Meine erste NAS: ich hab Dummy-Fragen

Quarzer

Commodore
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Huhu,

krankheitsbedingt hatte ich heute endlich ein wenig Zeit mich dem Thema NAS zu widmen. Zeit wirds.
Das NAS soll sowohl OneDrive meiner Freundin als auch mein Google Drive, sowie Google Fotos als Media-Darstellungs-Lösung ablösen.

Da ich kaum Zeit für basteln habe, muss das Ding out of the box laufen. Daher bleibt nur Synology.

Jetzt habe ich ein paar Fragen:

Kann ich statt HDDs auch einfach SSDs verbauen? Prinzipiell wird kaum/ bis gar nicht überschrieben sondern nur abgelegt. Daher dachte ich an eine 423+ und würde initial 2×4TB crusial BX500er verbauen. Und je nach Speicherbedarf zukünftig erweitern. Welches RAID muss ich dafür nehmen und kann ich dann problemlos ne weitere SSD anklemmen?

Macht das so Sinn oder besser doch ne 224+ mit 2x8TB HDD?
 
JumpingCat schrieb:
DS423+ ist auf 6GB RAM limitiert.
Offiziell max. 6GB. Da geht mehr. Man kann ein 16GB Modul einbauen und hat dann insg. 18GB RAM.
 
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6GB RAM sollten für meinen Bedarf reichen.
Ergänzung ()

Wenn ich es richtig verstehe, muss ich initial auf SHR gehen, da mir RAID1 für die Erweiterung nix bringen wird, korrekt?

SSDs wären kein Problem, soweit auch korrekt? Dann würde ich den Weg mit 423+ und 2 x 4TB SSD versuchen.
 
Quarzer schrieb:
Da ich kaum Zeit für basteln habe, muss das Ding out of the box laufen. Daher bleibt nur Synology.
warum denn das?
nichts gegen Synology (ich habe selber auch noch eine (uralte) herum stehen) aber es gibt da doch noch Alternativen, mit genauso wenig/viel "basteln".
selbst einen Mini-PC mit TrueNAS setzt man in der gleichen Zeit (plus vielleicht 5 Minuten) auf wie eine Synology (wenn man da alles richtig einrichtet).

und wenn ich die Anwendungen so sehe, dann frage ich mich immer, ob nicht eine HDD/SSD an der Fritzbox plus einem ordentlichen Backup Konzept nicht die wesentlich
  • bessere (im Sinne von unkompliziert, weniger (hier unnötige) Performance)
  • einfachere
  • günstigere
Lösung ist?

und wie immer: auch wenn du die zwei SSDs im RAID1 betreibst, ersetzt das auf keinen Fall ein Backup!
 
Egal wie du es machst; sorge für eine gute BAckups-Strategie.
Am besten nach der "3-2-1-Regel".
Ergänzung ()

Mickey Mouse schrieb:
selbst einen Mini-PC mit TrueNAS
Ja, neuerdings hängt hier ein N95 im Netzwerk.
Die Daseinsberechtigung meiner großen NAS stelle ich immer mehr in Frage - auch wenn sie nach wie vor gewisse Vorteile bietet :)
Bin gerade dabei, auf der Kiste, auf der Proxmox läuft, eine weitere NAS (OMV) als VM zu installieren, für einen Datenspeicher der permanent im Netzwerk hängt und den ich über VPN von unterwegs erreichen kann.

Tolles Spielzeug :)
 
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Raid musst du gar nicht nehmen, macht bzgl BackupSicherheit auch nur bedingt Sinn.

Ich für meinen Teil nutze ne QNAP TVS470.

Mach dir Gedanken wie du Remote Zugriff nehmen willst. Für mich scheinz die einfachste Lösung VPN zur Fritzbox, das zickt aber gerade noch mit Win11.
 
@Mickey Mouse

Welche Media-Darstellungs-Lösung empfiehlst du dann? Es sollte klar über eine reine Ordnerstruktur hinausgehen und Alben und Teilen ermöglichen.

Die Kosten spielen nicht die größte Rolle.
 
Backup-Lösungen sind zwingend erforderlich unabhängig von RAID Lösungen. Das ist mir klar. 😊
 
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Ich nutze aktuell noch eine DS218+ mit 2x4TB Red HDDs. Wie gesagt, schon seit ca. 5 Jahren. Bisher ohne Ausfälle. Ein RAM Upgrade auf 10GB ging auch ohne Probleme.

Praktisch nutze ich es für:
  • zentrales Drive (Datenablage wie Onedrive, nur lokal)
  • Fototarchiv für unsere Handys (automatisches Backup durch Apps)
  • Mediathek für meine Filme, am Smart TV läuft Jellyfin
  • Docker mit Home Assistent, Unifi, Vaultwarden (Bitwarden)

Bin sehr zufrieden. Hab alles lokal und zentral, kann aber auch bei Bedarf sicher von außen zugreifen (DDNS, SSL)
 
Quarzer schrieb:
Es sollte klar über eine reine Ordnerstruktur hinausgehen und Alben und Teilen ermöglichen
Immich ist da aktuell eigentlich quasi Alternativlos imho.

Hardware wäre ich auch eher Pro QNAP als Synology. Mein QNAP wurde jetzt auch durch ein TrueNAS ersetzt, jedem empfehlen würde ich das definitiv nicht. Allein das Thema Berechtigungen ist 10x komplexer. Klingt für mich auch nicht unbedingt nach dem, was du haben möchtest.
 
Quarzer schrieb:
Welche Media-Darstellungs-Lösung empfiehlst du dann? Es sollte klar über eine reine Ordnerstruktur hinausgehen und Alben und Teilen ermöglichen.
oh, da bin ich seit Amazon Prime und Apple-TV seit Jahren (eigentlich Jahrzehnten) raus und bunker keine Filme mehr auf den NAS (da lagen ausschließlich Dinge, die ich auch physikalisch hatte).
früher habe ich für sowas immer XMP/Kodi genommen.

Quarzer schrieb:
Die Kosten spielen nicht die größte Rolle.
für Musik halte ich Roon für das Maß der Dinge, hatte ich zwei oder drei Jahre im Abo. Habe eine Weile überlegt, ob ich das lebenslang kaufe, aber dafür nutze ich es dann doch zu selten und das Tidal Abo kommt ja noch oben drauf...
Ergänzung ()

Skudrinka schrieb:
Bin gerade dabei, auf der Kiste, auf der Proxmox läuft, eine weitere NAS (OMV) als VM zu installieren, für einen Datenspeicher der permanent im Netzwerk hängt und den ich über VPN von unterwegs erreichen kann.

Tolles Spielzeug :)
genau so hatte es bei mir auch angefangen.
ich habe mir auf dem "normalen Proxmox Server" einige VM mit den üblichen NAS Distributionen wie OMV, TrueNAS & Co. zum spielen/testen/ausprobieren installiert und mich am Ende für TrueNAS entschieden, weil es mir(!) am besten gefallen und meine(!) Bedürfnisse am besten abgedeckt hat, das kann bei anderen Anforderungen oder Geschmack schon wieder völlig anders aussehen.

am Ende habe ich mir einen kleinen (weiteren) Mini-PC (120€ komplett) mit externer USB HDD besorgt und der dient jetzt als ("separates") Backup Ziel für den Procmox Server, auf dem es erst evaluiert wurde. Ich halte eben nicht viel davon, den einzigen Backup Client auf dem Host laufen zu lassen, der gesichert werden soll ;)

Am Ende ist das (wieder für meine Bedürfnisse) deutlich günstiger, flexibler und skalierbarer als jede NAS
 
Zuletzt bearbeitet:
So, nach weiterer Recherche wäre mein Plan:

Synology DS423+
2 x Samsung PM883 4TB
Eaton USV Ellipse ECO 650 USB DIN
20TB externe HDD für Backup

Was meint ihr?
 
Skudrinka schrieb:
Du willst 800€ für 4TB ausgeben wollen?
Wozu?
Gebraucht gibt's da Möglichkeiten. Ich hab so raus gehört, dass eine gebrauchte Enterprise SSD wohl immer noch besser wäre als ne Consumer SSD.


Skudrinka schrieb:
Sehe den Anwendungsfall für eine USV hier nicht.
Leider kackt bei uns öfter mal die Sicherung ab (1 bis 2x im Monat) und wenn ich nen SHR RAID erstelle, würde sich eine USV anbieten, oder?
 
Quarzer schrieb:
Gebraucht gibt's da Möglichkeiten.
Die mehrere Zehntausende Stunden in irgendwelchen Rechencenter gelaufen sind?!
Nimm gute, normale SSDs - du wirst in Heimanwendungen die an den Grenzen der SSDs stoßen.
Gegen Defekte/Datenverlust gibt es die Backups. (Eines ist mMn. zu wenig.)
 
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Mach dir allerdings jetzt schon bewusst, dass du auch mit Synology einiges an Zeit investieren musst, bis das alles ideal läuft. Drive über Quickconnect ist noch schnell eingerichtet, aber wenn es darum geht, Google Fotos zu ersetzen, ist die integrierte Lösung nicht so das non plus ultra. Da heißt es dann Immich über Docker zu installieren und dir ein paar Sachen zu überlegen: willst du den Upload direkt über Immich machen oder über das Drive Backup via externer Bibliothek in Immich einbinden? Wie gestaltest du den Zugriff auf Immich, reicht dir Verfügbarkeit im heimischen WLAN? Ansonsten: VPN-Lösungen recherchieren und einrichten.

Und dann am besten gleich RAM dazu bestellen, in meiner 224+ steckt dieser:
https://geizhals.de/samsung-so-dimm-ddr4-dual-rank-x8-v56138.html

Backup auf externe Platte ist auch gut, aber das muss man auch einrichten. Damit man für ein Backup einfach nur anstecken muss (und danach automatisch ausgeworfen wird), braucht es wieder ein 3rd Party Programm (nutze "Autopilot"), muss man sich auch wieder mit beschäftigen und alles einrichten.
 
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@Skudrinka welche würdest du da empfehlen? Ne 870er oder ne BX/MX500?

@Enurian Ich hatte mir Synology Fotos mal angeschaut und fand es ganz gut, was ich so gesehen habe. Was für Probleme gibt's denn da die Immich löst? Dringend benötigt ist ne variabel festlegbare Ordnerstruktur. Zugriff soll auf jeden Fall auch mobil gewährleistet sein. Daher dachte ich an Synology. Es soll eigentlich so fluppen wie Google Fotos + der Möglichkeit der Ordner, die Google leider nicht bietet.

Backups würde ich über HyperBackup machen. Ich dachte, das ginge automatisch.

Ist leider schwierig alles ohne was da zu haben zu erkunden und dann das richtige zu wählen.

RAM hatte ich vergessen und soll auf jeden Fall geupgraded werden.
 
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