Bright0001
Commander
- Registriert
- Juli 2011
- Beiträge
- 2.665
Guten Tag liebe Leute,
heute möchte ich mit euch nicht nur über das oben genannte Thema sprechen, sondern auch auf einen Text verweisen, der es mmN schon ordentlich gut beleuchtet hat.
Konkret geht es um Kathrin Passigs „Standardsituationen der Technologiekritik“.
Um jetzt nicht in Deutsch-Aufsatz-Muster zu verfallen, fasse ich kurz zusammen;
Die Meinung einer größeren Menschen-Menge zu einem bestimmten technologischen Durchbruch ist teilweise vorherbestimmt und vorhersehbar, weil diese sich ständig wiederholt. Passig hat dabei die geläufigen Standardargumente aufgelistet, erörtert und mit Beispielen versehen.
Dabei wird keineswegs angenommen dass alle diese Argumente immer grundlegend falsch sind, sondern vielmehr häufig aus anderer Motivation entstehen als durch tatsächliche Mängel. Daher sollte man diese mit Bedacht lesen und mit Vorsicht selbst aussprechen, um keine Floskeln anderer zum X-ten Mal zu wiederholen.
--
Das ist nur ein grober Überblick, und ich empfehle jedem ehrlich den ganzen Text zu lesen, alleine schon weil er ziemlich interessant und aufschlussreich für jeden, in besonderem Maße aber für technikaffine Menschen ist.
Doch so einleuchtend er für mich erscheint, und soweit er auch meine Zustimmung hat, soweit weiß ich nicht wie andere Boardies darüber denken. Man braucht sich nur eine X-Beliebige News zu ner neuen Technologie raus zu picken um all jene Argumente dort wiederzufinden. Handys, Tablets, Wearables, VR, Android/iOS im Auto, CB Pro, selbst Skylake-News sind im Forum mit diesen Argumenten durchzogen.
Nun liebe Leute, was haltet ihr davon? Gibt es diese Standardsituationen wirklich, sind diese vorhersehbar und sind sie tatsächlich durch schwindende Status-Erhöhungsfunktion zu erklären? Dies, und die Suggestion dass es eine definierte Reihenfolge der Argumente gibt sind nämlich meine beiden Punkte denen ich nicht voll zustimmen kann.
P.S.: Mir ist bewusst, dass dieses Unterforum eigentlich für Themen außerhalb von Hard- und Software verwendet werden soll, doch da dies klar ein menschliches, gesellschaftliches Verhalten ist, hielt ich PuG für angemessen.
heute möchte ich mit euch nicht nur über das oben genannte Thema sprechen, sondern auch auf einen Text verweisen, der es mmN schon ordentlich gut beleuchtet hat.
Konkret geht es um Kathrin Passigs „Standardsituationen der Technologiekritik“.
Um jetzt nicht in Deutsch-Aufsatz-Muster zu verfallen, fasse ich kurz zusammen;
Die Meinung einer größeren Menschen-Menge zu einem bestimmten technologischen Durchbruch ist teilweise vorherbestimmt und vorhersehbar, weil diese sich ständig wiederholt. Passig hat dabei die geläufigen Standardargumente aufgelistet, erörtert und mit Beispielen versehen.
- „Wofür soll das gut sein?“
- „Wer will denn sowas?“
- „Die Einzigen, die das Neue wollen, sind zweifelhafte oder privilegierte Minderheiten.“
- „Das ist eine Mode, die vielleicht wieder vorbeigeht.“
- „Durch die neue Technologie wird sich nichts ändern.“
a. „Es ist ein Spielzeug ohne praktische Konsequenz.“
b. „Damit lässt sich kein Geld verdienen.“
c. (Gegen Kommunikations-Technologien) „Beteiligte haben sich nichts zu sagen.“ - „Es ist nicht gut genug.“
- „Schwächere als ich können damit nicht umgehen.“(Besonderes Augenmerk auf Frauen und Kinder)
- Etikettenfragen
- Hat die neue Technik mit Denken, Schreiben oder Lesen zu tun, dann verändert sie ganz sicher unsere Denk-, Schreib- und Lesetechniken zum Schlechteren.
Dabei wird keineswegs angenommen dass alle diese Argumente immer grundlegend falsch sind, sondern vielmehr häufig aus anderer Motivation entstehen als durch tatsächliche Mängel. Daher sollte man diese mit Bedacht lesen und mit Vorsicht selbst aussprechen, um keine Floskeln anderer zum X-ten Mal zu wiederholen.
Das eigentlich Bemerkenswerte am öffentlich geäußerten Missmut über das Neue aber ist, wie stark er vom Lebensalter und wie wenig vom Gegenstand der Kritik abhängt. Dieselben Menschen, die in den Neunzigern das Internet begrüßten, lehnen zehn Jahre später dessen Weiterentwicklungen mit eben jenen damals belächelten Argumenten ab. Es ist leicht, Technologien zu schätzen und zu nutzen, die einem mit 25 oder 30 Status- und Wissensvorsprünge verschaffen. Wenn es einige Jahre später die eigenen Pfründen sind, die gegen den Fortschritt verteidigt werden müssen, wird es schwieriger.
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Das ist nur ein grober Überblick, und ich empfehle jedem ehrlich den ganzen Text zu lesen, alleine schon weil er ziemlich interessant und aufschlussreich für jeden, in besonderem Maße aber für technikaffine Menschen ist.
Doch so einleuchtend er für mich erscheint, und soweit er auch meine Zustimmung hat, soweit weiß ich nicht wie andere Boardies darüber denken. Man braucht sich nur eine X-Beliebige News zu ner neuen Technologie raus zu picken um all jene Argumente dort wiederzufinden. Handys, Tablets, Wearables, VR, Android/iOS im Auto, CB Pro, selbst Skylake-News sind im Forum mit diesen Argumenten durchzogen.
Nun liebe Leute, was haltet ihr davon? Gibt es diese Standardsituationen wirklich, sind diese vorhersehbar und sind sie tatsächlich durch schwindende Status-Erhöhungsfunktion zu erklären? Dies, und die Suggestion dass es eine definierte Reihenfolge der Argumente gibt sind nämlich meine beiden Punkte denen ich nicht voll zustimmen kann.
P.S.: Mir ist bewusst, dass dieses Unterforum eigentlich für Themen außerhalb von Hard- und Software verwendet werden soll, doch da dies klar ein menschliches, gesellschaftliches Verhalten ist, hielt ich PuG für angemessen.