bluemchen64 schrieb:
Dagmar Metzger zur Säulenheiligen für Aufrichtigkeit zu machen ist ja wohl lachhaft. Schließlich ist es nun ihr und den drei anderen zu verdanken[...]
Was konstruierst du einen Widerspruch wo keiner ist?!
Selbst wenn Dagmar Metzger die einzige geblieben und Y. gewählt worden wäre, würde das doch der Aufrichtigkeit der Dagmar Metzger keinen Abbruch tun.
Sie hat von Anfang an gesagt, dass sie nicht für eine, wie auch immer geartete, Zusammenarbeit mit der Linken stimmen wird und hat das konsequent durchgezogen.
Der Druck der Partei war imens aber sie ist nicht gewichen.
Das ist für mich demokratisches Handeln und nicht diese Kriecherei die in allen Parteien Deutschlands weit verbreitet ist. Abgeordnete aus denen was werden soll müssen schön brav dem folgen was die hohen Herren so verlangen...
Diese Denke ist schlichtweg undemokratisch.
bluemchen64 schrieb:
Die Argumente aus dem kalten Krieg nicht mit der Linken diese Politik durchzusetzen nützt einzig uns alleine nur dem politischen Gegner der SPD.
Dazu braucht es keinen Rückblick in den kalten Krieg.
Die Linke vereint heute unter ihrem dach das gesamte politische Spektrum links von SPD und Grünen.
Darunter sind auch Gruppierungen die mit unserer verfassungsmäßigen Grundordnung absolut auf dem Kriegsfuß stehen.
Daraus macht die Partei auch kein Geheimnis.
Es ist also durchaus legitim zu äußern, dass man mit dieser Partei keine Koalition eingehen will.
Ich will jetzt keine Vergleiche ziehen zwischen Links und Rechts, denn die Parteien an den jeweiligen äußeren Rändern des demokratischen Spektrums sind sicherlich sehr unterschiedlich.
Aber:
Es hat keiner, mich eingeschlossen, ein Problem damit wenn sich so gut wie alle Parteien vollkommen von jeglicher, wie auch immer gearteten, Zusammenarbeit mit der NPD/DVU distanzieren. Dabei sind, ob es uns nun gefällt oder nicht, diese beiden zugelassene Parteien in unserem demokratischen System. Und die wenigen % die diese Parteien wählen haben eben so einen Anspruch darauf gehört zu werden wie alle anderen auch.
Warum also ist es auf der einen Seite so leicht zu akzeptieren, ja sogar zu fordern, dass sich die Parteien von der NPD / DVU distanzieren, auf der anderen Seite aber so schwer zu akzeptieren, dass es auch eben jene gibt die sich keine Zusammenarbeit mit der Linken vorstellen können?
bluemchen64 schrieb:
Verdient hätten sie es ja, effektiver und vollkommener hätte man der SPD nicht schaden können.
Ist also die Verantwortung der Partei gegenüber wichtiger als die Verantwortung dem Wähler gegenüber?
Aus einer Gewissensentscheidung wird dann sogar ein Verrat.
Man könnte fast meinen du befändest dich thematisch gerade im Krieg und nicht bei unserer Demokratie.
Vielleicht haben sich diese 4 Rebellen (um in deiner Therminologie zu bleiben) ja sogar wirklich Gedanken darüber gemacht wie der Wähler zu einer Zusammenarbeit mit der Linken stehen. Stichhaltige Argumente gab es ja genug:
http://www.welt.de/politik/article2358218/Hessen-lehnen-Andrea-Ypsilantis-Linkskurs-ab.html