Wer was auf sich hält, rechnet eh im cgs-System statt mit SIAraska schrieb:Wobei ich die Basiseinheit Kilogramm (also eine Einheit mit Multiplikationspräfix) immer noch für unschön erachte...
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Wer was auf sich hält, rechnet eh im cgs-System statt mit SIAraska schrieb:Wobei ich die Basiseinheit Kilogramm (also eine Einheit mit Multiplikationspräfix) immer noch für unschön erachte...
Ich auch und der geht auf die Sekunde genau, Tag für Tag als Funkuhr.Taigabaer schrieb:Ich hab nen Ruhlawecker, der muss auch mit Laser funktionieren.
Ruhla hat schon keine schlechten Uhren gebaut.Taigabaer schrieb:Bestimmt haben sie die High-Tech aus der DDR genutzt! Obwohl es kein Funkwecker ist scheint es ein Zufallsglückstreffer gewesen zu sein, der geht nicht eine Sekunde im Jahr falsch.
Das ist das größte Problem.Boimler schrieb:Das Laserlicht hat auch in 30 Millionen Jahren noch die gleiche Frequenz wie heute und läuft "exakt".
Im DLR-Paper wird die Taktfrequenz mit 10MHz angegeben. Das finde ich auch relativ wenig. Wie du schon sagtest, wird im Text leider nicht genau auf die Funktionsweise des Frequenzkamms eingegangen. Wahrscheinlich wurde dort aber die Genauigkeit ggü. der Cäsium-Uhr verbessert, sodass man keine erhöhte Taktfrequenz braucht.wuselsurfer schrieb:Und die Frequenz bestimmt maßgeblich die Ungenauigkeit der Uhr.
Die Laser-Lichtfrequenz liegt um den Faktor 65.000 über der vom Cäsium-Maser.garfield121 schrieb:So ganz verstehe ich es noch nicht, wo der Fortschritt gegenüber Caesium-basierten Atomuhren sein soll.
Jeder kann das handhaben, wie er will. Die Amis laufen immer noch mit ihrem US-Imperial-System rum, die Briten sind einmal auf metrisch und dann so halb zurück auf ihr eigenes imperiale System gewechselt. Die Chinesen, Araber und einige andere Völker habe ihre eigenen Kalender. Usw.Joker* schrieb:Wir sind seit seeehr langer Zeit dran gewöhnt, genau wie an unseren Kalender. Außerdem müsste sich ja dafür lediglich die gesamte Menschheit einigen. Das klappt ja nichtmal "nur" in Europa mit der Zeitumstellung im Winter/ Sommer.
Was macht man denn sonst damit?BDR529 schrieb:Das denke ich mir auch immer, wenn ich Videos auf YouTube anschaue, wo Menschen eine Packung Spaghetti durchbrechen.
Das dachte ich mir letzte Nacht, als YouTube mich mit "Vaughan Williams Fantasia on a theme of Thomas Tallis" beschenkte. "Menschheit" ist vermutlich der größte fake Begriff, leider.Jole schrieb:finde es immer wieder faszinierend so etwas zu lesen zu was die Menschheit eigentlich im Stande ist...
Trump! ;-Ppfreampfl schrieb:😂 wer hat das nachgemessen?
Und ich verspreche dir, dass diese Erkenntnisse und Wissensschätze dafür genutzt werden, dir noch effizienter noch personalisiertere Werbung in den Hals zu drücken.Jole schrieb:finde es immer wieder faszinierend so etwas zu lesen zu was die Menschheit eigentlich im Stande ist...
garfield121 schrieb:So ganz verstehe ich es noch nicht, wo der Fortschritt gegenüber Caesium-basierten Atomuhren sein soll.
FR3DI schrieb:
Sie sind kompakter und werden für Weltraumanwendungen entwickelt. Natürlich gibt es schon deutlich präzisere Uhren, aber für Weltraumanwendungen spielen Gewicht, Volumen und Leistungsaufnahme eine große Rolle. Die hochpräzisen Atomuhren füllen ganze Laborräume und kühlen die Atome teilweise auf nahe 0K. Bis wir so weit sind, diese Uhren so zu verkleinern, dass wir sie auf einen Satelliten packen können, nutzen wir die Iod Uhren, die heute schon eine Verbesserung zu den aktuell verwendeten Rubidium Uhren darstellen und vom Reifegrad schon kurz vor der Anwendung im All stehen. .mae schrieb:Zur Nachricht: Inwieweit unterscheidet sich die Laseruhr von einer klassischen Atomuhr? Ok, die klassische Atomuhr verwendet Caesium statt Jod als Unruh, aber sonst? Ah, ich lese gerade, dass die klassische Atomuhr die Caesiumatome nahe 0K verwendet, was bei einem Satteliten vielleicht doch unpraktisch ist. Dafuer ist sie noch genauer: 1s Abweichung in 300 Ma fuer NIST-F2. Was den Namen betrifft, war 1949, als die erste Atomuhr gebaut wurde (die allerdings mit Molekuelen arbeitete), "Atom" hochmodern, heute assoziiert man damit eher Angst und Schrecken, da kommt "Laseruhr" gleich freundlicher daher.
xxlhellknight schrieb:Der Mensch kann nichtmal was Herstellen was 3 Jahre hält, wie will der mensch etwas bauen was 30 Millionen Jahre hält.
TP555 schrieb:...weil keiner weiss was in 30Mio Jahren so abläuft, ...
mfg.
Natürlich wird dort nicht die Uhr angeschmissen und 30 Mio Jahre gewartet. Um die Genauigkeit einer Uhr zu bestimmen brauche ich immer eine Referenz die besser ist, als das was ich messen möchte. Dann überlagere ich das Taktsignal der beiden Uhren und messe die Beat-Frequenz (Siehe: Schwebung) mit einem Frequenzzähler. Wenn eine der beiden Uhren jetzt von ihrem Takt abweicht, geht diese Abweichung direkt in den Beat über. Sprich, die "schlechtere" Uhr weicht mehr von ihrem Takt ab als die "bessere". Wenn ich jetzt die Abweichungen über die Zeit bestimme und das ganze auf die Grundschwingung (Bei der Iod Uhr etwa 280 THz, da IR-Laser) beziehe habe ich die Ungenauigkeit der Uhr bestimmt. Wenn meine Frequenz bei 280 THz im Bereich von 1Hz variiert, kommt man auf eine Abweichung im Bereich von 10^-15. Da das schwer zu greifen ist, kann man veranschaulicht sagen, ich habe eine Sekunde Abweichung in 10^15 Sekunden. Und so kommen die 30 Mio Jahre zu stande.Taderaz schrieb:So und nun stellen wir uns kurz vor wer in 30 Millionen Jahren auf der ISS diese Uhr ablesen soll... sofern es da noch jemanden gibt, sofern von der ISS noch etwas übrig ist und sofern die Uhr noch läuft...![]()
cruscz schrieb:Schade, jetzt hätte mich noch interessiert, wie viel Energie so ein Ding braucht. „Laser“ klingt nicht sehr energieeffizient…
Die Iod Uhr in der COMPASSO Mission nutzt einen 500 mW Laser, durch die lange Kette an Optiken und Splittern kommt in der Gaszelle in den beiden Strahlen etwa 13 mW an.Krik schrieb:LASER sind sogar sehr energieeffizient. Ca. 70% der aufgebrachten Energie wird in LASER-Licht umgewandelt. LEDs kommen dagegen gerade mal auf 10-20%.
Der LASER muss auch nur gerade stark genug sein, dass der Sensor, der da irgendwo dran hängt, noch seine Funktion erfüllen kann. Da werden Milliwatt-LASER ausreichend sein. Vielleicht gehts auch eine Nummer schwächer.
Die 10 MHz sind das Nutz-Signal, das aus dem Frequenzkamm kommt. vereinfacht gesagt, ist der Frequenzkamm ein "Getriebe" dass die Lichtfrequenz bei 280 THz auf ein elektronisch auswertbares 10 MHz Signal bringt.Boimler schrieb:Im DLR-Paper wird die Taktfrequenz mit 10MHz angegeben. Das finde ich auch relativ wenig. Wie du schon sagtest, wird im Text leider nicht genau auf die Funktionsweise des Frequenzkamms eingegangen. Wahrscheinlich wurde dort aber die Genauigkeit ggü. der Cäsium-Uhr verbessert, sodass man keine erhöhte Taktfrequenz braucht.
@garfield121 Steht doch im Text: Es geht um eine kleinere Bauweise.
Das ist eine Uhr für Maritime Anwendungen. Die basiert auf dem selben Prinzip ja, aber das Thema Jod Uhr im DLR gibt es schon deutlich länger.Snooty schrieb:
Es gibt keine Wärmeleitung, wohl aber Wärmestrahlung. Satelliten oder andere Raumfahrzeuge haben deshalb zusätzlich zur Isolierung sehr effektive Radiatoren an Bord, die Wärme in den Weltraum abstrahlen. Der Wärmeeintrag durch Sonnenlicht ist enorm, wenn man das Objekt nicht entsprechend ausrichtet. Deshalb geht es vor allem darum, dass der Satellit nicht immer die gleiche Seite der Sonne zuwendet, s. das Schicksal von Mars Global Surveyor. 20°C sind übrigens eine relativ gut einzuhaltende Gleichgewichtstemperatur im erdnahen Weltraum.DevPandi schrieb:Da der Weltraum ein Vakuum ist und damit keine "Übertragung" der Wärme oder Kälte durch andere Einflüsse statt findet, muss man die System nur entsprechend isolieren.
Ach ja? Ich dachte die hätten da große Probleme durch die große Abweichung zwischen Sonnenzeit und Uhrzeit (normalerweise sollte 12:00 = Sonnenzenit sein). Hat nicht auch Russland mal die Zeit um eine Stunde umgestellt und dann gab es viele zusätzliche Fälle von Depressionen?mae schrieb:ME(S)Z funktioniert fuer Spanien. Wenn die jetzt um 1h verschieben wuerden, dann muessten sie alle ihre Oeffnungszeiten, Nachrichtensendungen usw. um 1h in die andere Richtung verschieben, um bezueglich Sonnenzeit nichts zu aendern.
Ich finde seine Worte eigentlich passender. Uhren gehen langsamer hört sich dort sehr laienhaft an. Nicht nur die Uhren gehen langsamer, die gesamte Zeit vergeht langsamer, aus Sicht eines externen Betrachters, der nicht den gleichen Umständen ausgesetzt ist und umgekehrt.Boimler schrieb:Das ist ganz schlimm falsch. "Unter Einfluss von Massen gehen Uhren langsamer" ist die korrekte Aussage.
Wie viele Sekunden, Minuten und Stunden der Tag hat ändert nichts daran wie lang der Tag ist. Ein Tag ist und bleibt eine Erdumdrehung, und auch ein Jahr bleibt damit gleich lang.KitKat::new() schrieb:Mal abgesehen davon, dass 100 Tage pro Jahr dann nicht so ganz zum Alltag passen würden...
Sehe ich genauso. Immer lachen über das imperiale System, aber auch hier die veralteten Dinge beibehalten. Bei Autos redet jeder über PS, nicht kW. Beim Brennwert von Lebensmitteln kennt jeder nur kcal (dann noch falsch als Kalorien bezeichnet) und keiner nutzt kJ, obwohl es überall auf den Lebensmitteln draufsteht. Und wie verquer Minuten und Stunden definiert sind schießt den Vogel ab.Damien White schrieb:Wir machen uns (zu Recht) über das imperiale System lustig, aber bei der Zeit wollen wir unbedingt an alten Dingen festhalten weil ... hamwaschoimmasojemocht
Seh ich auch so, aber du schriebst, dass du die Tabelle loswerden wolltest und:Damien White schrieb:Das macht keinen Sinn.
Daher habe ich angemommen, dass du konsequent alles meintest.Damien White schrieb:Und hin zu 100 Sekunden = 1 Minute, 100 Minuten = 1 Stunde und so weiter.
Damien White schrieb:Ein Erd - Tag ist definiert als die Zeit zwischen Sonnen Aufgang und Untergang.
Da haben wir schon zwei verschiedene Definitionen von Tag.Arcturus128 schrieb:Ein Tag ist und bleibt eine Erdumdrehung, und auch ein Jahr bleibt damit gleich lang.
Veraltet wäre es erst, wenn es außer Mode gekommen wäre, was ganz und gar nicht der Fall istArcturus128 schrieb:veralteten Dinge beibehalten.
War der Grund für die 60 Sekunden nicht, dass sie durch sehr viele Zahlen teilbar ist? Bin mir aber auch nicht mehr so sicher:Damien White schrieb:Naja, genau genommen steht uns, außer einem Haufen Aufwand, nichts im Weg um unser komplettes Zeitsystem auf etwas vernünftiges zu verändern.
Vor allen in Bezug auf die relevanten Einheiten.KitKat::new() schrieb:Seh ich auch so, aber du schriebst, dass du die Tabelle loswerden wolltest und:
Daher habe ich angemommen, dass du konsequent alles meintest.
Nein.KitKat::new() schrieb:Da haben wir schon zwei verschiedene Definitionen von Tag.
Und theoretisch kann man einem Jahr auch 100 Tage geben.
Passt halt nicht so gut in den Alltag der meisten Menschen rein.
Seit 1967 ist eine Sekunde das 9.192.631.770-fache der Periodendauer der Strahlung, die dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes von Atomen des Nuklids 133Cs entspricht.
doch, zuvor hast du auch noch eine andere Definition gebracht, und zwar eine, die sich je nach Jahreszeit und Ort ändert.Damien White schrieb:Nein.
Unsere Definition von Tag und Jahr sind fix. Ein Erd - Tag ist die Zeit welche die Erde für eine Umdrehung benötigt
Lies bitte den ganzen Wikipedia-Artikel, dann sollte auch klar werden, dass die Zahl nicht so willkürlich ist, wie sie erscheintDamien White schrieb:Aber 9.192.631.770 ist eine willkürlich gewählt Anzahl die nur dem am Nächsten kommt was wir 1967 als Sekunde definiert haben.