Schläger zur Kasse bitten

Einkommensabhängige Geldstrafen hat wohl jede faire Justiz. Aber einkommensabhängige Opferentschädigungen sind eine zweischneidige Sache. Die Reichen müssen Angst haben, das sie in irgendein perfides Komplott verwickelt werden, bei der am Ende Millionenansprüche gegen sie stehen.
 
Leider bietet das auch Nährboden für Korruption.

Es kann ja andersrum auch nicht sein, dass ein Opfer plötzlich Millionen kassiert, während das andere Opfer nur mit nem Blauen abgespeist wird.
Wenn das Geld dann in die Staatskasse geht, könnten die Richter bei den Reicheren harscher vorgehen als weitere Einnahmensquelle.

Auch so werden die Reichen sicher mehr daran setzen, dass es gar nicht so weit kommt. Und sei es durch private Abkommen, mehr/bessere Anwälte, Bestechung, usw.

Irgendwie führt das so kaum zu einem Ergebnis. Momentan sieht es so aus, dass diejenigen, die abgesehen von ihrer Freiheit nichts mehr zu verlieren haben, einfach davon weg kommen.
Das erachte ich so als soziale Ungerechtigkeit, denn so dürfen nur die bluten, die auch etwas zum Bruttosozialprodukt beitragen, was ich nicht in Ordnung finde.
 
@sidestream

Ich mag nicht, wenn man so auf dem GG "herumtrammpelt" und meint, es wäre nur "Auslegungssache". Dem ist nur indirekt so. Was besagt Artikel 3, Paragraf 1?:

"Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."

Wir Alle hier, sind weder entsprechend juristisch geschult, noch Bundesrichter. Es sei denn, mir ist etwas entgangen. Daher sollte man etwas weise agieren und mit seiner Meinungsbildung nicht vorschnell schießen. Ich habe hier das Gefühl, man redet hier über Grundrechte wie über die letzte Kochsendung oder den neuen Audi. Natürlich ist das GG hier auch immer verbesserungswürdig und kein Gebot, sollte jedoch mit bedacht und Sachkenntnis angegangen werden. Ich nehme mir jedenfalls nicht heraus, vorschnell zu urteilen und zu verurteilen. Ich weise ja stets nur auf die momentanen Gegebenheiten in.

Das nur mal als Einschub am Rande. ;)
 
Statt sturr an deine Gesetze zu glauben, von denen du denkst, dass sie von nicht geschulten unantastbar sind, benutz mal deinen Kopf.

Wir sind alle gleich vorm Gesetz? Höchstens vorm jüngsten Gericht. Das ist die Realität.

Schau dir die Beispiele an, die ich schrieb, überleg dir was dazu und dann kannst du mir immer noch so leere Phrasen an den Kopf werfen, die von Weisheit singen.
 
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@sidestream

Genau, den Kopf benutzen, das wäre bei Der Antwort vielleicht mal deine Devise und Deine eigene Nase. Es ist nicht "mein" Gesetz, zumal ich ehemaliger Ostbürger bin und war. Aber wenn man die humanistische, demokratische und geschichtliche Dimension des GG nicht begreift, dann tuts mir leid für Dich. Du willst Gerechtigkeit und argumentierst gegen die Gerechtigkeit, denn genau das GG hat erst den Quantensprung für dieses Land geleistet und wurde auch Vorbild.

Und hättest Du weniger emotional geschrieben und dafür sachlich, wäre Dir meinige folgende Textpassage aufgefallen: "Natürlich ist das GG hier auch immer verbesserungswürdig und kein Gebot" Damit erübrigt sich dein Vorwurf der Unantastbarkeit. Es ist jedoch Leitbild und für den Staat und seine Institutionen der BRD bindend.

Nenn mich ein "Gehirngewaschener" - das bin ich liebend gern in humanistischer, demokratischer und historischer Weise und Werten, nebenbei leidenschaftlicher Querdenker. Deswegen habe ich mit Deiner sehr niveauvollen *hust* Antwort auch kein Problem. Etwas Bedachtheit und Weisheit täten Dir jedoch ein wenig besser stehen. ;)

[Update] Natürlich will ich aufgreifen, das eine richtige Verfassung zur und nach der Einheit, die weit sinnvollere Alternative gewesen wäre. Dort hätte man das etwas angestaubte GG noch weit mehr verbessern können.

Und rede bitte nicht vom Glauben, wenn man in gleichen Atemzug das jüngste Gericht nennt. Das GG hat nichts mit Glauben und glauben zutun, es ist die Realität. Der Glaube befindet sich eher auf Deiner Seite - du glaubst, du wärst allen vorraus, dabei ist nach meiner Interpretation das Gegenteil der Fall. Wer das GG nicht achtet, der kann sich auch nicht an etwas besseren orientieren. Man sollte zumindest das GG anerkennen und es als Grundlage, für eine wie eben beschrieben, richtige Verfassung beurteilen.
 
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Sry, das mit der Gehirnwäsche habe ich zurückgenommen, bevor du geantwortet hast.

Ok. Du gehst mal wieder nicht auf meine Beispiele ein, aber tust dein Bestes um daran vorbeizureden.

Ich versuche es deutlicher zu machen:
(Das soll nur ein Beispiel und keine Verallgemeinerung sein)

Mensch A (Sozialhilfeempfänger) verursacht einen Schaden bei Mensch B (Arbeitender).
Mensch B bleibt auf dem Schaden sitzen, denn von Mensch A ist nichts zu holen.
Mensch B lebt vielleicht selbst nicht in Reichtum und der verursachte Schaden schränkt Mensch B stark ein. (Meinetwegen Auto/Haus oder gesundheitlich, was auch immer)
Mensch B bleibt Opfer. Mensch A... ka.

Mensch C (Reicher Mann) verursacht einen Schaden bei Mensch B (Arbeitender).
Mensch B erhält Schmerzensgeld, Schadensersatz, was auch immer.
Oder Mensch B erhält es erst Jahrzehte später weil das Gericht so lahm ist.
Mensch B's Chance steigen. Mensch C wird sich kaum scheren, es sei denn, seine Existenz ist bedroht.

Ok. Was bewirkt das Grundgesetz hier? Waren alle vor dem Gericht gleich?
Entschuldige bitte, aber dieser Quantensprung, von dem du da erzählst ist nichts weiter als eine Lüge. Gerechtigkeit orientiert sich nach der Gesellschaft und deren Anschauung.
Wenn wir in 50 Jahren wie die Klingonen leben, schauen wir auch zurück und belächeln die Anschauungen vor 50 Jahren. Hier und da wird es immer Andersdenkende geben. Vielleicht verursachen sie eine Revolution, vielleicht gehen sie unter.

Philosophisch betrachtet, kann ich alles in Frage stellen und verschiedene Standpunkte anvisieren. Einzig anhand dem, was sich als Moral in der Gesellschaft verankert hat, differenziere ich hier zwischen Recht und Unrecht.

Aug um Aug, Zahn um Zahn. Klingt gerecht auf die eine Art und Weise.
Auf die andere Art wiederum nicht, wenn wir uns von den "Sündern" "positiv" abheben wollen.
Das sind zwei Thesen. Welche ist die richtige?
Mögliche Antwort basiert auf was?

EDIT: Ich bin nicht gläubig. Ironie ist ein Stilmittel. ;)
 
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Ich denke mal, dass jeder weiß, dass die Phrase "vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich" trotz ihrer Verankerung im Grundgesetz nur theoretisch gilt.

Das fängt schon bei der Rechtsfindung an: Bei tatsächlicher Gleichheit müsste jedem Bürger ein mehr oder minder zufälliger Strafverteidiger gestellt werden. Nur so wird gewährleistet, dass jeder die selben Möglichkeiten bezüglich der Strafverteidigung hat.
Die Realität sieht jedoch so aus, dass jemand, der eine teure Kanzlei mit Detektiven bezahlen kann, klar gegenüber jemandem im Vorteil, der sich mit Pflichtverteidigern abfinden muss.

Weiter geht das bei der Bestrafung: Hohe Geldstrafe bedeutet für den "kleinen Mann" möglicherweise, dass er die Haft-Variante nehmen muss, da seine Familie sonst nicht genug zum Leben hat.
Der Banker, der mit Schnee in der Nase vorm Steuer erwischt wurde, muss, abgesehen vom Imageschaden, vllt. die Bestellung von seinem SLS AMG canceln und weiter mit seiner SL-Gurke rumfahren...

IMHO sollten Strafen nicht nur den Betrag, der abgezogen wird bestimmen, sondern eventuell auch den der übrig bleibt.
 
Ihr habt so derb biblische Aspekte und bemerkt es nicht? Klar spielt hier der Glaube eine Rolle...
 
BobbyBest schrieb:
IMHO sollten Strafen nicht nur den Betrag, der abgezogen wird bestimmen, sondern eventuell auch den der übrig bleibt.
Da bin ich ja jetzt mal auf eine etwas detailliertere Beschreibung gespannt :D
 
Das ist schon schwierig...das weiß ich selber ;)

Grundsätzlich sollen Verbrechern derselbe Besitz übrig bleiben.
Das heißt im einzelnen man sollte beispielsweise Sexualstraftäter soweit enteignen, dass nur ein kleines Kapital zurückbleibt, dass der Täter gezwungen ist kurz und mittelfristig auf ALGII-Niveau zu leben, wenn er nicht an einen Job kommt. (Was fairerweise mit dieser Vorgeschichte gar nicht mal so einfach ist)

Selbstverständlich sollte dies nur für größere Gesetzesbrüche angewendet werden.

Das passt vllt nicht so ganz zum Thema, da Körperverletzung nicht das typische Delikt von Oberklasse-Menschen ist.
 
@sidestream

Du hast recht, ich gehe nicht auf Deine Beispiele ein und rede daran vorbei. Warum ist das für Dich ein Problem? Weil Du Dir Deiner Beispiele nicht sicher bist oder Feedback benötigst? Hätte ich den Anspruch darauf zu antworten, hätte ich das bereits getan. Ich schrieb: "Das nur mal als Einschub am Rande." Zu mehr bin ich Dir leider nicht verpflichtet.

Ich selbst bin Ironiker und Zyniker, daher glaubst Du schon - es ist nur die Frage an Was?! ;)

Da ich ja nicht so bin und großzügig, will ich auf Dein aktuelles Beispiel eingehen:

Ich bin weder Fachjurist, Anwalt noch Richter irgendeines Gerichts. Wieso sollte ich mir also anmaßen hier zu urteilen? Ich kann Dir nur die Fakten benennen: Der Geschädigte hat keinen gesetzlichen Anspruch auf totale Entschädigung - was bedeutet, das bei einem Prozess immer Jemand benachteiligt sein wird. Und genau das ist Das, was im GG gemeint ist. Ihr interpretiert das nur Falsch. Wie komme ich darauf, dass Du und BobbyBest das Falsch sehen? Weil Eure Argumentation keine gesetzliche Grundlage hat. Hätte sie es, wäre es bereits Gesetz oder irgendwie schon der Versuch unternommen worden, das zu ändern. Wieso das nicht geht, habe ich bereits bei e-ding versucht zu erklären - als humanistischer Demokrat und Laienhistoriker als Laie. Kann man mir nicht verübeln.

zu Deiner Behauptung:

Entschuldige bitte, aber dieser Quantensprung, von dem du da erzählst ist nichts weiter als eine Lüge. Gerechtigkeit orientiert sich nach der Gesellschaft und deren Anschauung.

Was ist daran eine Lüge? Gerechtigkeit entsteht natürlich aus der Gesellschaft heraus, schließlich leben wir in einem demokratischen Rechtsstaat. Genau das ist die Grundlage. Die Gesellschaft wählt in gewissen Maße den Staat und ist der Staat. Dieser stellt die gesetzlichen Grundlagen. Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist am Ende ein Verdienst des Staates durch seine Gesellschaft, die zu Teilen für die Gleichstellung gekämpft. Gesetze aber erst, schaffen den Rahmen und die Grundlage. Ohne Gesetze funktioniert keine Gesellschaft. Wenn Du glaubst, ohne Gesetze leben zu können, dann meine ich, befindest Du Dich auf dem Holzweg. Das heißt nicht, Alternativen wären Denkverbote. Der Kontext ist wichtig. Deswegen auch mein Verweis auf Sachlichkeit und vorallem Weisheit. Doch bei Dir scheint es keinen Kontext zu geben. Eher eine Antihaltung, die kein Grundgerüst bietet.

Wenn wir in 50 Jahren also, wie die Klingonen leben, dann hätten wir vom heutigen Stand einen Rückschritt gemacht. Und es wäre so, als würde die gesamte Historie der Menschheit nicht existiert haben. Historie ist ein Prozess und aus dieser Historie ergibt sich genau der Humanismus und genau diese Form von Staatsform und Gesellschaftsform, die wir heute haben und auch erkämpft haben. Die Klingonen haben eine ausserirdische, aber totalitäre, alte Form der Machtstruktur und sind zudem eine Erfindung des Menschen. Natürlich, ich habe sehr viel Fantasie - das Beispiel war jedoch schlecht. Der Kontext wieder. ;)

Am Ende kannst Du soviel zwischen Recht und Unrecht differenzieren, es hat einzig allein nur für Dich Bestand. Und für mich ist das eindeutig zu egoistisch abgehoben, da die Sicht der Anderen und des sozialen Umfeldes komplett ausgeblendet werden. Oder ich habe Dich nicht recht verstanden. Soll ja auch vorkommen...

Und wo am Ende waren die zwei Thesen? Als Agnostiker kann ich Dir dazu zudem nicht recht antworten.

Grüße
 
Paladin.de schrieb:
Die möglichkeit einer Insolvenz sollte man hier allerdings verwehren.
schulden aus straftaten verjähren nicht und werden auch nicht von einer privatinsolvenz erfasst. den punkt hätten wir also schonmal.

aber was hindert diesen abschaum denn daran, sich mit irgendwelchen illegalitäten, erschleichung von sozialleistungen, schwarzarbeit oder sonstigem mist durchzuschlagen?

im knast kosten die leute auch noch unser geld und irgendwelche camps sind noch teurer. leute mit migrationshintergrund gehören sofort ausgewiesen, leute ohne migrationshintergrund (was ein tolles politisch korrektes wort -.-), tja... da wirds schwierig, da die allgemeinheit in jedem fall zahlen muss und arbeitslager verboten sind -.-
 
Erstens: Es gibt bei den Klingonen mehr als nur die Kriegerkaste ;)
Zweitens: Artikel 3 des Grundgesetzes bezieht sich eigentlich nur darauf, dass man solche Verhältnisse wie vor dem Grundgesetz vermeiden wollte. Denn es gab Gerichte, da war es ja wirklich alles willkürlich. Durch Korruption, Gefälligkeiten, Machtmissbrauch und direkte Bedrohung sind auch heute unsere Richter dem ständig ausgesetzt. Da braucht es klare Richtlinien, aber nur so weit, dass Strafmaß oder der Gerichtsprozess personenunabhängig sind. Anwälte gehören nicht dazu.
 
Du hast recht, ich gehe nicht auf Deine Beispiele ein und rede daran vorbei. Warum ist das für Dich ein Problem?

Weil das zu einer Diskussion und Dialektik dazu gehört. :D Monologe kannste auch zu Hause lokal schreiben.^^
Sry, aber ich erkenne daraus nicht mehr als Erklärungsnot. BTW: Danke für deine Großzügigkeit. Soviel zum Thema Selbstbestätigung und nicht sicherer Beispiele, bla, Geschwätz. ;)
Und die Leute, die von sich behaupten weise zu sein (was du inderekt machst, da du versuchst Weisheit zu bewerten) sind es nicht. Weisheit ist kein Rang, den man sich verdient. Es ist ein Resultat.

Hier eine weise Frage:
Wozu braucht man ein Grundgesetzt, wenn es nicht umsetzbar ist?
Soviel zum Thema Lüge. ;) Wichtig ist mehr, dass die Leute daran glauben. Das gibt ihnen Sicherheit und Halt. Durch die Schmeichelei lassen sie sich besser kontrollieren.

Abgesehen von diversen Unterstellungen, die einfach diffamierend sind, wenn du meine anderen Beiträge hier gelesen hast,...
Anarchie? Wo hab ich da was von Anarchie erwähnt?
Gläubig? Als Agnostiker-"Kollege" wirst du das doch wohl nicht an zwei biblischen Phrasen festmachen, die ich eigentlich nur benutze um Denkensformen zu verdeutlichen, aber da kratzt du leider nur an der Oberfläche.

Ich verrat dir was. Die Menschheit richtet sich nach einem ganz einfachen Prinzip, was in der Natur und nahezu allem verankert ist, was uns umgibt.
Nicht lachen:
"Der Stärkere herrscht über den Schwächeren."
Der Vogel über den Wurm... etc.
Unser Glück ist, dass der Stärkere gerade einen auf Sozialstaat macht.^^
Und Revolution. Klar. Kann funktionieren, aber wer behauptet denn, dass Stärke und Schwäche sich nicht auch abwechseln dürfen? ;)

Danke nochmal für den Nachhilfeunterricht zum Thema Gesetze. Ich wollte eigentlich auf die philosophische Ebene hinaus und nicht auf die Gefüge, die eigentlich schon Fakt sind.

Fortschritt... Das sagst du. Das sagt dir dein Mitgefühl, deine Fähigkeit, Hilfsbereitschaft zu üben und über Dinge wie Macht hinwegzusehen. (Glaube ich zumindest, wenn das als Fortschritt labelst oder du bist ein Heuchler) Das mag ich, das finde ich cool.
Ich machs ähnlich und das ist auch das Grundprinzip, dass sich einigermaßen durchgesetzt hat als Moral, auch wenn sich nicht viele dran halten.
Ich sehe das aus meiner Perspektive nur bedingt als "Fortschritt". Die Gabe des Menschen, Mitgefühl zu entwickeln, existiert nicht erst seit gestern oder 63 Jahren. Nur umgesetzt wird sie immer in verschiedenen Facetten und Höhen.

Die Wenigsten haben Freude am eigenen Leid. Aus der Fähigkeit, dieses Leid zu erkennen, auf andere zu projezieren und zu verhindern, ist das geworden, was wir heute die Moral unserer Gesellschaft nennen.
Insgesamt wirklich ein Fortschritt. Und auch eine Schwäche, wenn sie in Naivität und Laschheit abgleitet. Und vor allem wenn sie fehlgeleitet wird. Dass nicht alle Menschen in der Lage sind, eine gewisses Maß an Gesamtheit zu erkennen, in dem es um mehr geht als sie selbst... ist leider so.

Tjoa, und das ist unter anderem auch ein Teil meiner Ideologie. Ich bin zwar der Meinung, dass das in seiner ultimativen Form, "alle Menschen als Über-Ichs", wohl der beste Weg für die Menschheit ist, aber das ist nur die Annahme und das Gerechtigkeitsempfinden eines Menschen von vielen, der es nichtmal selbst komplett umsetzen kann.

Sry, dass ich so ausschweife. Ich wollte ursprünlgich noch mehr schreiben und auch andere Ansichten, die viele momentan als falsch ansehen, skizzieren und auch positive Effekte hervorheben, aber dann wird this Wall of Text noch größer.

Eigentlich kommt es mir nur darauf an, dass man erkennt, dass es oft nicht nur eine Wahrheit gibt.

Und ob man Schläger zur Kasse bitten sollte... ich denke, mittlerweile sollten die meisten andhand vieler Beispiele, die bisher hier kundgetan wurden, erkennen, dass es eher ineffektiv ist.
 
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@sidestream

Bist Du nicht auch derjenige, mit den Monologen?! ;)

Ahaa, Weisheit ist ein Resultat - so kann man es natürlich auch beschreiben. Es ist jedoch nett gemeint, dass Du diese Weisheit von dir weist. Ich mag Selbstkritik.

Wozu braucht und benötigt man also ein Grundgesetz? Und wieso sind das alles Lügen? Das erinnert mich gerade stark an den Film Shutter Island. Polemik scheint Dein Steckenpferd zu sein, doch das tut der Argumentation und Diskussion nicht gut. Also können es doch nur ironisch gestellte Fragen sein. Gute Wahl. Jedoch nicht beantwortenswert, weil schon längst beantwortet, weil es zu mühseelig und weil kein einsehen (ich provoziere). Die Hausaufgaben muss ich nicht immer für Andere machen, ich darf auch mal auf mich selbst achten.

Jedoch eine ernstgemeinte Frage hätte ich an Dich, wenn Du denn schon so entbrüstet und mir Diffamierung unterstellend, den Einwurf der Anarchie zurückweist. Was wäre Deine Alternative zum Grundgesetz? Ich will nun endlich mal etwas Konkretes und Durchdachtes hören, das andere zuvor war in der Tat nicht wirklich durchdacht, auch wenn das Geschriebene im Niveau stetig steigt.

Und es ist toll, wie du das Wort Glauben einseitig und voller Vorurteile durch den Wolf ziehst, ohne zu verstehen, das Glauben mehr ist, als ein Narr an Hölzern. ;)
Deine sehr satanische Art der Darstellung und Beschreibeung, rührt mich etwas, wäre da nicht Deine Überspitztheit. Es ist interessant, wie weit wir uns vom eigentlichen Thema fortbewegend, dennoch bleibt es für mich stets interessant und ich werde neugierig. Vorallem interessiert mich Deine Sicht von unten, auf das "Obere" - auf den Stärkeren. Es wäre in der Tat schon philosophisch. Nein, ich finde die psychologische Seite Deines Denkens weit interessanter. Wohin führt das und wie sieht es konret aus, um wieder zum philosophischen Aspekt zurück zu schreiten? Für mich wechseln sich Stärke und Schwäche übrigens schon gut ab, deswegen erwähnte ich die Behinderungen und die Menschen damit. Die Enthospitalisierung und Krüppel-Bewegung, um mal wieder abzuschweifen, hat gut gezeigt, wie sich die Wechselwirkung verhalten kann. Viele weitere Beispiele können genannt werden. Dabei sagt natürlich niemand, dass es eine Leichtigkeit sei, die Wechselwirkung aufrecht zu erhalten. Macht und was man daraus gestaltet, ist hier ein zentrales Thema. Macht kann auch "Mitgefühl, deine Fähigkeit, Hilfsbereitschaft zu üben" bedeuten.

Freude am eigenen Leid - ja das kommt der Depression schon nahe, der Rest geht in Richtung der Empathie und Menschenkenntnis, vielleicht auch als Hochempfindlichkeit zu beschreiben.
Was ist die Gesamtheit in Deinen Augen, in deiner Wahrnehmung?
Freud wäre über die Interpretation des "Über-Ichs" leider nicht sehr erfreut. Denn das "Ich" ist die Komponente, die Du meinst. Natürlich gibt es nicht nur eine Wahrheit, es gibt mehrere und immer die verschiedensten Seiten und Perspektiven. Wenn ich das auf das Grundgesetz ummüntze, erhalte ich jedoch eher eine sehr eingeschränkte Sicht auf die Welt, die Realität und die Historie, wenn ich, wie Du, nicht genau und konkret beschreiben kann oder will, was ich auf die "Realität" bezogen denke. Es ist etwas schwammig und nicht griffig. Ich höre aus Deinen Worten und Sätzen weiterhin und im Grunde nur ein Anti - darauf bleibt es beschränkt, neben all den doch gut platzierten Worten und Begriffen. Nun ist die Frage, inwiefern wir das in diesem Rahmen weiter ausführen können und wollen. Ich bin zuversichtlich, denn im Grunde sind wir uns doch näher, als man denkt. Nur sind die vielen Worte so ausschmückend. Dein letzter Satz war jedoch sehr treffend formuliert, wobei man sie ja schon zur Kasse bittet und bitten kann, es ist nur die Frage, wie solvent man ist. In diesem Sinne, Geld ist eben nicht alles im Leben. Und unter dem Aspekt ist auch das Recht nicht einseitig zu sehen. ;)
 
Polemik. Ja, vielleicht.

Eins vorweg. Vielleicht hab ich es auch falsch gelesen: Freude am eigenen Leib... Entweder hast du da einen Teil vergessen... ka.^^ Ja. ein kleiner(^^) Monolog ist drin.

Ich bin mir wohl bewusst, was der Glaube ist, und was er bewirkt. Ich bin dessen nicht angetan, ganz gleich, ob er Menschen geistige Zuflucht bietet oder nicht. Der manipulative Anteil ist mir zu hoch, man könnte fast meinen, es handle sich um das altertümliche Gegenstück des heutigen Fernsehprogramms. Jerusalem sucht den Supermessias und eine Vorform von Bauer sucht Frau. (Und am Ende war es doch Gott^^)

Kannst mich doch nicht einfach der Anarchie bezichtigen, nur weil ich kein konstruktives Konzept für eine Alternative für die Grundgesetze liefere.^^
In der Tat sind sie ja nichtmal schlecht, aber das sind die 10 Gebote auch nicht, wenn man so will. Der Punkt ist auch hier: Wirkungslos, wenn sich niemand dran hält.
Erhlich gesagt bin ich da überfragt. Ich erlebe zu viele Menschen, die in einer sehr kleinen Welt leben. Diese darauszuholen wird schwierig.
Somit sollten die Medien das tun, damit die geistige Entwicklung des Menschen nicht so sehr von RTL geprägt wird.
Aber auch hier ist das Risiko des Missbrauchs und der Gehirnwäsche viel zu hoch.
Ständige Überwachung, der gläserne Bürger... Mag ich auch nicht. Wäre aber effizient.
Vielleicht brauchen wir einfach einen Messias der Neuzeit, der die Leute aus dem Schlaf reißt, aber wer würde ihn schon erkennen.

Geld abschaffen, ein System für eine gerechte Verteilung und man arbeitet nur noch für den Fortschritt. Jeder wird nach seinen Stärken zugeteilt. Effizienz pur, aber sehr kalt, eher schon maschinell. Sowas braucht der Mensch auch nicht.
Was braucht er also?

Zumindest brauchen wir hier bald nen Split wenn das so weitergeht.^^ Können das gerne per PM weiterbereden, vorrausgesetzt, du brauchst kein Publikum.
Das ist auch kein strategischer Rückzieher. Ich kann dir das Board zuspammen, aber wir haben uns wirklich schon arg vom Thema entfernt, auch wenn es indirekt verknüpft ist.

Ein Stichwort will ich dir aber nicht vorenthalten: Das ist natürliche Selektion. Ist einerseits ein gefährlicher Begriff, wenn ich an die Parallelen von vor über 60 Jahren zurückdenke, andererseits macht die Natur es uns vor.
An der Stelle möchte ich nochmal betonen, dass ich hier nicht meine Meinung kund tue. Ist lediglich ein Szenario von vielen, was ich durchgehe.
Wenn der Abschaum die Gesellschaft ausbremst... nunja... :D
Aber hier will ich mich vorerst doch nicht zu weit vorwagen. Zumindest nicht hier. Das geht zuweit ins Detail und kann auch mal in falsche Hälse kommen, je nachdem, wer es liest.
Gehört davon ab dann auch wirklich nicht mehr hier hin.

Gesamtheit?
Ein Beispiel:
Auf einer Etage in einem Gebäude steht ein Cola-Automat. Jeder wirft Geld hinein, konsumiert das Getränk. Dort sind Kästen für die leeren Flaschen gestapelt.
Man verstaut die leeren Flaschen nach dem einfachsten Prinzip wieder in die Kästen.
Nun ist der oberste Kasten voll... Der erste stellt sie einfach oben drauf. Der nächste stellt sie vielleicht dazu, schließlich steht da schon eine und ehe man sich versieht, steht alles voller Flaschen, aber niemand kam auf die Idee, den obersten Kasten runterzunehmen und sie in den nächsten Kasten zu packen.
Warum? Einseitiges Denken. Man bewertet die Flasche. Es ist nur eine Flasche. Sie ist weg, wenn ich sie da hin stelle. Eine Flasche tut niemandem weh. Aus dem Blick aus dem Sinn. Ein Objekt... da gibt es halt viele andere und viel wichtigere.
Allerdings, so klein die Bedeutung der Flasche auch ist, jemand muss sie wegräumen, denn sie werden ja auch abgeholt und ersetzt. Für denjenigen, der die alle einsammeln muss, ensteht unter Umständen ein allzu unnötiger Aufwand. Und vor allem fragt er sich, ob die Leute zu dumm für solche einfachen Dinge sind.
Das nächste Beispiel (Mein Lieblingsbeispiel): Straßenverkehr.
Jeder befindet sich dort in seiner Zelle. Man fühlt sich distanziert, geschützt. Reißverschlussverfahren. Jeder lässt einen rein. Einfach. Warum macht es niemand? Zu gering ist die Bedeutung des Mitteilnehmers. "Der kommt schon noch rein." "ein anderer wird ihn schon reinlassen" "mir egal, der kam vorhin viel schneller voran und fahren kann der sowieso nicht". Unzählige Faktoren, aber niemand erkennt das Gesamtbild, den Verkehrsfluss. Jeder trägt seinen Teil dazu bei und allen geht es besser. Vielleicht braucht der eine dann mal eine Minute länger, vielleicht hat der andere dann einen kleinen Vorsprung, aber es wäre flüssiger und stressfreier für jeden.

Ich hoffe, du verstehst, worauf ich hinaus will. ;)

Das Thema ginge so eher Richtung Kleinbürgertum und Geselschaftskritik, als wirklich noch des ursprünglichen Themas. Ich habs auch nur noch mal hiereingeschrieben, damit sich der eine oder andere vielleicht doch ein paar Gedanken macht. ;)
 
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Um mal den Bogen zum Thema zurück zu schlagen:
Selbstverständlich bedarf es einer gesellschaftlichen Umstrukturierung (bzw. Umerziehung).
Der Deutsche hat den Kollektivgedanken verloren bzw. wurde er ihm infolge der Entnazifizierung und des "Zeitgeistes" des aktuellen und letzten Jahrzehnts aberzogen.
Stattdessen werden hauptsächlich egoistische Werte wie Erfolg und Selbstverwirklichung vermittelt.
Beruflicher Erfolg und Prestigeobjekte stehen vor dem Kinderwunsch.
Die Einstellung "wenn ich mich nicht einmische, kann ich auch nichts falsch machen" dominiert über der Sozialcourage.

Wenn man über die Bestrafung von Gewalttätern spricht, sollte man natürlich neben der sehr (zu) komplexen Diskussion wie sie hervorgebracht werden, auch die führen, warum sie nicht verhindert werden.
Hier messe ich jedem einzelnen eine größere Anteilnahme zu als der Polizei.

Es ist ein Mythos, dass man in einer dunklen Ecke oder Gasse aufgesucht und zusammengeschlagen wird.
Davon habe ich ehrlich gesagt noch nie gehört.
Vielmehr werden die Opfer im Bus oder auf offener Straße angepöbelt und letztendlich angegriffen.
Wenn es zugelassen wird, dass Jugendliche Gruppen Samstagabends ihre Opfer quer durch die Stadt jagen können, finden die Täter dann nicht auch sogar eine stille Zustimmung in ihrem Handeln?

Tatsache ist: Zu groß ist die Ignoranz auf der einen Seite, die Feigheit auf der anderen, geworden.
 
Wenn man in Deutschland mittlerweile Klagen vom Schläger bzw. Anklagen des Staates gegenübersteht weil man ihn in Notwehr verletzt hat, sollte man so Notwehr oder Nothilfe leisten, dass der Schläger keine Möglichkeit zu einer Klage mehr hat, weil er nicht mehr da ist.

Und im Falle eines Dominik Brunner wäre er durch deine "Feigheit" noch am Leben.
 
Ebenso kann ich sagen, dass er noch am Leben wäre, wenn er nicht der einzige mit Sozialcourage gewesen wäre.

Von einem Fall wie von dir beschrieben habe ich persönlich noch nie gehört.
Möglich ist so etwas, aber auf jeden Fall nicht die Regel.

Ich denke mal, solange man seinen gesunden Menschenverstand einsetzt, kann man sich auch kaum in so eine Situation bringen.
 
BobbyBest schrieb:
Stattdessen werden hauptsächlich egoistische Werte wie Erfolg und Selbstverwirklichung vermittelt.
Beruflicher Erfolg und Prestigeobjekte stehen vor dem Kinderwunsch.
Die Einstellung "wenn ich mich nicht einmische, kann ich auch nichts falsch machen" dominiert über der Sozialcourage.
Da kann ich dir sogar so zustimmen zum ersten, aber schlimm finde ich des jetzt au net.
Den Kinderwunsch gibt es auch heute noch, nur er wurde auf ein vernünftiges Mas reduziert. Bei einem Kind hat sowohl das Kind als auch die Eltern mehr davon. -> Mag aber jeder seine Eigene Meinung haben und sollte auch von jedem selbst entschieden werden.
Zum anderen Punkt man hat weniger Probleme wenn man sich Raus hält.
Einmal besteht nicht die Gafahr selbst Opfer zu werden. Zum anderen, besteht auch nicht die Gefahr nacher selbst ne Anzeige am Hals zu haben wegen man zugeschlagen bzw. sich einfach gewehrt hat.
Ein anderen Punkt wäre auch des, dass man so gut wie nix ausrichten kann auser die Polizei zu rufen. "Kriminelle" halten sich net an Gesetze, wenn du dies aber tus hast du 0 Chacen. Waffen sind ja so allgemein Verboten somit hast nix mit dem du was ausrichten könntest... (Nix gegen ein Waffenverbot, finde aber es bei weitem übertrieben).
 
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