Querulant dann an der Macht. Um das zu verhindern, behalten die Politiker die Wahrheit lieber für sich.

Gruß,
[sauba]
 
@sauba

So besonders optimistisch bin ich in Sachen "Deutschland" eigentlich gar nicht. Sonst würde ich nicht seit mehreren Jahren darauf hin arbeiten, mich mittelfristig in die USA abzusetzen. :D

Aber ich glaube trotzdem, dass die meisten Leute es eigentlich bereits wissen, dass die Erneuerbaren noch nicht so weit sind und der Staat nicht dauerhaft so funktionieren kann wie er derzeit organisiert ist.

Nur ist es allzu leicht sowas zu verdrängen wenn man sich sowieso machtlos fühlt und nicht wirklich direkte Verantwortung zu tragen hat.

Meine Sorge ist eher, dass es einfach so weiter geht wie bisher. Und in 10 Jahren fangen die Reallöhne dann vermutlich an zu sinken anstatt nur zu stagnieren. Dazu kollabiert der Sozialstaat aufgrund von Überalterung, Unflexibilität und Verschuldung. Und dann befürchte ich in der Tat die Art von Querulanten, die du bereits erwähnt hast.

Damit meine ich zwar keinen Hitler oder Stalin, aber soviel ist auch längst nicht nötig um Deutschland (und damit wohl ganz Europa) von der Weltbühne zu stoßen. Denn was wir können, können die Asiaten auch. Die USA hingegen haben zumindest das Alleinstellungsmerkmal ein tolles Testfeld für Ideen und Produkte jeder Art zu sein, weil das System flexibel und die Bevölkerung bunt gemischt (und konsumfreudig) ist.

@topic

Aber mal zum Thema zurück: Ich bin durchaus für erneuerbare Energien. Aber ich bin nicht dafür, mit dem Kopf durch die Wand zu rammen. Ich stehe weder auf strahlenden Abfall, noch auf eine Landschaft voller teurer Windräder und bei Windstille dann Zustände wie im Mittelalter.

Ich bin für eine möglichst bunte Mischung von Technologien, die am jeweiligen Ort zur jeweiligen Zeit gut (genug) funktionieren. Wenn es nach mir ginge, würde sich jedes Haus selbst mit Energie versorgen können, weil ich zu jenen Leuten zähle, denen Dezentralisierung als erstrebenswertes Ideal in fast jeder Hinsicht gilt.

Ehrlich, ich weiss es zu schätzen, dass es Kritiker gibt. Kritiker sind immer gut. Ich steh auf Kritiker, Querdenker und Spinner, denn ich bin selbst einer. Aber Leute die ihre Ideale ohne Kompromisse und am besten sofort durchsetzen wollen, die sind gefährlich und ungesund. Auch wenn sie mit Dreadlocks statt Seitenscheitel daher kommen.
 
[sauba] schrieb:
Also das Thema "Antarktis" ist ja wohl schon sehr weit vorbeigeschossen.
Ist Dir entgangen, dass mein Beitrag voller Ironie steckt? Trotzdem könnte man dort auch lagern, natürlich auch im Regenwaldgebiet. Es wird wohl der zu hohe Kostenfaktor sein. Und die Empörung vom niederen Volke darf man auch nicht unterschätzen, wenn man diese eh schon gefährdeten Gebiete in Betracht ziehen würde.

Im Grunde ist es doch so: Wenn es um die Kosten geht, die sollen ja gering sein, dann sind Landschaft, Tiere und ein paar Menschen immer die Verlierer.

Ansonsten ist Deine "Meinung als einfacher Student" keine schlechte.
 
Zuletzt bearbeitet: (Grammatik verbessert.)
Bei der Antarktis spielen die ungewissen (Besitz)Verhältnisse die größte Rolle, gefolgt von den ganzen internationalen Abkommen über genau diese Gebiete. Kosten sind gering. Das Zeug muss halt zu einem Hafen gekarrt werden und dann auf ein mehr oder weniger beliebiges Frachtschiff. Und das klappt zumindest zwischen Frankreich und Russland ziemlich gut.
 
Colonel Decker schrieb:
@sauba

Wenn man den Leuten verständlich erklären würde was Sache ist, dann können die schon ganz gut alleine abwägen. Egal ob es um Energie geht oder um Staatsverschuldung oder die Sozialsysteme.

Prinzipiell ja, andererseits nein.
Unsere Politiker versuchen uns ja zu erklären was Sache ist, ehrlich gesagt klingt das mit der Brückentechnologie und Energiemix wie aus einem PR-Blatt von EnBw und co ...
Das ist das Problem das man heute schwer abwegen kann ist es 100% Sache oder eine Halbwahrheit die uns da eingetrichtert werden soll?
Fakt ist das Atomenergie und Erneuerbare-Energien im Land nicht zusammen koopieren können, schon heute sticht die Solarenergie Deutschlands in Sonnenreichen-Tagen Atomkraftwerke aus mit dem Nebeneffekt das Strom in der Strombörse unter 0 klettert. Die Atomkraftwerke sind zu starr um sich den raschen Stromangebot anzupassen. Bei Wind ein und das selbe Spiel.
Nun werden die Laufzeiten verlängert, man kann sich den Konflikt beim Energiemix ausmalen und zurecht fühlen sich Stadtwerke und die kleinen Energieerzeuger betrogen.
Der Einwand Ökomenschen wollen nun mit dem Kopf durch die Wand ist einerseits richtig, andererseits nicht ganz. Es ist heute schon möglich den Energiebedarf weitgehends aus Erneuerbarer-Enegie zu decken, dafür braucht es gemeinsames Leitungsnetz in Europa wo Strom vom Erzeuger zum Bedarfsgebiet kommt, länderübergreifend. Sicher die Kosten um das aufzubauen sind hoch, aber langfristig spart man sich auch einiges - vor allem beim Import von Kohle, Erdöl, Uran, Erdgas und deren Lagerung und die Unabhängigkeit von Weltmarktpreisen.
Das macht man natürlich nicht. (Link) und man nimmt sich durch Dinge wie einer gesetzlich verankerten Schuldenbremse den Hebel für die Energie-Zukunft zu investieren, genau so für Bildung, Infrastruktur und co.
Derzeit habe ich und viele andere das Bild "weiter so" wie bisher.
Der Ausstieg vom demokratisch beschlossenen Atomausstieg.
Das oberflächliche beachten einer Erderwärmung - die zugegeben schwer zu fassen ist, da man das nicht fassen kann will man sich damit nicht groß auseinandersetzen und schiebt es nach hinten und wenn es zu spät ist fragt man sich warum.
Das festigen der Position unserer vier großen Energieerzeuger.
Das nicht anfassen unserer "Leistungsträger" Interview Steuerparadies Deutschland.
usw.


Colonel Decker schrieb:
@sauba

Ich bin für eine möglichst bunte Mischung von Technologien, die am jeweiligen Ort zur jeweiligen Zeit gut (genug) funktionieren. Wenn es nach mir ginge, würde sich jedes Haus selbst mit Energie versorgen können, weil ich zu jenen Leuten zähle, denen Dezentralisierung als erstrebenswertes Ideal in fast jeder Hinsicht gilt.

Da bin ich mi dir einer Meinung, genau deshalb könnte ein internationales gemeinsames Stromnnetz gut funktionieren. Dann wird es auch wahr mit Atomenergie "Brückentechnologie" aber national funktioniert es nur schlecht.
 
Shader schrieb:
genau deshalb könnte ein internationales gemeinsames Stromnnetz gut funktionieren.

ach, das haben wir noch nicht?
wieso Importieren/Exportieren wir denn Strom dann aus ganz Europa?
 
Shader schrieb:
Fakt ist das Atomenergie und Erneuerbare-Energien im Land nicht zusammen koopieren können, [...]. Die Atomkraftwerke sind zu starr um sich den raschen Stromangebot anzupassen.

Aber was ist denn deine weniger starre Alternative? Da bliebe doch nur Kohle, und wo ist die denn weniger starr?

Shader schrieb:
Es ist heute schon möglich den Energiebedarf weitgehends aus Erneuerbarer-Enegie zu decken, dafür braucht es gemeinsames Leitungsnetz in Europa wo Strom vom Erzeuger zum Bedarfsgebiet kommt, länderübergreifend.

Nunja, alleine schon mangels dieses Smart Grids ist es eben nicht "heute schon möglich". Auch habe ich meine Zweifel, wie man die Energie zwischenspeichern soll. Da stößt man ja dann auch sehr schnell wieder auf neue Umweltprobleme. Denn Dinge wie diese Staubecken, in die man Wasser hinauf pumpt usw. sind gravierende Eingriffe in die Umwelt.

Shader schrieb:
Sicher die Kosten um das aufzubauen sind hoch, aber langfristig spart man sich auch einiges

Hohe Kosten wären in der Tat kein unüberwindbares Hindernis. Nur muss man vorher schon mit großer Sicherheit davon ausgehen können, dass es funktioniert und sich auch wirklich rechnet. Und diese Sicherheit sehe ich einfach noch nicht. Daher finde ich es absolut okay, wenn man einen Schritt nach dem anderen macht, anstatt vor Übereifer einen Sprung zu machen, bei dem man sich am Ende auf die Nase legt.


Shader schrieb:
Das oberflächliche beachten einer Erderwärmung - die zugegeben schwer zu fassen ist, da man das nicht fassen kann will man sich damit nicht groß auseinandersetzen und schiebt es nach hinten und wenn es zu spät ist fragt man sich warum.

Also wenn dir der Klimawandel am Herzen liegt, bleibt dir doch mittelfristig eigentlich gar nichts anderes übrig als die Atomkraft.

Ich persönlich halte diese Klima-Theorien für Panikmache. Meiner Meinung nach haben wir kaum einen Schimmer, was das Klima machen wird und warum. Man sagt immer so schön, man solle keine Verträge unterschreiben die man nicht versteht. Dieser Grundsatz gilt für mich auch hier. Daher wäre es mir lieber man würde sich international z.B. mehr mit Überfischung und all dem Plastik-Mist in unseren Meeren befassen, anstatt dieses CO2-Tunnelblicks. Denn das sind Dinge, die wir ganz gut erfassen können.


Shader schrieb:
Das festigen der Position unserer vier großen Energieerzeuger.

Da sehe ich durchaus das Problem, dass die Deutschlandkarte aussieht als seien wir von Monarchen beherrscht, wenn man die Energieversorger darüber legt.
Ich halte nichts von Monarchie (*g*) und finde da sollte man auf jeden Fall diese obstrusen Strukturen aufbrechen.


Shader schrieb:
Da bin ich mi dir einer Meinung, genau deshalb könnte ein internationales gemeinsames Stromnnetz gut funktionieren. Dann wird es auch wahr mit Atomenergie "Brückentechnologie" aber national funktioniert es nur schlecht.

Von mir aus können wir schrittweise darauf hinarbeiten, dass das Stromnetz so dezentral, "intelligent" und international wird wie das Internet. Das fände ich prima.
Nunja, nur national ist es aber auch jetzt schon nicht.
 
Shader schrieb:
Der demokratisch beschlossene Ausstieg vom demokratisch beschlossenen Atomausstieg.

So. Jetzt ist dieser Satz korrekt.

Ein europäisches Stromnetz funktioniert bereits. Auch heute wird schon Strom (hauptsächlich aus Frankreich meines Wissenstands nach) importiert. Das große Problem der Erneuerbaren ist aber, dass diese imm nur punktuell und zu bestimmten Zeiten verfügbar sind, die sich mit dem Verbrauch leider absolut nicht decken. Und derartige Pumpspeicherkraftwerke zum Puffern, die man da benötigte, da würden gleich wieder etliche "Ökos" dagegen demonstrieren, die Berge dafür zu nutzen.

Es ist wirklich zum Haareraufen.

Gruß,
[sauba]
 
[sauba] schrieb:
Irgendwo muss der Müll hin. Und da ist es nunmal wesentlich sinnvoller, ihn irgendwo hinzubringen, wo wenig Bevölkerung da ist, anstatt ihn in Ballungszentren zu verschaffen - und auch das nur für den unwahrscheinlichen Fall eines Zwischenfalls. Und leere Salzstöcke bieten sich dafür nunmal einfach an - weit unten (Dämpfung), nicht derart grundwassergefährdet (ansonsten wäre das Salz fortgeschwemmt und die Erd dort schon vor langer Zeit zusammengesackt).


Und ich gehöre zu keiner Art von Lobby, das ist meine persönliche Meinung als einfacher Student. :)

Gruß,
[sauba]

Sorry, das du als Student derart uninformiert bist...

...aber Salzstöcke sind als Endlager absolut ungeeignet wenn man vielen europäischen Wissenschaftlern glauben schenken darf. Gorleben ist eine politische Entscheidung, die Wissenschaftlich nicht haltbar ist. Und es ist genauso wie du sagst, das Salz in dem Salzstock löst sich durch das Grundwasser!Einige Wissenschaftler behaupten sogar dass das Grundwasser, aufgrund der Lage, der verschieden Gesteinsschichten, sehr schnell wieder in den Bereich aufsteigen kann aus dem wir unser Trinkwasser beziehen! Und wie du auch so schön geschrieben hast gibt es eben genau diese Brüche. Und auch Gasexplosionen gab es im Jahr 1969!

Das alles was ich hier schreibe ist für jeden bei Wikipedia nachzulesen! Es sind harte und klare Fakten!

Bitte verstehe mich nicht falsch, aber für jemanden der sich hier als Student hervortun will, ist dein Beitrag einfach nur unqualifiziert!



Die Frage von florian. sollte mit diesen Post auch beantwortet sein!
 
Zuletzt bearbeitet:
nein ist sie nicht.

der Atommüll wird da nicht wahllos rein gegossen.
der ist in Versiegelten Fässern.

Sollt es irgendwann einen Kritischen Wassereinbruch geben, dann kann man die Fässer in wenigen Wochen wieder hoch holen.
ich meine, das Gorleben kein Lager für Millionen von Jahren ist, dürfte jedem klar sein.
 
Genau das ist der Punkt, Wovor schützen denn die "versiegelten" Fässer? Sie schützen absolut nicht vor Erdverschiebungen und nur begrenzt vor Feuchtigkeit oder Wasser. Und hast du schon mal was von Asse gehört?


Gorleben ist Asse mal tausend!
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist eine der Gasblasen explodiert, aber bei Erdgas-Bohrungsarbeiten (!). Dieser kleine Fakt wird jedoch gerne weggelassen von den Atomkraftgegnern. Nur wird ja momentan nicht nach Erdgas gebohrt, und im direkt betroffenen Areal schonmal gar nicht. Daher ist diese Gefahr vernachlässigbar klein.

Nur begrenzt vor Wasser? Ist dir klar, wie stark die Einmantelungen sind? Das sind mehrere cm Blei + Betonumschalung. Ist natürlich von der Aktivität der eingelagerten Substanz abhängig, aber da braucht man sich keine Sorgen zu machen. Außerdem wird, wie florian. bereits erwähnt, das Material ja nicht einfach hineingekippt und vergessen, sondern könnte bei einem Zwischenfall innerhalb kürzester zeit geborgen werden (vorrausgesetzt die Zufahrtswege würden nicht "zum Wohle aller" durch Demonstranten besetzt...).

Was glaubst du, aus welchem Kreis die Leute in den Gremien rekrutiert werden, die sich Gorleben ausgesucht haben? Das sind allesamt hochkarätige Wissenschaftler. Spricht aber nun ein Wissenschaftsteam dagegen an, bekommen sie Publicity und Forschungsgelder. Das is der Grund, warum man immer - wirklich immer - einen Wissenschaftler finden kann, der sich dagegen stellt.

Übrigens war die Bezeichnung als Student keineswegs irgendwie als "höherwertig" gemeint. Das war nur dahergesagt.


Gruß,
[sauba]

Edit:

Achja, was ich noch anbringen wollte - es wird euch ja außerdem gut bezahlt, dass Lager für diesen Zweck zu nutzen. Also seid ihr nicht unbedingt die "Sündenböcke der Atomwirtschaft", es gleicht eher einem Handel. Geld gegen Atommülllagerung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal eine Frage was jemand was ein Zwischenlager so kostet mit allen drum und dran? Die werden ja immer mehr und größer, da ja immer mehr gelagert wird.
Glaube kaum das Atomkraft so günstig ist auf lange Sicht^^
 
C3rone schrieb:
Kosten sind gering. Das Zeug muss halt zu einem Hafen gekarrt werden und dann auf ein mehr oder weniger beliebiges Frachtschiff.
Du denkst also, dass das alle Kosten sind? Die stellen die Behälter dann einfach so in die Arktis auf die Eisfläche, damit die Bären draufpinkeln?
bluntman schrieb:
Sorry, das du als Student derart uninformiert bist... Bitte verstehe mich nicht falsch, aber für jemanden der sich hier als Student hervortun will, ist dein Beitrag einfach nur unqualifiziert!
Was hat es schon zu sagen, wenn jemand Student ist? Sind das Zeichen von Allgemeinwissen und höherer Intelligenz?
Nein! Bei Wer wird Millionär hat schon manche blonde Verkäuferin die Studierten im Regen stehen lassen. :evillol:
 
@[sauba]

Bevor du dich hier noch mehr ins Abseits beförderst lies doch einfach mal was bei Wikipedia über das Endlager Gorleben steht. Weil, das was du hier behauptest hat nichts mit den Fakten und den Tatsachen zu tun! Es ist einfach nur dummes Gebashe!


Niemand von uns hat auch nur ein Cent für diesen politischen Unsinn bekommen!


florian. schrieb:
dann eben die fragen aller Fragen:

Wo soll man das Zeug sonnst hin kippen?

Auf diese Frage hat bis heute kein Wissenschaftler eine Antwort. In der Schweiz läuft ein Test, in den man in weit unter der Erde liegenden Tonschichten den atomaren Müll einlagert. Diese Tests sind noch lange nicht abgeschlossen. Aber man ist jetzt schon zu der Erkenntnis gekommen, dass der Atommüll in den harten Tonschichten viel besser als in einem Salzstock aufgehoben ist...



Die Ergebnisse der übertägigen Untersuchungen wurden in zwei Berichten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (1983) und des Bundesamtes für Strahlenschutz (1990) zusammenfassend dargestellt. Darin heißt es (PTB 1983): „Eine erste Bewertung des Deckgebirges hinsichtlich seiner Barrierenfunktion für potentielle kontaminierte Grundwässer zeigt, daß die über den zentralen Bereichen des Salzstocks Gorleben vorkommenden tonigen Sedimente keine solche Mächtigkeit und durchgehende Verbreitung haben, daß sie in der Lage wären, Kontaminationen auf Dauer von der Biosphäre abzuhalten.“[10]

Diese Bewertung gilt auch heute noch und wird durch andere negative Standortmerkmale ergänzt, zum Beispiel vorauseilende selektive Subrosion, die Gorlebener Rinne mit Füllung aus mächtigen grundwasserleitenden quartären Sedimenten der Elsterzeit[11], kurze Laufzeiten des Grundwassers von der Salzstockoberseite zur Biosphäre. Die Erwartungen an die Barriere Deckgebirge wurden nicht erfüllt.[12] Nach diesen Erkenntnissen wurde die Bedeutung des Deckgebirges als Barriere gegen die Ausbreitung von Radionukliden zurückgenommen und nur der Salzstock allein als entscheidende Barriere angesehen.

Wie Regierungen versuchten, das Atommüll-Endlager durchzuboxen - gegen alle wissenschaftlichen Bedenken. Die Chronik eines politischen Skandals.

Endlager Gorleben aus Expertensicht nur zweite Wahl

Schwarzbau Gorleben? Ein internes Behördenpapier bestätigt eine alten Verdacht: Mit dem Ausbau zum Atom-Endlager wurde längst begonnen.

Und was jetzt ganz aktuell ist, die CDU hat einen gescheiterten Vattenfall Manager mit der Weitererkundung des Salzstocks beauftragt..

Lesen bildet! ;)


@ Tekpoint

Gorleben hat bisher etwa 2 bis 2,5 Milliarden Euro gekostet. Die Kosten die durch uns Demonstranten entstanden sind werden aus dieser Rechnung gerne ausgeklammert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben