News Offliner: 4 Prozent der Deutschen haben noch nie das Internet genutzt

Bei Compuserve war es seinerzeit genau andersrum.
Da fragte ich mich des oefteren, was ich hier eigentlich mache - defacto kein Firma online, da Support ueber BBS-Mailboxen...

achja,
was soll Oma Else mit einem Computer/Handy(Computerersatz), wenn sie einkaufen geht.
Grossgeraete (z.B. ueber Computer/Internet) hat sie alle, braucht nix anderes,
Rolator-Support kommt ins Haus...

keine Ahnung, ob die H4-leute Internet bekommen.
 
Bei uns in der Schweiz werden mittlerweile sogar die Ticketautomaten abgebaut, es geht hin digital only:

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https://www.derbund.ch/bernmobil-konsumentenschutz-kritisiert-abbau-der-automaten-874297837479
 
WhiteHelix schrieb:
In dem Zusammenhang, nein. Keine die nicht herbeifantasierte Szenarien sind und sowieso fachlich komplett falsch.
Fachlich falsch? Die Entscheidungen von Menschen? Hmhm, is klar.
WhiteHelix schrieb:
Für technisches (meistens auch noch gewolltes) Unverständnis hab ich aber auch kein Verständnis mehr, dafür bin ich zu lange im IT Support.
Dann bist du ehrlich falsch im IT-Support, aber das nur nebenbei.
Ergänzung ()

Raptor85 schrieb:
Das ist der Wandel der Zeit. Irgendwann kannst du bestimmte Dinge nicht mehr nutzen (oder sie selber fahren oder was auch immer). Und nein, mit Nutzung meine ich schon die direkte Nutzung.
Ob man nun selber Auto fährt oder als Beimitfahrer. Ob man da selbst nen Führerschein hat oder nicht, macht bei Zweiterem ja erstmal keinen Unterschied.
Natürlich muss man etwas nicht (aus)nutzen, nur weil es da ist. Aber das ist natürlich ein großes Thema - und nicht nur aufs Internet bezogen.
Dann mach ich nochmal klar, dass ich in dem Beispiel von Mendchen rede, die krin Auto nutzen.
Und das Busfahren bspw. nicht zählt, wenn man keine echte Wahl hat.
Raptor85 schrieb:
Niemandem wird vorgeschrieben, er darf nicht wie in der Steinzeit leben. Steinzeit jetzt nicht im übertragenden gemeint, sondern tatsächlich so wie vor 15.000 Jahren. Solange du dich damit auf dem Boden unseres Grundgesetzes bewegst und ansonsten auch keine andere Gesetze brichst, steht dir das grundsätzlich vollkommen frei.
Das ist ja das Schöne daran, dass wir nicht in einer Autokratie oder Diktatur leben (was hoffentlich auch weiterhin so bleibt).

Aber wenn sich die Gesellschaft insgesamt technologisch immer mehr wandelt, kommt einfach irgendwann der Punkt, wo man als Mensch/Unternehmen/Staat annehmen kann, dass man dieses oder jenes z. B. nur noch online anbietet, weil der Zugang im Prinzip für jeden einfach, flächendeckend und günstig möglich ist.

Wer sich dann dem verweigert (sei es nun frei gewollt oder aus anderen externen Gründen) hat dann eben das Nachsehen und muss für sich eine andere Lösung finden. Das bedeutet nicht, einem etwas vorzuschreiben. MÜSSEN tut man sehr vieles nicht. Aber manches MUSS man dann doch irgendwann akzeptieren, auch wenn es keine Vorschrift dazu gibt.
Also mn muss nicht. Weil wir so frei sind. Aber irgendwann muss man doch. Auch ohne Vorschrift.
Wie ich sagte, sozialen Druck akzeptiere ich nicht als legitimes Mittel, Konformität erzwingen nicht als legitimes Ziel.
Eine Pseudo-Wahl ist nicht besser als keine Wahl.
 
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iSight2TheBlind schrieb:
Der Begriff "Selbst" ist da etwas fehl am Platz, denn in diesen Ländern ist die Infrastruktur einfach eine ganz andere.
Mein ich ja. Daher wundert mich die hohe Zahl der Menschen ohne Internet.

Gibt's zahlen für die ganze Welt?
 
schwimmcoder schrieb:
Ich frage mich ja, wie die 2,8 Mio Menschen alle ihr Banking machen, rennen die alle mit ihren Zahlungen zur Sparkasse an den Tresen und zahlen dann für ihre Überweisung jedes Mal ihre 3€?

Ich mache auch offline-Banking. Hab aber natürlich auch PayPal. Aber die Konditionen sind nicht perse schlechter als bei Online-Banking. Ist auch eine Frage der Anlagesumme. Ich bin da noch lange kein Großanleger mit sechsstelligen Beträgen, habe gleichzeitig aber bessere Konditionen als die meisten mit reinem Online-Banking bei meiner Sparkasse.


Was mich viel mehr stört, sind nicht die wenige % der Menschen, die noch nie Internet genutzt haben. Mich stört eher die digitale Inkompetenz von Menschen.

Ein Beispiel aus dem Arbeitsalltag, da gibt es mehrere Werkstattrechner mit Internetzugang bzw. den Sonderprogrammen im Maschinenbau:
Oft ist da die Altersgruppe (oft um die 50-60), jung genug um auch moderne Geräte zu bedienen, aber zu alt um damit wirklich aufgewachsen zu sein. Hab da einige Menschen im Kollegenkreis, die nach dem 1-Finger-2-Augen-Prinzip ewig brauchen, um ein Wort in eine Suchmaschine einzugeben. Aber zum laustarken abspielen von irgendwelchen Insta-, Facebook- oder TikTok-Scheiß in der Pause reicht es dann noch. Während gleichzeitig das 3-D-Konstruktionsprogramm bzw. die Schaltplanausgabe ein Hexenwerk mit 7 Siegeln ist, aber trotzdem munter drinrum geklickt wird.

Da ist mir der Kollege lieber, der offen zugibt, das er von sowas keine Ahnung hat und Versierte für die Recherchen fragt. Anstatt wieder den "halböffentlichen" Desktop der Werkstatt bzw. das Programm völlig zu verstellen. Das war hinterher meist niemand, aber schimpfen tun die am lautesten, die es nicht verstehen, aber trotzdem nutzen. Ein anderer ähnlicher Kollege hat sich die Grundschritte erklären lassen, sorgsam aufgeschrieben und kommt mittlerweile auch alleine klar, wenn auch sehr langsam.

Die jüngeren Kollegen sind nach paar Wochen Einarbeitung dann immer selbstständig unterwegs.
 
Corros1on schrieb:
Das Problem, wenn man sich ausschließlich über Zeitungen oder die Nachrichten im Fernsehen informiert, ist, dass man keinerlei Möglichkeit hat, die Informationen direkt zu überprüfen....

Und das betrifft nicht nur Menschen ohne Internetzugang – es gibt nach wie vor viele, die ihre Informationen ganz bewusst ausschließlich aus Zeitung und Fernsehen beziehen.
Stimmt schon was du schreibst. Ich spreche eher darauf an, dass sich viele Leute zu viele Infos täglich holen. Ich bin auch so einer der täglich Infos aus verschiedensten Quellen liest. Nur was bringt es mir am Ende? Das meiste kann ich nicht ändern, ein sehr gutes Beispiel sind Wahlen und Versprechen. Und leider liefern schlechte Nachrichten und Angst schüren sehr gute Klicks. Will und muss meinen Informationskonsum reduzieren.
 
Und wie viele davon sind hier angemeldet?
Scherz bei Seite.
Meine Oma (86) ist so eine.
 
Hab so ein Arbeitskollegen , der lebt noch in der Gefriertruhe. Kein Internet kein Smartphone. Röhrenfernseher noch mit Playstation 1. Sein Internet ist der Videotext :D
 
Knergy schrieb:
Oft ist da die Altersgruppe (oft um die 50-60), jung genug um auch moderne Geräte zu bedienen, aber zu alt um damit wirklich aufgewachsen zu sein.
Ich bin 60. Ich hatte mit ca. 18 Jahren meinen ersten Computer, den Commodore 64.
Darauf habe ich programmieren gelernt, Eproms mit Betriebssystemen für den C=64 gebrannt, meine ersten Schritte in Richtung DFÜ gemacht (Akustikkoppler, Mailboxen), danach kam der Amiga und dann die ersten PCs.
Genau diese Altersgruppe sind heute oft diejenigen, die noch wirklich fundierte Ahnung von IT haben.
Diese Altersgruppe geht jetzt bald in Rente und hinterlässt Lücken.
Ich arbeite in der IT und merke oft, dass manche (nicht alle!) junge Informatiker, sich nicht in gewisse Themen reindenken können.
Da fehlt das tiefere Verständnis.

Besonders der letzte Teil des zitierten Satzes, ist falsch.
Denn genau diese Altersgruppe IST oftmals mit den ersten Computern aufgewachsen.
 
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gymfan schrieb:
Wie kann man die sehen?
Ältere Kunden die vor mir stehen und dann ein Handy (kein Smartphone) zücken und mir sagen dass sie ihre Überweisungen immer noch per Zettel zur Bank bringen, weil Sie Angst haben dass es per Online unsicher ist. Da weis ich einfach dass die Offline sind.
 
Arboster schrieb:
Besonders der letzte Teil des zitierten Satzes, ist falsch.
Denn genau diese Altersgruppe IST oftmals mit den ersten Computern aufgewachsen.


Wir groß war denn damals der Anteil der Menschen, die wirklich damit aufgewachsen sind? Also nicht die Fachleute, sondern in der Masse? Deutlich kleiner als heute ... das es generationenunabhängig ist, wie sehr man sich mit etwas auskennt, stimmt. Aber ein PC im Haushalt war 1995 nicht der Standard, 2005 schon eher und 2015 wohl auch mit Breitband-DSL. Logisch, das da die Gruppe der Älteren viele beinhalten muss, die erst in den letzten 10-15 Jahren mit dem Thema ernsthaft in Berührung gekommen ist.
 
Schinken42 schrieb:
Fachlich falsch? Die Entscheidungen von Menschen? Hmhm, is klar.
Nenn mir einen Grund, ich warte.
Schinken42 schrieb:
Dann bist du ehrlich falsch im IT-Support, aber das nur nebenbei.
Nö, ich mach auch genau deswegen keinen 1. Level. Harald, 59 aus der Buchhaltung der aus Prinzip Software XYZ nicht nutzen will weil zwei Buttons anders aussehen als er das gewohnt ist, hat halt einfach Pech. Aber solche Leute betreue ich auch nicht und werde das auch nicht mehr. Damit dürfen sich andere rumärgern.
 
Da entgeht den scammern ein riesiger Markt. Die sollten das Internet ausbauen und das mit MS Support für Gutscheinkarten finanzieren.
 
Ich bin seit Feb. 1999 im Internet und kann mir ein Leben ohne nicht mehr vorstellen. 🙂
 
Unwissenheit ist ein Segen

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MaverickM schrieb:
(Lebensmittel muss ich zum Glück nicht einkaufen)

bist du selbstversorger oder isst du nichts? ;)
 
WhiteHelix schrieb:
Nenn mir einen Grund, ich warte.
Wozu? Wer bist du, dass Menschen sich vor dir rechtfertigen müssten?

WhiteHelix schrieb:
Nö, ich mach auch genau deswegen keinen 1. Level. Harald, 59 aus der Buchhaltung der aus Prinzip Software XYZ nicht nutzen will weil zwei Buttons anders aussehen als er das gewohnt ist, hat halt einfach Pech. Aber solche Leute betreue ich auch nicht und werde das auch nicht mehr. Damit dürfen sich andere rumärgern.
Keine Geduld, kein Kundensupport. Aus meinem Team würdest du fliegen. Egal ob first oder second level.
 
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