Arbeiten in der IT

Idon schrieb:
IGM BW? Vieles kann man, im Zweifel, einklagen. Oder einfach auch mal mit dem Betriebsrat reden. 36 Monate keine LZ ist einfach unzulässig.
LZ gibt es schon, aber die ersten 36 Monate gibt es keine zusätzlichen Leistungspunkte und somit keine Erhöhung der LZ. Ich habe sowieso erst meine initiale LZ bekommen, da war eine Erhöhung ausgeschlossen, mehr weiß ich dann nächste Jahr nach dem Jahresgespräch, wenn ich dann noch da bin.
Idon schrieb:
Zu Überstunden kannst du auch nicht gezwungen werden.
Nein, aber wir haben keine Kernarbeitszeiten und ich muss meine Arbeitszeiten nach den betrieblichen Erfordernissen richten. Ich habe viele wichtige und zwingende Termine Nachmittags bis Abends. Ich könnte deutlich weniger Stunden sammeln, wenn ich morgens flexibel zwischen 8-11 Uhr anfange, aber an dem Feierabend kann ich kaum was machen. Ich will aber nicht für jeden Tag entscheiden, wann ich morgens anfange um ja keine Überstunden zu machen, zudem habe ich von der Freizeit morgens vor der Arbeiten nichts, ich ersaufe in Arbeit und würde dann dumm rumsitzen bis zu der Uhrzeit wo ich dann bis Abends nur meine 7h habe.
Idon schrieb:
Auch AT sind Verträge mit 40 Stunden. Wie sehr man sich darüber hinaus ausbeuten lässt muss ja jeder für sich wissen.
Ja aber sie sind ohne Gleitzeitkonto und es gibt keine Gleittage mehr. In meiner Abteilung ist sicher kein Teamleiter dabei, der weniger als 45h die arbeitet und meiner ist locker bei 50h+.
Aber das ist nicht so relevant, wie schon beschrieben ist AT relativ unwahrscheinlich, weil ich den Mehraufwand bis dahin nicht leisten will und kann.
Mein größtes Problem ist am Ende eh die Anzahl der Projekte die ich gleichzeitig bearbeiten muss und daran wird sich auch nichts ändern, diese Verdichtung ist gewollt und wird auch noch zunehmen.
 
AdditionalLayer schrieb:
Ist natürlich auch ziemlich demotivierend, ein Haufen Überstunden, nicht selten noch um 19 Uhr in irgendwelchen Meetings und dann gibt es keine Chance die LZ zu verbessern..
Ist bei uns leider ähnlich. Selbst wenn du all deine Ziele erfüllst ist das noch lange kein Grund, dass die Zulage steigt.
Idon schrieb:
Auch AT sind Verträge mit 40 Stunden. Wie sehr man sich darüber hinaus ausbeuten lässt muss ja jeder für sich wissen.
Ich kenne bei uns sogar Leute, die normal stechen, 35h haben und übertariflich sind.
Das sind aber - wie so oft - zumeist Altverträge. So gibts auch Leute die auf Stellen sitzen, die eigentlich 2-3 Stufen niedriger eingegliedert sind.
 
@AdditionalLayer

Vorgesehen ist es so: Bis zum ersten Feedbackgespräch, spätestens aber nach 6 Monaten, keine Leistungszulage. Ab dann im ganz normalen LZ-Gefüge; es sind keine komischen Abstufungen auf 36 Monate o. Ä. vorgesehen.

Dann macht dein Teamleiter das halt so. Er muss aber nicht. Selbst Schuld.


Ich habe als AT auch Wochen mit 60 Stunden, aber auch mal Wochen mit weniger. Weil ich mir einfach mal Tage raus nehme! Das muss man eben können und auch einfach mal machen.


Generell lassen sich halt viele, auch bei den guten Tarifverträgen, verarschen und ausnutzen. Das klappt aber halt nur, weil die Leute es mit sich machen lassen und nicht dagegen vorgehen. Sei es via BR oder eben im Zweifel anwaltlich/gerichtlich.
 
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Idon schrieb:
Vorgesehen ist es so: Bis zum ersten Feedbackgespräch, spätestens aber nach 6 Monaten, keine Leistungszulage. Ab dann im ganz normalen LZ-Gefüge; es sind keine komischen Abstufungen auf 36 Monate o. Ä. vorgesehen.
Ich habe ja auch eine ganze normale LZ, es soll nur die ersten 36 Monate für Neueinstellungen keine Erhöhung geben. Ist wohl eine Sondervereinbarung, weiß nicht ob das für den Betrieb oder nur den Standort gilt. Bis jetzt betrifft es mich noch ja noch nicht. Allerdings kann ich auch wenig dagegen machen, wenn es nächstes Jahr keine Erhöhung gibt, weil Leistung nicht gepasst hat. Bei 14-15% ist dann eh Ende und es gibt keine Erhöhungen mehr. Ich habe also eh nur noch 2-3 Leistungspunkte, bis ich an die Barriere der durchschnittlichen LZ stoße. Im worst case sinkt noch die übertarifliche Zulage und ich habe trotz mehr LZ dann weniger Gehalt.
Idon schrieb:
Dann macht dein Teamleiter das halt so. Er muss aber nicht. Selbst Schuld.

Generell lassen sich halt viele, auch bei den guten Tarifverträgen, verarschen und ausnutzen. Das klappt aber halt nur, weil die Leute es mit sich machen lassen und nicht dagegen vorgehen. Sei es via BR oder eben im Zweifel anwaltlich/gerichtlich.
Das gilt für alle Anstellungen, das hat nichts mit dem Tarifvertrag oder IGM zu tun.
Ich nehme mich da nicht raus, wenn die ganze Abteilung mit 50-60 Leuten permanent bei 40h+ und alle nur 35h Verträge haben, entsteht ein gewisser Gruppenzwang, dem ich mich nicht entziehen kann.
Es gibt auch in IGM mit BR genug Möglichkeiten den Leuten das Leben schwer zu machen, seien es die Projekte die auch meine Karriere außerhalb der Firma beenden oder das aktuelle Druckmittel, dass Homeoffice.
Ich während der 100% Homeoffice Zeit eingestiegen, da war von 1-2 Tagen die Woche die Rede, natürlich nicht garantiert. In der Zwischenzeit ist noch der Standort umgezogen und hat meine Fahrzeit praktisch verdoppelt.
Ich muss inzwischen mit 1-1,5h pro Strecke rechnen und unter 2,5h am Tag ist kaum möglich. Ich bin also darauf angewiesen, meine Homeoffice Privilegien nicht zu verlieren. Also halte ich lieber meine Klappe und suche mir in Ruhe einen anderen Arbeitgeber.
 
Überstunden einklagen ist sowieso äußerst schwierig mit der Darlegungs- und Beweislast. Am besten ist es einfach so wenig Überstunden wie möglich zu machen, wenn du keine besonderen Ambitionen bei dem Arbeitgeber hast (Minimalprinzip).
 
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Man kann wohl festhalten, dass es alle möglichen Konstellationen gibt, irgendwelche Allgemeingültigkeiten sind wohl nicht abzuleiten. Ich selbst stempel auch als AT mit einer 39-Stunden-Woche.
Überstunden einklagen o.ä. halte ich für keine Lösung, das ist doch keine Basis für gute Zusammenarbeit. Wenn man das nicht auf kurzen Dienstweg für alle zufriedenstellend lösen kann, dann ist es wohl Zeit, sich nach einem anderen Job umzuschauen.
Am Ende des Tages kann Glück nicht schaden, aber man kann natürlich auch etwas nachhelfen. Wenn die Profile bei LinkedIn oder Xing vernünftig aussehen, dann melden sich die Headhunter meiner Erfahrung nach recht oft. Wir IT'Ler können uns über Angebote und auch Gehälter im Gegensatz zu vielen anderen Branchen doch nun echt nicht beschweren. Aber man muss natürlich auch offen für größere Veränderungen sein.
 
Ja, man kann sich nicht beschweren. 60-70k Angebote bekommt man eigentlich oft. Bei 70-80k wird es dann aber merklich dünner. Das bekommt man vielleicht einmal in Jahr.

Darüber raus wird es zumindest meiner Erfahrung nach richtig dünn. Mehr als 85-90k habe ich selbst noch nicht gesehen.
 
vaju schrieb:
Am Ende (~ 4 Jahre Betriebszugehörigkeit) landet ohnehin fast jeder Sachbearbeiter automatisch bei ~ 100k in einem größeren IGM Unternehmen in BY oder BW.
Mich würde immer noch interessieren, wie du auf diese Zahlen kommst. In Bayern kommt man (laut metall-tarif.info Rechner) mit EG12B, 35h und 14% Zulage (und 55% Sonderzahlung nach 4 Jahren) auf 90k Brutto. Es wird doch nicht "fast jeder Sachbearbeiter" nach 4 Jahren AT?
 
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Diese Aussage möchte ich auch bezweifeln, es kommt auch sicher nicht "fast jeder Sachbearbeiter" in die höchste Tarifstufe.
 
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Ich habe in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass man auch eher versucht, die Stellenbeschreibungen nach unten zu drücken und somit das ganze Gefüge zu verschieben.
Wenn ich „einfache Sachbearbeiterstellen“ bei uns anschaue, so ist da die Ziel-EG oft bei EG 7 oder EG 8. Bei EG 8B sind wir da bei 3960€ Grundentgelt respektive etwa 60k€ all in. Einstieg dann bei EG 6a zb. mit "gerade mal" 3300 brutto.
Für alles darüber braucht man einen weiterführenden Titel (Meister, Techniker, Ingenieur) um mal Richtung EG 10 zu kommen.
Als Spezialist geht’s dann noch in die 11, für Stufe 12 brauchts dann viel Spezialwissen/Erfahrung inkl. Reisetätigkeit oder dann Führungsverantwortung.

Aus meiner Sicht ist für den normalen 0815-Sachbearbeiter in der Buchhaltung oder sonstwo bei EG8 oder EG9 Schluss. Dieses pauschale „nach 10 Jahren verdienen die alle 6-stellig“ halte ich für groben Unfug. Was soll denn dann der Werkleiter 4 Ebenen darüber verdienen? 7-Stellig? 8-Stellig?
Irgendwo muss sich die Hirarchiestaffelung auch im Gehalt zeigen. Oder wer nimmt freiwillig Prokura-Verantwortung für 10.000€ mehr im Jahr in Kauf?
 
Zumindest der IGM Tarif in Bayern sieht vor, dass es am Standort im Schnitt 14% Leistungszulage gibt (Genau genommen gibt es einen Korridor, aber ich will es jetzt nicht zu kompliziert machen). Das Thema ist dabei komplett schizophren:
  1. Aus Arbeitgeberverband-Sicht bedeutet 0% Zulage, dass der Mitarbeiter seine Planstelle zu 100% erfüllt. Die Leistungszulage ist also im Sinne des Wortes eine Zulage für Überefüllung. Jede Beurteilung (LBU) ist dabei unabhängig. Ein Mitarbeiter, der im letzten Jahr 14% bekommen hat, hat keinen Besitzstand. Er könne dieses Jahr auch nur 9,8% bekommen.
  2. Die Gewerkschaft sieht das völlig anders. 14% Zulage sind die "Norm", weniger bekommt der, der seinen Job nicht richtig macht, Personen, die besser sind als der Durchschnitt, sollen auch mehr als 14% bekommen.
  3. Beides sind sich aber in einem Punk einig: Die LBU ist nicht vergleichend. Der Mitarbeiter wird bezüglich seiner Leistung ggü. der Stelle bewertet. Nicht ein Mitarbeiter gegen den anderen. "Der Müller hat aber 14% Zulage und ist viel schlechter als ich" ist also eigentlich kein Argument.

Zur konkreten Umsetzung:
Erstmal findet die unter 2. genannte Gewerkschaftsperspektive deutlich mehr Anknüpfungspunkte im tatsächlichen Tarifvertrag als die Arbeitgebersicht. So kann ich eine Leistungsbeurteilung nicht einfach herabsetzen: Es gibt Übergangsfristen, Widerspruchsmöglichkeiten, Schlichtungsgespräche usw. -> das macht man als Arbeitgeber nur wenn es wirklich irgendwo Probleme gibt. Dazu kommt, dass es im Schnitt pro Standort ja auf 14% herauslaufen soll.
Wenn ein Mitarbeiter neu anfängt hat er eine LBU von 0%, das kann er ändern, in dem er vor der Einstellung eine Übertarifliche Zulage heraushandelt. Diese "ersetzt" dann quasi die LBU, bis die LBU die Übertarifliche Zulage übersteigt.
Nach 6 Monaten, zum Probezeitende, führt die Führungskraft mit dem Mitarbeiter die erste LBU durch. Da der Mitarbeiter üblicherweise eine Einarbeitungsphase hat und ggf. auch eine Lernkurve für eine neue Tätigkeit braucht sind 14% aus dem Stand recht selten. Danach gibt es jedes Jahr oder nach einer Umgruppierung eine neue LBU.
Ich habe bisher sehr selten gesehen, dass ein Mitarbeiter mehr als ~20% LBU hat. Zum einen gibt es zumindest bei uns die Vorgabe, über das Team oder über die Abteilung auf 14% im Schnitt zu kommen, zum anderen ist der Abstand zwischen den Entgeltstufen im Bayrischen nur ~10%. Mit einer 20% LBU bekommt der Mitarbeiter also schon so viel wie das Grundgehalt zwei Stufen höher. Anstatt den Rahmen bis 28% auszuschöpfen bietet es sich also an, den Mitarbeiter höher zu gruppieren. (Das ist üblicherweise auch im Interesse des Mitarbeiters). Generell lässt sich beobachten, dass die meisten Mitarbeiter gegen 14% Leistungszulage "driften".

Das System ist weit weg von perfekt, es gibt auch noch mehr problematische Konstellationen in den LBUs. Trotzdem ist es für den durchschnittlichen Mitarbeiter viel besser, als ein selbst verhandeltes Gehalt:
  1. Es gibt jedes Jahr ein Gespräch über Gehaltsthemen mit Feedback mit der Führungskraft. Der AG kann das nicht einfach ausfallen lassen
  2. Alle Stellen sind entsprechend ihrer Entgeltstufe eingestuft: Wer die gleiche Stelle hat bekommt auch das gleiche Grundgehalt
  3. Das LBU System enthält gleich mehrere "Bremsen", die verhindern, dass der MA weniger Geld bekommt als bisher
  4. Den Inflationsausgleich sollte die Gewerkschaft ja mit dem Arbeitgeber aushandeln. Die LBU ist nichts, was jedes Jahr wachsen muss um die eigene Kaufkraft zu halten
 
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Wo findet man diese LZ im Vertrag? Ich bin "Metall NRW Fachgruppe Dienstleistungen" und damit wohl schlechter als ihr mit Bayern und BW gestellt.

Aber ich sehe nix mit LZ in meinem AV oder woanders.
 
Die Leistungszulage findet sich im Manteltarifvertrag der IG Metall der jeweiligen Bundesländer. Arbeitsverträge verweisen üblicherweise darauf.

Über den IGM-Rechner kannst du jedes Bundesland etwas durchspielen. Aber ja, Baden-Württemberg (und dort spezifisch Nordwürttemberg/Nordbaden, mit 3 Monaten Probezeit statt 6 Monaten im Rest von BW) ist der beste Tarif, gefolgt von Bayern und Hessen.



Einklagen soll man natürlich keine Überstunden, sondern z. B. fehlerhafte Eingruppierung etc. Und natürlich gegen Ende der Beschäftigung, sofern nicht verjährt...
 
Ich glaube mein AG kocht da ein eigenes Süppchen. Bin da mit 100k bei EG8, EG9 höchste Stufe. Kein LZ zu finden. Hmm, vllt bin ich auch zu blöd ^^
 
Karan S'jet schrieb:
Klar aber 100% Remote geht in meinem Beruf schlecht. Vielleicht nur 50 bis 80%.
Der Rest sind eben die doofen Hiwi Aufgaben welche man als FISI/ITSE machen darf (Hardware ausliefern, Umzüge, etc pp).
Gerade als gelernter FiSi würde ich 1000 km Umweg um den ÖD machen. Im ÖD wirst du auf deine formale Qualifikation beschränkt. Mit einer gefragten Spezialisierung (Cloud Engineer, DevOps Engineer, Security Engineer, Software Engineer, ...) geht es in der freien Wirtschaft auch mit Ausbildung ziemlich ab.
 
Cokocool schrieb:
Im ÖD wirst du auf deine formale Qualifikation beschränkt.
Das ist mir zu absolut. Es gibt nicht den öD. Es gibt zig unterschiedliche Behörden, die die Eingruppierung unterschiedlich handhaben. Grundsätzlich kann man als "sonstiger Beschäftigter" auch in E15 eingruppiert werden, vollkommen unabhängig davon, welche formale Qualifikation man aufweist. Man muss nur "gleichwertige Kenntnisse" besitzen. Da die Personalabteilung dies begründen muss - was Aufwand bedeutet - wird diese Möglichkeit gern unter den Teppich gekehrt.
Ich habe keinen Uniabschluss und habe E11. Wäre man bei mir nach der formalen Qualifikation gegangen, wäre dies nicht möglich.
 
Hinweis der Moderation

Die Diskussion um die Eingruppierung in die vielen Besoldungsgruppen endet jetzt bitte. Das hat doch alles nur noch sehr wenig mit dem Threadthema zu tun.

Hinweis der Moderation
 
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shavenne schrieb:
Wollt ihr mal lachen?

RegionPaderborn, derzeit noch coronabedingt Home Office, aber sehr fraglich wie lange noch...
Berufhauptsächlich IT-Systemadministrator, aber eigentlich eierlegende Wollmilchsau in einem Medienunternehmen
Personalverantwortung-
Bruttolohn p.a.34400€
Wochenarbeitszeit40h
AusbildungInformationstechnischer Assistent + Fachabi
Berufserfahrung13 Jahre (beim jetzigen Arbeitsgeber)
Arbeitsverhältnisunbefristet
Urlaub30
Firmengröße~30 Mitarbeiter

Dazu kommt noch, dass ich mehr oder weniger auf freiwilliger Basis 24/7 Bereitschaft mache.

Ich muss zugeben, dass ich bisher nie aktiv verhandelt habe, aber ich erhoffe mich da bei diesem Arbeitgeber nicht wirklich viel (auch aufgrund von Hören-Sagen von anderen MA, die es probiert haben).

Das einzige was mich irgendwie hält, ist das echt 1A-Kollegium und die m.E. wirklich breite Abwechslung die ich habe. Mal progge ich ein wenig, mal ists 'nur' Help Desk, mal Linux Server (intern als auch so einige externe Webserver), mal Windows-Server, mal Netzwerk/Firewall, mal Hardware zusammenstellen und bauen (u.a. für 3D-/VR-Anwendungen, auch mal Workstations usw.), auch mal in Sachen Foto, Video, 3D-Druck, alles dabei.

[...]
Update:
RegionPaderborn, überbewiegend Home Office
Berufhauptsächlich IT-Systemadministrator, aber eigentlich eierlegende Wollmilchsau in einem Medienunternehmen
Personalverantwortung-
Bruttolohn p.a.54000€ (ab 2023: 57600€)
Wochenarbeitszeit40h
AusbildungInformationstechnischer Assistent + Fachabi
Berufserfahrungfast 14 Jahre (beim jetzigen Arbeitsgeber)
Arbeitsverhältnisunbefristet
Urlaub30
Firmengröße~30 Mitarbeiter

Ich hatte ein Jobangebot als Web-Administrator in einem Landesbetrieb und wäre dort in TV-L EG11 @ Stufe 3 eingestiegen. Ich hielt es eigentlich für aussichtslos, aber ich bin zum Chef gegangen, habe mit ihm offen und sachlich diskutieren können (ein wirklich unerwartet angenehmes Gespräch) und dabei ist tatsächlich das obige herausgekommen.

Vielleicht wäre der Jobwechsel langfristig gesehen trotzdem sinnvoller gewesen, aber das Timing passt gerade einfach nicht. Ich hab jetzt schon leichte Probleme mit der Gesundheit, wo immer wieder rauskommt, das eigentlich nur Stress die Ursache sein kann (der aber m.E. nichts oder nur wenig mit der Arbeit zu tun hat). Ein Umgebungswechsel hätte bei mir als extrem introvertierter und "menschenscheuer" Typ eine ordentliche Schippe draufgelegt und das Fass u.U. komplett zum Überlaufen gebracht.

Allein die "Bewerbungsphase" hat mich schon gut fertig gemacht. Ich hatte die Bewerbung(en) (es waren eigentlich zwei) nach zwei Tagen aus den jeweiligen Bewerbungsportalen gelöscht (trotz bereits entgangener Anrufe), weil einfach brutale Selbstzweifel aufkamen und ich überhaupt nicht mehr wusste was ich wollte. Aber scheinbar war eine von beiden Bewerbungen schon zu weit im Prozess drin und ich erhielt nach einigen Tagen völlig überraschend per E-Mail die Einladung zum Vorstellungsgespräch. Ich dachte dann: OK, wenn die Chance schon so unerwartet kriege, zieh ichs durch. Aber es folgte bis dahin, was folgen musste: Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, konnte nicht mehr schlafen, war nur noch fix und alle. 2min vor dem Vorstellungsgespräch (per Videokonf btw.) hatte ich einen Puls von 120. Im Kopf dacht ich nur "ABBRUCH ABBRUCH ABBRUCH", aber nützte ja nix. Absagen war jetzt nicht mehr drin. :rolleyes:
Tag später kann kam schon die Zusage. Auch wieder etwas unerwartet, weil meine Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch war ausbaufähig und das wird man auch gemerkt haben.

Naja, letztendlich: Everything went better than expected. Jetzt kann ich mal langsam wieder runterkommen. :rolleyes:
 
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RegionWesel Duisburg Krefeld (Rheinland)
BerufIT-Systemadministrator
Personalverantwortungkeine
Bruttolohn p.a.ca. 51000 (EG 10 Stufe 3)
Arbeitszeit40h
AusbildungInformatikstudium
ErfahrungSeit 2016 beim Arbeitgeber sonst keine Erfahrung
Arbeitsverhältnisunbefristet
Urlaub30

Ist ne Stadtverwaltung.

Wir sind 3 Personen in der IT und wir machen das so, dass immer einer Im Homeoffice ist so dass nur immer 2 vor Ort sind. Außer natürlich jemand ist krank oder hat Urlaub.

Als ich mit dem Studium fertig war habe ich einen Job gesucht und fast nur Angebote gefunden wo drin stand mindestens 3 Jahre Berufserfahrung. Deswegen habe ich damals einen Job bei ner Stadtverwaltung angefangen der auf 4 Jahre befristet war. Die Idee dahinter war, dass ich dann wenigstens etwas Erfahrung sammeln kann.

Nun aber meine Situation/Frage:
Die Stelle auf der ich sitze ist eine Sachgasse. Das bedeutet befördert werden ist nicht drin und ich werde wenn ich hierbleibe immer das gleiche machen. Ich weiß nicht ob ich das will.

Daher wollte ich mal fragen was ihr so meint meine Optionen wären bzw ob man mit 4/5 Jahren Erfahrung als IT Admin und nem Studium einfach so was anderes machen kann? BZW wie meine Wahrscheinlichkeit ist das man mich auch in nem anderen Job nehmen würde.

Das ich nicht als Entwickler arbeiten werde ist mir auch klar aber es gibt ja nicht nur Admins und Entwickler.
 
Das kommt sicher darauf an wie örtlich flexibel Du bist, aber ich denke mit Studium in dem Fachbereich und Berufserfahrung hast Du sicher gute Chancen auf dem Markt.

Bewerb Dich doch einfach mal und schau was zurückkommt - nur so kannst Du doch Deinen Marktwert sehen in der Region in der Du bist oder sein willst.
 
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