Bericht DiskStation Manager 6.0: Das kann Synologys neues NAS-Betriebssystem

Wenn die Filme auf dem NAS aber 1:1 BluRay Kopien sind, dann ist das pro Film 20-50 GB. Davon kopierst du dir nicht viele einfach so aufs Handy!
Und selbst wenn es nur 10Mbit/s Dateien sind, fürs Handy möchte man sie vielleicht doch ein bisschen weiter reduzieren, weil man auf dem Mini Display den Unterschied zwischen 10Mbit/s 1080p und 5 Mbit/s 1080p wahrscheinlich sowieso nicht sehen kann.
Spielt doch keine Rolle ob ichs sehen kann oder nicht (davon abgesehen hat mein Handy mehr als 1080p und kann 4k am TV) und
wer zum Geier legt unkomprimierte BluRays ab? 0_o Und auch dann würden noch locker 3 Filme @ 40 GB drauf passen, wüsste auch nicht wieso ich nun hunderte Filme auf dem Handy haben sollte.
Dann also unnötig Strom und Zeit verbraten?

Aber beruflich wenn wir die bei Kunden oder bei uns in der Firma einsetzen wird das volle Programm genutzt. Mailserver wenn kein Exchange angeschafft werden soll, VPN-Server, wenn man keinen ordentlichen Router oder ne Appliance für hat, AD-Integration, iSCSI-Targets. Gerade bei kleinen Firmen kann man damit schon so gut wie alles abdecken. Läuft alles überwiegend zuverlässig.
Würde man dafür nicht nen Linux-Server hinstellen oder ähnliches? Netzlaufwerke und VPN/etc auf dem selben Gerät laufen lassen find ich seltsam, wenn dann die Kiste ausfällt geht gar nix mehr, weder Mails, noch Internet noch Laufwerkszugriff. Dachte daher trennt man normal diese Sachen wegen Ausfallsicherheit etc. Nervt schon wenn bei uns in der Firmen die Netzlaufwerke ausfallen (und wir haben bei über 500 Beschäftigten keine kleinen NAS), wenn dann auch noch der Rest ausfallen würde könnte man gar nichts mehr arbeiten.
 
fuyuhasugu schrieb:
Ein perfekter SPOF.

Jo ist unser einzelner Hyper-V Host mit SBS und MSSQL VMs auch. Aber je nach Firmengröße und Budget müssen das die Leute in Kauf nehmen. Außerdem habe ich ich die Features nur aufgelistet, heißt aber nicht, dass die Synology in allen Fällen alles macht. Meine Fresse.

alxtraxxx schrieb:
Würde man dafür nicht nen Linux-Server hinstellen oder ähnliches? Netzlaufwerke und VPN/etc auf dem selben Gerät laufen lassen find ich seltsam, wenn dann die Kiste ausfällt geht gar nix mehr, weder Mails, noch Internet noch Laufwerkszugriff.

Nochmal, ich hab nur aufgelistet, was die alles machen kann und nicht zwangsläufig tatsächlich auch macht. Und wenn ne Klitsche mit drei Clients hast, die nur ihre Netzwerkshares und nen kleinen Mailserver wollen, dann stelle ich da nix von MS hin, den SBS gibts ja so nicht mehr.

Mich wunderts eher, dass bei Firmen mit 500 Mitarbeitern Netzlaufwerke ausfallen.
Und warum solls Internet nicht mehr gehen, wenn ne NAS ausfällt, die auch als VPN-Server fungiert?
 
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Sehr interessant CB.

Schade, meine DS213J kriegt nur das SpreadSheet. Der Mailserver hätte mich mehr interessiert, aber unbedingt brauche tue ich ihn nicht, ist eh nur als Medienserver gedacht.
 
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Eine neue Funktion, die meiner Meinung nach sehr interessant ist und die hier im Artikel komplett vergessen wurde ist die Unterstützung für LetsEncrypt.
Man soll wohl sehr einfach, öffentlich vertraute Zertifikate ausstellen und erneuern können.
 
Wird sich nicht auch an den Backups etwas ändern?
Werden die zukünftig nicht anders gespeichert, so dass man auf einem Backup nicht mehr so einfach an die Daten kommt?

Das wäre für mich schon ein Grund nicht auf DSM 6.0 zu gehen. BTW sehe ich auch so keinen Grund, da alle neuen Feteaures bei mir nicht von den DS unterstützt werden. Vermutlich werde ich auf 5 bleiben. Läuft ja auch sehr gut.
 
Ich habe mir damals nach einem Datenverlußt spontan ein DS213j zum Archivieren von Dagten gekauft und muss aber zugeben, das Ding ist so kompliziert, dass ich es praktisch nur wie eine externe Festplatte nutze und gelegentlich einschalte.

Hätte gehofft das das neue Betriebsysystem das ganze etwas vereinfacht, so dass auch ein normaler User damit etwas anfangen kann, aber danach sieht's ja nun nicht aus, oder?

Anscheinend soll es ja irgendwie möglich sein damit von überall her auf meine Dateien über's Internet zugreifen zu können. Aber um sowas ein zu richten muss man Programmierer sein, oder? Ich hab' jedenfalls keinen Ahnung wie das gehen soll oder was ich da machen muss oder ob das überhaupt geht und wie sicher bzw. unsicher das ist.
 
Das ist weder kompliziert, noch muss man Programmierer sein.
Ohne sich mit den Grundlagen zu beschäftigen geht's dann aber natürlich nicht.
Ich würde dir raten mal auf Youtube die Videos von iDomix anzusehen, der erklärt das alles sehr gut und einfach. Dann klappt's auch mit dem Zugriff übers Internet
 
Schade das für den Versionssprung, für meine Diskstation, wenig bis gar nichts neues gibt.
 
Acrylium schrieb:
Ich hab' jedenfalls keinen Ahnung wie das gehen soll oder was ich da machen muss oder ob das überhaupt geht und wie sicher bzw. unsicher das ist.

Dann mach das, was im Jahre 2016 für jeden Menschen der westlichen Welt, der etwas nicht weiß, nicht kann oder wissen will möglich ist: Lies dir Websites dazu durch oder schau dir Youtube-Videos an, wo das beschrieben wird. Und nein, eigentlich ist das ganze bei DSM sogar relativ simpel, Grundkenntnisse in Netzwerktechnik und Absicherung des ganzen brauchts natürlich schon.
 
Damokles schrieb:
Eine neue Funktion, die meiner Meinung nach sehr interessant ist und die hier im Artikel komplett vergessen wurde ist die Unterstützung für LetsEncrypt.
Man soll wohl sehr einfach, öffentlich vertraute Zertifikate ausstellen und erneuern können.

Das Thema interessiert mich auch.
Nachdem ich meine DS214 vor einigen Jahren angeschafft hatte, hatte ich mir einen dyndns account bei selfhost eingerichtet, damit ich meine DS über das Internet erreichbar bekomme. Das klappte auch sehr gut; bis eben auf die SSL Zertifikatswarnungen. Abhilfe schaffte hier das damalige Video von iDomix, in dem er zeigt, wie man über startcom ein eigenes Zertifikat erlangt für 1 Jahr.
Ich hatte und habe nicht die geringste Ahnung, was genau da in welchen Schritten geschieht, public key, private key, Zwischenzertifikate, verschiedene Dateien speichern, jede Menge copy & paste....aber es klappte....;) Zwei Jahre lang.
Mein Zertifikat war nun wieder abgelaufen vor 2 Monaten, aber da startcom sein Portal komplett neu aufgebaut hat, war es mir nicht mehr möglich, die Schritte zu vollziehen, und das damalige Video traf leider nicht mehr zu.
Also anderen Anbieter versucht. Bei Trust SSL ist es mir gelungen, dank sehr einfachem Bestell-Dialog und User-Führung, ein kostenloses Zertifikat zu bekommen. Das läuft aber immer nur einen Monat und ist keine Dauerlösung.

Mit DSM6 werde ich auch gern Let'sencrypt versuchen. Wie iDomix es im Video dazu zeigt, ist es ja einfacher denn je, da alle nötigen Schritte bereits unsichtbar im Hintergrund in DSM integriert sind und dieser neue Anbieter wohl von Synology gepusht wird mittels dieser Integration ins DSM selbst.
Allerdings sagt iDomix, man müsse die Ports für DSM von 5000/5001 auf 3000/3001 ändern. Das kann ich mir aber nicht vorstellen, dass dies zwingend ist. Und man müsste Portfreigabebn 80 an 80 und 443 an 443 eingerichtet haben. Sollte dies zwingend sein, werde ich daran scheitern, denn ich habe bereits eine Weiterleitung 443 an 7001 in meiner Fritzbox. Dies ist nötig, damit ich aus dem Firmennetz tagsüber rauskomme und meine Filestation über https aufrufen kann.

ash
 
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Hm, meine DS213+ bekommt zwar noch das upgrade aber das featuer MailPlus was mich echt interessieren würde ist nicht dabei :-(
Aber eine neue kaufen lohnt irgend wie auch nicht, die rennt noch so super!
 
Mich wunderts eher, dass bei Firmen mit 500 Mitarbeitern Netzlaufwerke ausfallen.
Und warum solls Internet nicht mehr gehen, wenn ne NAS ausfällt, die auch als VPN-Server fungiert?
Weil z.B. auch Cisco Switches ausfallen können, verrückt was? ;) Und weil nicht alle Mitarbeiten an einem Standort untergebracht sind,
(daher z.B. auch kein Zugriff mehr wenn VPN ausfällt), da gibts unterwegs noch genug Störquellen die nicht immer im eigenen
Haus sitzen müssen.
Ich habe übrigens in noch keinem Unternehmen dieser Größenordnung gearbeitet bei denen die Netzlaufwerke 365 Tage im Jahr
immer komplett reibungslos funktioniert hätten (auch bei Zugriffsgeschwindigkeiten). Da hängen ja auch mehrere Fileserver mit drin, die wiederum hängen in Domänen, die wiederum per Active Directory die Zugriffsrechte bekommen etc.
Ich wollte nur darauf hinaus, dass es immer eine schlechte Idee ist eine Eierlegende Wollmilchsau zu verwenden, wenn es um Ausfallsicherheit geht, was in einem Unternehmen eigentlich das wichtigste nach Datensicherheit sein sollte.
 
coolsman schrieb:
Wird sich nicht auch an den Backups etwas ändern?
Werden die zukünftig nicht anders gespeichert, so dass man auf einem Backup nicht mehr so einfach an die Daten kommt?

Wäre ärgerlich, aber ich bin ziemlich sicher, dass sie einem irgendeine Möglichkeit geben werden, auch ohne funktionierendes NAS noch an die Backup-Daten zu kommen. Ist ja schließlich der Sinn des Ganzen.

Andererseits hätte es schon eine Reiz, wenn das Backup dadurch platzsparender wird. Im Augenblick nutze ich eine externe 6TB-Festplatte als Backupmedium für mein NAS, das bis zu 12TB Daten fassen kann. Da wird irgendwann unweigerlich der Punkt kommen, wo sie nicht mehr reicht, und es wäre gut, wenn der so weit wie möglich hinausgezögert würde. (Optimalerweise bis es einzelne Festplatten mit mindestens 12TB erschwinglich zu kaufen gibt.)

Das verbesserte Backup wäre wohl auch das einzige neue Feature von DSM 6, das mich betrifft.

Das wäre für mich schon ein Grund nicht auf DSM 6.0 zu gehen. BTW sehe ich auch so keinen Grund, da alle neuen Feteaures bei mir nicht von den DS unterstützt werden. Vermutlich werde ich auf 5 bleiben. Läuft ja auch sehr gut.

Ich werde alle Updates mitmachen, solange nicht etwas entscheidendes dagegen spricht. Allein schon, weil es für die neueren Versionen wahrscheinlich länger Sicherhietsupdates geben wird. Ich habe vor, meine DS414 noch viele Jahre zu benutzen. :)
 
Acrylium schrieb:
Hätte gehofft das das neue Betriebsysystem das ganze etwas vereinfacht, so dass auch ein normaler User damit etwas anfangen kann, aber danach sieht's ja nun nicht aus, oder?

Naja, kommt drauf an, was man machen will, es gibt aber sehr gute Anleitungen dafür, das einzige was ich nicht hingekriegt hab, war Fernzugriff und FTP Server, da muss einfach zu viel eingestellt werden, jeder Laie kann das nicht´, wenn man sich in Sachen Netzwerk nicht auskennt, kann man das vergessen.
 
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alxtraxxx schrieb:
Weil z.B. auch Cisco Switches ausfallen können, verrückt was? ;) Und weil nicht alle Mitarbeiten an einem Standort untergebracht sind,

Ich wollte nur darauf hinaus, dass es immer eine schlechte Idee ist eine Eierlegende Wollmilchsau zu verwenden, wenn es um Ausfallsicherheit geht, was in einem Unternehmen eigentlich das wichtigste nach Datensicherheit sein sollte.

Wie jetzt, keine Redundanz bei den Core Swicthes und ASAs bei 500 Leuten, aber für ein Ingenieurbüro mit drei Arbeitsplätzen nun die NAS als single point of failure ankreiden? :D

Ich würde mal sagen, für mehr als tägliche Backups und Tausch des Gehäuses oder defekter HDD innerhalb eines Arbeitstages (mehr brauchts bei Synology nicht, die Konfig liegt auf den Platten, Firmware muss halt identische sein) werden so Kleinstunternehmen wohl kaum Geld ausgeben, meinst Du nicht?
Wir haben die Gehäuse als Cold Spare da, das Elend hält sich im Falle eines Ausfalls sehr in Grenzen. Ich rede hier nicht von den großen Rackmount NAS und Mittelstandskunden sondern eben Arztpraxen, Ingenieurbüros und Co.
 
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Alles nicht schlecht, aber wie schon gesagt fehlt mir eine echte Virtualisierung weiterhin.

Und ein massives Problem wurde nicht erwähnt, nämlich dass man KEINE neuen Backup-Jobs erstellen kann, die direkt ins Dateisystem speichern. Will heissen, alle neuen Backup-Jobs sind Backups in eine Datenbank. Wenn die korrupt ist, ist somit auch das ganze Backup weg.

Es gibt keine Option mehr, wie früher Dateien direkt von jedem PC auslesbar ins Filesystem zu sichern. Das ist eine Frechheit, man wird hier zwangsweise an ein von Synology erstelltes Datenbank-Format gebunden.

@Acrylium: Was genau ist denn am DSM kompliziert? Das Teil ist sowas von einfach zu bedienen, das kriegt man ohne jegliche Vorkenntnisse hin?
 
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hat man mir nicht mal gesagt, ein NAS wäre KEIN backup; ebenso wie ein RAID?! Insofern wäre alles rund um backup doch ehe nur ein "Kollateral-Feature" eines NAS, weil es natürlich möglich ist, aber es ist nicht dessen Kern-Kompetenz und Hauptanwendungszweck, oder?
 
@Ash-Zayr: Wenn alle deine Daten ausschliesslich auf dem NAS liegen, dann ist das natürlich kein Backup. Wenn du aber alle Daten auf dem PC liegen hast, und dann auf das NAS sicherst, dannn ist das NAS dein Backup.

Die Backup-Funktionalität ist extrem wichtig, denn nur damit kann ich automatisch die Daten vom NAS (so dass meine Haupt-Datenquelle ist) woanders hin sichern, also ein Backup erstellen.

Und nein, ein RAID ist natürlich kein Backup, sondern erhöht nur die Datenverfügbarkeit, falls mal unweigerlich eine HDD ausfällt, dann kannst du nämlich, je nach RAID-Konfig, immer noch auf deine Daten zugreifen.

Lies dich mal hier ein:
https://www.langmeier-software.com/seiten/langmeier-backup-faq/was-ist-ein-backup
 
Ash-Zayr schrieb:
hat man mir nicht mal gesagt, ein NAS wäre KEIN backup; ebenso wie ein RAID?!

Naja, mein kann ein NAS schon auch direkt als Backup nehmen, dann müssen die zu sichernden Daten aber von woanders kommen und nicht auch auf der NAS liegen. Wenn doch, dann wird meist ein USB-Laufwerk als Backup an der NAS genutzt, ich habe an meiner DS415+ das Backup zB in Form einer eSATA HDD, die das früher direkt am PC gemacht hat.
 
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