Ist das für euch Luxus? / Was ist für euch Luxus?

Ist das für euch Luxus?

  • Ja

    Stimmen: 7 15,6%
  • Nein

    Stimmen: 37 82,2%
  • Teilweise, eine Begründung habe ich geschrieben

    Stimmen: 1 2,2%

  • Umfrageteilnehmer
    45
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Lübke schrieb:
und darum interessieren mich statistiken zur vermögensverteilung nicht, statistiken über einkommensverteilung dafür um so mehr.

Bei der Betrachtung des Einkommens muss man allerdings darauf achten, dass auch wirklich alle Einkünfte erfasst werden.

Bei der Masse der Normalbürger ist das einfach. Die haben in der Regel nur ein nennswertes Einkommen, und zwar aus ihrer Arbeit.

Aber die wirklichen Reichen verdienen ihr Geld meist auf andere, vielfältigere Weise. Zinzeinkünfte, Aktienspekulationen usw.
Ich weiß nicht, ob es überhaupt Statistiken gibt, die das sauber erfassen. Vor allem auch, weil die Reichen dabei viel stärker schummeln können (und es auch tun), als normale Arbeitnehmer, und das Finanzamt schön an der Nase herum führen. Da gibt es sicher eine Menge Einkommensmillionäre, die offiziell kaum einen Cent in der Tasche haben.

Es gibt jedenfalls seit vielen Jahren die Tendenz, dass der Wohstand in Deutschland zwar steigt, der Anteil der Steuereinnahmen aus Einkommenssteuer dabei aber sinkt. Das bedeutet, es häuft sich irgendwo Geld an, das nicht mit Arbeit verdient wird. Und wie gesagt, das ist nur der Teil, der nicht am Finanzamt vorbei geschleust wird.

Aber das wird jetzt doch etwas off topic. ;)
 
das mit den einkünften spiegelt tatsächlich im wesentlichen nur das arbeitseinkommen der leute im unselbständigem arbeitsverhältnis wieder. eine perfekte statistik gibt es ohnehin nicht. aber die statistik zur vermögensverteilung ist imho nutzlos. ein großverdiener mit 1 mio schulden wiegt mehr auf seiten der "armut" als hundert geringverdiener, die ihr bankkonto überzogen haben. aber der großverdiener bedarf sicher nicht der hilfe unseres sozialsystems. mit der statistik kannst du jeder "quote" an armut wiederspiegeln die du willst. von 90% der bevölkerung besitzen 140 % des vermögens (unter der annahme das min 10% der bevölkerung verschuldet sind) bis 1 % besitzt 50 % des vermögens. (zahlen frei erfunden!)
 
Ich habe mit ja gestimmt.
Warum? Weil es schon Luxus ist, in der Frueh in einer eigenen Wohnung aufzuwachen, und direkt aus dem Wasserhahn Trinkwasser trinken kann. Von Autos, 60" TVs, Dachterasse usw... ganz zu schweigen.
Einfach mal nachdenken wieviel Menschen diese Moeglichkeit in ihrem Leben nie haben werden. In zig Staedten kann man das Wasser aus dem Wasserhahn nichtmal zum Zaehneputzen nutzen!

Imho leben wahrscheinlich 70% der Oesterreicher in solchem Luxus. Allerdings arbeitet man ja auch dafuer! Wer natuerlich keine Bildung genossen hat, und quasi Strassenkehrer ist, hat wohl Pech gehabt. Der kann sichs auch nicht leisten alle 5 Jahre nen neuen Fernsehr zu kaufen.

Ja natuerlich koennte ich sagen, ich definiere Luxus nach oesterreichischem Standard. Nur wer 3 Autos und eine 200m² Wohnung hat, hat Luxus. Allerdings finde ich solches Denken extrem arrogant und assozial. Ausserdem redet man sich und sein Umfeld nur kuenstlich schlecht.

quasi: "Hach nein, wir armen Schlucker muessen ganz auf Luxus verzichten ..... so jetzt nach den Tennisstunden fahr ich erstmal mit meinem Cabrio in die Sauna ....." :rolleyes::
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
@Hardwarekäufer

Ja das ist in meinen Augen auch Teils keine falsche Einstellung. Aber:

@Seppuku
Mhhh... okay, dann nehmen wir folgende Beispiele:

hardwarekäufer schrieb:
Ich brauche ein TV weil mein altes kaputt ist. Nur für den Konsum reicht eine gebrauchte röhre für 30 Euro. Ich gönne mir aber den Luxus für 1000 Euro einen Led zu kaufen.

Ich brauche ein Notebook fürs Studium und zum surfen. Da reicht ein gebrauchtes mit dualcore für 150 Euro. Ich gönne mir aber den Luxus das neueste thinkpad für 1500 Euro zu kaufen.

Wir sagen es kauft sich jemand einen TV im Discounter, 300€ - ist das Luxus?
Ein Notebook für 300 - 400€ ist Luxus?

Es geht mir auch darum das es doch ein Abgrenzung und zwar auch direkt Produkt/Materiell bezogen geben muss? Wenn man ein Auto deiner Meinung nach also nicht brauch ist es Luxus, auf der anderen Seite sind aber nur Premium Marken mit mehr PS und besserer Ausstattung Luxus?

Im Grunde genommen ist das nichts anderes als-wie eine Zweiklassengesellschaft.
Ihr macht keinen wirklichen Unterschied zwischen gar nicht vorhanden und vorhanden und dann ist letzteres = Luxus. Also Arm, Mittelmaß nicht vorhanden, Reich vorhanden.

Da stimme ich Hardwarekäufer eher zu als dir, weil er schafft noch die Abgrenzung: Was ich SO nicht brauch. Wir nehmen an eine E-Zahnbürste reinigt die Zähne besser und ist verträglicher für das Zahnfleisch. Dann ist diese Zahnbürste also Luxus, nur weil sie preissensitiver ist als eine normale und es ja normale gibt.

Ein Gebrauchtwaagen A3 (gute Ausstattung, mittlere Motorisierung) ist also Luxus, auch wenn ein neuer Kleinwaage Polo bei der Anschaffung deutlich mehr Kostet? Oder ist er Luxus, weil man sich auch einen gebrauchten Polo kaufen kann? Oder weil man nicht mal den Polo kaufen müsste, sondern einen vergleichbaren Skoda, Fiat, was weiß ich? Oder ist es Luxus, nur weil du der Meinung bist, man bräuchte gar kein Auto? Ist das Auto an sich Luxus, oder die Unterhaltungskosten (Versicherung, Steuern, Reparaturen), der Benzinverbrauch?

Wenn wir es aus rein materieller Sicht sehen, sind viele Dinge für mich kein Luxus, weil der Markt für jeden Geldbeutel passende Alternativen bereitstellt und somit auch für Menschen mit kleinen finanziellen Mitteln bestimmte Produkte erschwinglich sind. Das kann man dann steigenden Wohlstand nennen aber nicht Luxus.

Wohlstand:
Jemand hat mehr Geld als normal zur Verfügung bzw. es ihm in materieller Hinsicht an nichts mangelt muss.

Wo leben wir? In Deutschland. Alle besser Verdiener, meist Akademiker habe demnach ein Leben über Luxus-Niveau. Ich würde eher sagen, dass man sich hier einen gewissen Wohlstand erarbeitet hat. Und das Arbeitsgemüse sich einen bestimmten Mittelstand. Wenn ich im Mittelstand schon von Luxus spreche, gibt es für das Leben darüber keine Definition mehr.

Beispiel ein Chefarzt hat mangels Zeit kein Hobby und eine normale Musikanlage, ich als Arbeitsgemüse habe das Thema Audio als Hobby und eine hochwertige, dann habe ich kein Luxus-Leben. Ich habe eventuell EINEN Luxus-Gegenstand im Wohnraum (da gehe ich mit), für den ich zum Beispiel über ein Nebengewerbe das Geld dafür verdient habe.

Normal heißt aus dem unterem, bis mittlerem Preisgefüge.
Hochwertiger hießt dementsprechend aus dem Preisgefüge über dem Mittelmaß.

Normal heißt aus dem unterem, bis mittlerem Preisgefüge.
Hochwertiger hießt dementsprechend aus dem Preisgefüge über dem Mittelmaß.

Alles über dem Mittelmaß ist Luxus, weil der Mehrwert in den meisten Fällen nur der finanziell höhere Aufwand - nur an persönlich höhere Ansprüche gekoppelt ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zwenner schrieb:
Wir sagen es kauft sich jemand einen TV im Discounter, 300€ - ist das Luxus?
Ein Notebook für 300 - 400€ ist Luxus?
Warum sollte es keiner sein? Diese Anschaffungen gehen über den normalen Bedarf hinaus (noch größerer Fernseher, noch schnelleres Notebook,... als man zum Befriedigen der Grundbedurfnisse benötigt). Von daher wären diese Anschaffungen auch schon ein (kleiner) Luxus.
Das gleiche gilt für dein unten aufgeführtes Autobeispiel. Brauche ich einen A3 dringend bzw. kann der etwas wichtiges, was andere nicht können oder dient dieser eher der Befriedigung der eigenen "Träume", oder als Prestigeobjekt,...?
Ich habe inzwischen 4 verschieden größen Orten gelebt. Aufgewachsen in einem 500 Einwohner Dorf (--> keine Öffentlichen Verkehrsmittel vorhanden, deswegen ist ein Auto notwendig (Arbeit, Einkaufen,...) von daher ist ein Auto notwendig für ansatzweise Flexibilität)), gesteigert über 140.000 Einwohner Stadt über eine mit knapp 240.000 auf eine Stadt mit über 1 Mio Einwohner. Da ich direkt in den größeren Städten auch gearbeitet habe, war/wäre ein Auto ausschließlich für die Bequemlichkeit und Flexibilität vor allem in der Freizeit sinnvoll gewesen (--> definitiv Luxus).
Zwenner schrieb:
Es geht mir auch darum das es doch ein Abgrenzung und zwar auch direkt Produkt/Materiell bezogen geben muss?
Warum muss es das? Ein Informatiker der als Freiberufler Simulationsprogramme schreibt, die auf der GPU beschleunigt werden, benötigt eine entsprechend schnelle Grafikkarte, während für einen Computerspieler, der nur seine Einstellungen hochschrauben will, die gleiche Karte ein Luxusartikel ist.

Edit:
Wenn ich im Mittelstand schon von Luxus spreche, gibt es für das Leben darüber keine Definition mehr.
Warum denn nicht. Alles ist relativ. Warum braucht man hier eine harte Grenze?
Alles über dem Mittelmaß ist Luxus, weil der Mehrwert in den meisten Fällen nur der finanziell höhere Aufwand - nur an persönlich höhere Ansprüche gekoppelt ist.
Die entscheidende Frage ist: Was definiert man als Mittelmaß.
Siehe Autobeispiel: Es gibt neue "normale" Serienautos von 5000€ - 250.000€ (übertrieben teure Ausreißer habe ich jetzt einmal weggelassen.
Ist alles was unter 75.000 € also kein Luxus in deinen Augen? Ein gut ausgestatter Audi S3 wäre demnach kein Luxus-Artikel. Dem würde ich deutlich wiedersprechen.

Das kann man dann steigenden Wohlstand nennen aber nicht Luxus.
Wenn dir es nur um eine exakte Definition von Luxus geht, dann wird es schwer. Für mich ist Wohlstand und Luxus eigentlich synonym.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja siehst du.
Natürlich setzt man eine bestimmt Priorität wenn man rein privat eine sehr schnelle Grafikkarte kauft, man möchte eben seine persönlichen Bedürfnisse befriedigen. Demnach hat man ein Luxus-Produkt und in der Regel ist das der komplette PC, weil die schnelle Grafikkarte eben mit entsprechenden Komponenten kombiniert wird, welche ebenfalls über Mittelmaß liegen.

Ja, das ist definitiv ein privater, materieller Luxus-Artikel.

Eben, wenn ich für meine Nebengewerbe Abhörmonitore benötige, dann ist das kein Luxus sondern eine Notwendigkeit? Ich kann von Zuhause arbeiten. Wann werden diesen Abhörmonitore Luxus? Oder sind sie es schon, weil ich sie auch privat nutze?

EDIT - Auto:
Nicht das Preisgefüge und das Portfolio am gesamten Markt ist entscheidend, sondern das was daraus gekauft wird. Ein S3 ist ein Luxus-Fahrzeug, weil ich das nicht am Preis-Mittelmaß des kompletten Automarktes vergleiche, sondern an einem A3, am Klassenniveau. Nicht Autos gibt es von bis, sondern A3 (oder vergleichbar) gibt es von bis. Es werden mehr A3s verkauft, als-wie S3s. Mehr Golfs als GTIs oder RS-Versionen. Ein A6 ist schon allein ein Luxusfahrzeug, weil ich im A6 schon über Durchschnitt fahre. A3 ab 22k €, S3 ab 39€k Euro, A6 ab 37k €.

Kleinwaagen/Mittelklasse bei Mittelmaß kein Luxus / Alles über Mittelklasse Luxus
Mainstream-Notebook bei Mittelmaß kein Luxus / Gamer-Notebook = Luxus über Mittelmaß
Multimedia-PC von bis bei Mittelmaß kein Luxus / Professionelle Game-Workstation = Luxus
X“ LCD von bis bei Mittelmaß kein Luxus - X“ LCD über mittelmaß = Luxus

In Deutschland ist kein 60" TV Standard, kein Rechner mit High-End Komponenten, kein teures Notebook. Standard, der Durchschnitt liegt irgendwo zwischen preiswert und Mittelklasse. In Deutschland ist kein Oberklassefahrzeug oder Sportwaagen Standard sondern ein Kleinwaagen oder die Mittelklasse.

Meine Soundkarte liegt deutlich über Durchschnitt, ich nutze sie privat und beruflich, Luxus?
 
Zuletzt bearbeitet:
dennoch muss man unterscheiden zwischen brauchen und wollen. als ich mit pc angefangen habe, hatte ich ne isa-grafikkarte mit 1 mb vram und damit konnte ich arbeiten und auch zocken was es halt damals alles so gab. dazu gehörten auch damals schon rennspiele, flugsimulatoren und ego shooter wie z. b. doom 1/2. die spiele waren und sind toll. zwar nur max 800 x 600 auflösung, aber man kann viel spielspass damit haben. full-hd mit mega schatteneffekten und x-fachem super sample anti aliassing und anisotrope filterung sieht nett aus, aber BRAUCHEN tut das kein mensch. wollen ja, aber brauchen nicht. als es das noch nicht gab hats auch niemand vermisst. also reiner luxus, der aber durch die hohe verbreitung zum standard geworden ist (mal davon ab dass computerspiele an sich schon reiner luxus sind, da absolut nicht notwendig).

es bleibt also eine frage der perspektive.
 
@ Zwenner

Zwenner schrieb:
Nicht das Preisgefüge und das Portfolio am gesamten Markt ist entscheidend, sonder das was daraus gekauft wird.
Und genau diese Definition halte ich für gefährlich und kritikwürdig.
Anstelle auf sich zu schauen und für sich zu entscheiden, was das Beste für einen selbst ist, wird der Vergleich mit anderen herangezogen (was aber völlig belanglos für einen selbst ist). Außerdem lässt es in einer Gesellschaft, in der der Wohlstand/Luxus oder wie auch immer man das nennen will, weiter wächst, zunehmend Unzufriedenheit aufkommen. Denn der Standard, der früher absolut zum Leben gereicht hat oder sogar Luxus/Wohlstand bedeutet hat, ist jetzt alltäglich. Dies führt zu einer Neidgesellschaft, die man sehr häufig in Deutschland vorfindet und die ich ehrlich gesagt extrem wiederlich finde...

Mein Lebensziel ist es nicht irgendwelchen von außenauferlegten, immer höher weiter steigenden (finanziellen) Ebenen nachzukommen, sondern mein Ziel ist die Zufriedenheit.
Wenn ich etwas kaufe, dann schaue ich zuerst, was ich wirklich brauche. Anschließend schaue ich welche zusätzliche Qualität/Komfort/Funktionen/... (gemäß meiner finanziellen Mittel) ich mir gönnen will/kann. Der zweite Schritt ist aber für mich schon eine "Belohnung" und somit Luxus. Und dabei spielt es für mich keine Rolle, was mein Nachbar hat, da mein erstandenes Produkt ja dadurch nicht schlechter wird.
Diese Einstellung, die mir zugegebener Maßen auch nicht immer gelingt, habe ich durch den Kontakt mit Leuten erlangt, für die selbst Hartz4 extremes Luxusleben wäre...
 
@Seppuku

Der Kontext der von dir als überzogene Ansichtsweise deklariert wurde, hieß normale Einrichtung, normale Wohnung, normale Freizeitaktivitäten, normale finazielle Absicherung (keine Schulden machen müssen) Kein Wort von TV, Computer, Notebook, Handy.

Vergiss das nicht. UND das ist seit Jahrzehnten Standard.
Und was ich mit der Möglichkeit der finanzielle Absicherung anstelle, darf/kann kein Luxus sein.

Einfach heruntergebrochen: Junger Mensch, Arbeit, erste Wohnung:
Bevor ich mir irgendwas kaufe, muss abzüglich aller Fixkosten Geld übrig sein, zum Beispiel für einen Tisch, habe ich den Tisch, kann ich Stühle kaufen. Habe ich alles notwendige, bleibt entsprechen Geld übrig... für zum Beispiel einen Computer, Handy, TV, Internet, Freizeit.

Bleibt kein Geld übrig, habe ich nicht mal das notwendige, nur Wohnung und Essen.
Es ist vollkommen logisch das wenn mehr als Wohnung und Essen drin ist, irgendwann Geld für Annehmlichkeiten abfällt.

Und das kann nicht überzogen oder Luxus sein, wenn kein Geld übrig ist, hast du nichts außer Wohnung und Essen, dass sind Fixkosten. Kein Bett, keine Möbel, keine Sachen, kein nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Welchen Kontext habe ich als überzogene Ansichtsweise deklariert?


Edit:
Zwenner schrieb:
Es ist vollkommen logisch das wenn mehr als Wohnung und Essen drin ist, irgendwann Geld für Annehmlichkeiten abfällt.

Und das kann nicht überzogen oder Luxus sein, wenn kein Geld übrig ist, hast du nichts außer Wohnung und Essen, dass sind Fixkosten. Kein Bett, keine Möbel, keine Sachen, kein nichts.
So logisch ist das nicht. Es gibt genug Leute die von der Hand in den Mund leben (wobei die auch oft Geld verschwenden und in Dinge investieren, die sie sich eigentlich nicht leisten könnten).

Du stellst schon wieder Luxus als etwas negatives dar, was nur die (bösen?) reichen Leute betrifft. Wenn sich jemand, nachdem er alle Fixkosten bezahlt hat sich ab und zu etwas nettes gönnen kann, warum streubst du dich so sehr dies als Luxus zu bezeichnen? Es ist sein Luxus...
Dein Beispiel zeigt ja, dass auch mit normalen Gehalt Dinge sparen kannst und dir deinen Luxus gönnen
kannst.

Wenn ich mit meiner Freundin Sushi-Essen gehe und zusammen 60€ bezahle, dann ist das (unter anderem) mein persönlicher Luxus, den ich mir ab und zu gönne, weil es mir das auch wert ist. Ich sehe es zum Beispiel nicht ein, mehr als das doppelte auszugeben um beim Schuhbeck zu essen (wer das will, kann es natürlich gerne tun). Trotzdem empfinde ich auch mein Sushi-Essen als Luxus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seppuku schrieb:
Welchen Kontext habe ich als überzogene Ansichtsweise deklariert?
Seppuku schrieb:
Für mich bezeichnet Luxus alles, was über das Lebensnotwendige hinausgeht.
Ich denke Wohnung + Essen sind lebensnotwendig, wenn als Betrag X für mehr übrig bleibt, ist alles was ich damit anstellen kann Luxus und das sehe ich nicht so.

Eine teures Sofa ist für mich Luxus, für dich wäre schon ein Sofa an sich Luxus.
Da ein Sofa nicht lebensnotwendige ist, kein Haushaltsgegenstand ist das.
Ergänzung ()

hardwarekäufer schrieb:
Dass sich hier jemand ohne einen Finger krumm zu machen mit Geld vom Staat ein Smartphone leisten kann, für das am andern ende der Welt jemand mit seiner Gesundheit und die Umwelt dafür bezahlt, das ist auch schon Luxus.
Kann er das? Weiß ich nicht. Desweiteren ging es hier um:
Zwenner schrieb:
Sagen wir einfach, durchschnittliches Arbeitsgemüse.
Wir Europäer, gerade die Deutschen und die Franzosen bauen in Süd-Amerika Futter für unser Nutzvieh an. Dadurch zerstören wir da massiv Existenzen. Letztes Jahr hat Deutschland einen Rekordwert von 800 Millionen Tonne Fleisch produziert oder exportiert, das weiß ich nicht mehr genau. Die EU subventioniert diesen Spaß mit 60 Milliarden Euro im Jahr, somit erfolgt eine künstliche Verbilligung der Fleischwaren, das nennt sich Marktzerstörung durch Export, weil der Import sogar für Afrikaner billiger ist als-wie selber und eigenständig Landwirtschaft und Nutzviehhaltung zu betreiben. Eins von vielen Beispielen.

Anhang: In Deutschland stehen osteuropäischen Werksarbeiter für 4 - 5€ (häufig noch darunter) in der Fleischindustrie und bei uns am Band... und Lübke (Arbeiter auf dem Feld), ähnliches gilt auch für dein Beispiel.

Fleisch = Luxus? Obst/Gemüse = Luxus? Nahrung = Luxus?
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Zwenner

Das ist dein gutes Recht das nicht so zu sehen.
Da ich aber niemals gesagt habe, dass Luxus etwas negatives ist. Vielmehr wollte ich dir bewusst machen, dass es einem hier in Deutschland auch mit einem Durchschnittlichen einkommen gut geht und man sich seine Luxusgegenstände leisten kann (warum du das immer gleich einem Luxusleben, welches sich nach meiner Definition nur durch die Menge an Luxusgegenständen/-dienstleistungen auszeichnet, gleichsetzt, weiß ich nicht).
Zwenner schrieb:
wenn als Betrag X für mehr übrig bleibt, ist alles was ich damit anstellen kann Luxus und das sehe ich nicht so.
Was ist dann Geld, welches du in Dinge investieren kannst, die einfach nur Spass machen und dein Leben noch angenehmer werden lassen bzw. wie nennst du diese Dinge?
Zwenner schrieb:
Vor 6-7 Jahrzehnten, ja. Heute ist es schon absolut normal. Übrigens ein gutes Beispiel, wie etwas heute alltägliches noch vor 1-2 Generationen einheitlich von der normalen Bevölkerung als Luxus empfunden wurde. Die Gründe für den Preisverfall, ist ein anderes Thema und interessieren den Konsumenten erstmals nur am Rande.

Zu deiner Ergänzung:
Früher hatte man das Obst und Gemüse dann essen können, wenn es reif war. Es gab eben nicht das ganze Jahr Erdbeeren. Heute bekommst du zu jeder Jahreszeit deine Erdbeere. Warum sollte das nicht Luxus sein?
Nicht die Nahrung per se ist Luxus, sondern die Art der Nahrung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Luxus ist was negatives im Sinne einer Verschwendung, ein bestimmter gesunder Wohlstand nicht.
Nicht die Art der Nahrung ist Luxus sondern die Häufigkeit des Verzehrs.

Vor 6-7Jahren? Vor 15 Jahren gab es bei uns zuhause am Wochenende zum Beispiel ein Schnitzel und aufs Brot... Wurst. Im Kindergarten gab es nahezu immer eine Auswahl an Gerichten mit Fleisch zum Mittag, dass ist über 20 Jahre her. Auf meinem Pausenbrot war Wurst. Quasi tägliche Fleischzunahme. Mein Mama musst sich früher für Bananen und Fleisch anstellen. Zur gleichen Zeit musste man das in einer anderen Region nicht. Und das lag mit 100%iger Sicherheit nicht daran, dass es zu wenig Fleisch oder Bananen gab.

Fleisch (normaler Konsum) war vor 6 bis 7 Jahren definitiv kein Luxus.
Fleisch ist dann Luxus, wenn ich mir jeden Tag zB nen Steak in die Pfanne kloppe. Es ist Verschwendung von Ressourcen, nicht notwendig, nicht gesund und letztendliches auch teuer.
 
Zuletzt bearbeitet:
er schrieb jahrzehnte, nicht jahre...
 
@ Zwenner

6-7 Jahrzehnten oder 1-2 Generationen...
Wobei das schon eher konservativ geschätzt ist (aber aus diesem Zeitraum weiß ich es von meinem Opa aus erster Hand).

Also ist ein Gang zum Schuhbeck mit knapp 100€ pro Person kein Luxus für dich? Erst wenn du öfters hingehst? Das Wiederspricht sich aber deiner letzten Aussage:
Zwenner schrieb:
Nicht das Preisgefüge und das Portfolio am gesamten Markt ist entscheidend, sonder das was daraus gekauft wird.
Die wenigsten gehen zum Schuhbeck essen.
Genauso kaufen auch nur ein kleiner Teil überteuerte Erdbeeren im Winter.
Also sind jetzt Erdbeeren im Winter und Schuhbeck in deinen Augen Luxus oder nicht?

Und beim gesunden Wohlstand wird nichts verschwendet?
Wir drehen uns langsam im Kreis, da es zum großen Teil nur an der Bezeichnung für ein und dasselbe scheitert.
 
Verlesen, gut, dann kannst das in #94 ignorieren. Und auf 6-7 Jahrzehnte gebe ich dir Recht.
Im Mai 1945 war halt Kriegsende.

Seppuku schrieb:
Was ist dann Geld, welches du in Dinge investieren kannst, die einfach nur Spass machen und dein Leben noch angenehmer werden lassen bzw. wie nennst du diese Dinge?
Das ist es eben, diese Dinge machen nicht nur Spaß.

Sie fördern und sichern soziale Kontakte, sichern einem soziale Umgangsformen, halten gesund, dienen zur Allgemeinbildung.

Ich treffe mich mit Menschen, ob Kneipe oder Zuhause ist vollkommen egal, das macht Spaß und bringt einen Nutzen, eben ein soziales Miteinander. Ich mache Sport, dass macht definitiv Spaß, hält aber auch gesund. Ich gehe mit meinen Kind in den Zoo, ins Museum - Ich und mein Kind lernt etwas, wir bewegen uns, sind an der Luft und habe selbstverständlich einen reisen Spaß. Schwimmbad mit Kind = Sport = Bewegung = andere Menschen/Kinder = soziale Kontakte = erlernen und sichern (Kind) von sozial-richtigen Verhaltensformen, sicherer Umgang mit anderen Mensch, teilhaben an der Gesellschaft. Ich kaufe ein Kinderbuch um aus diesen vorzulesen = Mehrwert für beide, Kind schläft ein, Papa fördret u.a. dadurch u.a. die Phantasie. Vorlesen und Erzählen - ein Schatz für die Entwicklung der Kindes zwischen 0 und 6 Jahre.

Ich kaufe meinem Kind und oder mir ein Eis, Luxus - Nein.
Ich trinke mal ein Bier mit den Jungs, Luxus - Nein.

In einem normalen Leben ist sehr wenig Platz für Dinge die einfach nur Spaß machen.

Seppuku schrieb:
Also ist ein Gang zum Schuhbeck mit knapp 100€ pro Person kein Luxus für dich?
Du möchtest es nicht verstehen? Das ist definitiv Luxus, weil 100€ pro Person eben dafür der entscheidende Punkt ist! Und nicht die Inanspruchnahme der Dienstleistung! Man kann auch eine Bratwurst für 10€ kaufen oder eine für 1,50€? Ich kann zum preiswerten Griechen, Italiener oder Chinesen gehen und nicht zu Schuhbeck. Und weiterhin war es ein Beispiel was möglich sein kann und nicht was man machen muss. Es ist vollkommen egal was ich mit Überschuss an Betrag X machen, er muss vorhanden sein.

Und ja selbstverständlich ist es Luxus, wenn ich ein Dienstleistung mehrfach aber dafür preiswerter in Anspruch nehmen, die Rede war von normal und überschaubar. Normal, überschaubar ist nicht mehrfach im Monat essen zu gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seppuku schrieb:
Nicht die Nahrung per se ist Luxus, sondern die Art der Nahrung.
Zwenner schrieb:
Nicht die Art der Nahrung ist Luxus sondern die Häufigkeit des Verzehrs.
Seppuku schrieb:
Also ist ein Gang zum Schuhbeck mit knapp 100€ pro Person kein Luxus für dich? Erst wenn du öfters hingehst?
Zwenner schrieb:
Du möchtest es nicht verstehen? Das ist definitiv Luxus, weil 100€ pro Person eben dafür der entscheidende Punkt ist!
Nein, ich verstehe es wirklich nicht mehr (wollen würd ich ja gerne)...

Warum weichst du der Frage aus?
"Was ist dann Geld, welches du in Dinge investieren kannst, die einfach nur Spass machen und dein Leben noch angenehmer werden lassen bzw. wie nennst du diese Dinge?"
 
Man kann meines Erachtens den Begriff Luxus immer nur ganz individuell sehen und definieren.
Und das müssen Eltern auch ihren Kindern recht frühzeitig beibringen, denke ich.


Ansonsten läuft man nämlich immer wieder in die Falle rein, die hier auch im Thread auftaucht, dass viele dann doch ihre eigene Sichtweise auf Grund ihrer persönlichen, recht guten, Lebenssituation als vollkommen normal ansehen, während andere staunen, was sich gewisse Leute so leisten können und auch noch normal finden.

Gerade im Bereich der Jugendlichen hat man das gern.
Ich kenne das aus meiner Jugend.
Ich bin von meinen Eltern - sie haben das wirklich gut gemeint - damals in einen sozial deutlich besser stehenden Stadtteil zur Schule geschickt worden (um 'aus dem Millieu' heraus zu kommen) und habe Jahre gelitten und bin zum Teil geschnitten worden, weil ich dort eben finanziell nicht mithalten konnte.
Sowas gab es auch schon damals (70er Jahre)

Und durch dieses unbedingt mithalten wollen, obwohl man es eigentlich nicht kann, (jeder gaukelt einem halt vor, dass man dieses benötigt, jenes benötigt und das das alles doch normal sei) entstehen dann schnell auch überschuldete Haushalte.

Insofern stehe ich wirklich fest auf dem Standpunkt, dass jeder einzelne, auf Grund der ihm/ihr individuell zur Verfügung stehenden Mittel, definieren kann bzw. muss, was Grundbedürfnisse sind und was darüber hinaus diese 'Nice to haves' sind.
Und bei letzterem scheiden sich dann immer die Geister.

Für einige sind regelmäßige Restaurantbesuche das Normalste der Welt, für andere sind sie absoluter Luxus, den man sich einmal im Jahr leisten kann.
Andere haben das Gefühl, ohne Auto überhaupt nicht überleben zu können, während viele sich ein solches gar nicht leisten können.

Ganz schlimm wird diese allgemeine Definition von Normal und Luxus bei Jugendlichen, die dann ggf. noch nicht einmal ein eigenes Einkommen haben und gar nicht beurteilen können, wo die finanzierbaren Grenzen überhaupt liegen.
Wie oft höre ich als älterer Freund aus dem Bekanntenkreis die Klagen der gerade von zu Hause ausziehenden Teens und Twens, die dann plötzlich feststellen, was das Lebens eigentlich kostet (siehe hier auch immer die Threads, 'erste eigene Wohnung') und wie viel Geld man eigentlich verdienen müsste, um das gewohnte Leben überhaupt weiter führen zu können.

Also bitte den Begriff Luxus immer ganz individuell von der eigenen Situation abhängig machen und nach Möglichkeit dabei NICHT auf andere schauen.

Luxus ist für mich, wenn ich in meiner Wochenplanung Geld zur freien Verfügung habe, mit dem ich machen kann, was ich will und es sinnlos verpulvern kann (Essen gehen, Kino, Bier in der Kneipe, ein neues Game)
Wie ich mein Leben gestalte, damit ich diesen Luxus erreiche (ich habe z.B. kein Auto, fahre praktisch nie in den Urlaub etc.), ist ebenfalls von Mensch zu Mensch ganz individuell.
 
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