schwimmcoder schrieb:
Ich frage mich ja, wie die 2,8 Mio Menschen alle ihr Banking machen, rennen die alle mit ihren Zahlungen zur Sparkasse an den Tresen und zahlen dann für ihre Überweisung jedes Mal ihre 3€?
Ich mache auch offline-Banking. Hab aber natürlich auch PayPal. Aber die Konditionen sind nicht perse schlechter als bei Online-Banking. Ist auch eine Frage der Anlagesumme. Ich bin da noch lange kein Großanleger mit sechsstelligen Beträgen, habe gleichzeitig aber bessere Konditionen als die meisten mit reinem Online-Banking bei meiner Sparkasse.
Was mich viel mehr stört, sind nicht die wenige % der Menschen, die noch nie Internet genutzt haben. Mich stört eher die digitale Inkompetenz von Menschen.
Ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag, da gibt es mehrere Werkstattrechner mit Internetzugang bzw. den Sonderprogrammen im Maschinenbau:
Oft ist da die Altersgruppe (oft um die 50-60), jung genug um auch moderne Geräte zu bedienen, aber zu alt um damit wirklich aufgewachsen zu sein. Hab da einige Menschen im Kollegenkreis, die nach dem 1-Finger-2-Augen-Prinzip ewig brauchen, um ein Wort in eine Suchmaschine einzugeben. Aber zum laustarken abspielen von irgendwelchen Insta-, Facebook- oder TikTok-Scheiß in der Pause reicht es dann noch. Während gleichzeitig das 3-D-Konstruktionsprogramm bzw. die Schaltplanausgabe ein Hexenwerk mit 7 Siegeln ist, aber trotzdem munter drinrum geklickt wird.
Da ist mir der Kollege lieber, der offen zugibt, das er von sowas keine Ahnung hat und Versierte für die Recherchen fragt. Anstatt wieder den "halböffentlichen" Desktop der Werkstatt bzw. das Programm völlig zu verstellen. Das war hinterher meist niemand, aber schimpfen tun die am lautesten, die es nicht verstehen, aber trotzdem nutzen. Ein anderer ähnlicher Kollege hat sich die Grundschritte erklären lassen, sorgsam aufgeschrieben und kommt mittlerweile auch alleine klar, wenn auch sehr langsam.
Die jüngeren Kollegen sind nach paar Wochen Einarbeitung dann immer selbstständig unterwegs.