keshkau schrieb:
Also entscheiden wir demnächst nach Bauchgefühl oder was? Wenn einem die Gesetze nicht gefallen, dann sollte man zur Wahl gehen, sich um die entsprechenden Mehrheiten bemühen – falls diese überhaupt vorhanden sind – und die Gesetze ändern. Das ist aber nicht passiert. Es wurden (z. B. in Deutschland) Parteien gewählt, die für die EU sind. Und wenn die zuvor gewählten Volksvertreter dann ihre angekündigte Politik umsetzen, wird genörgelt, dass einem das nicht gefällt.
wieso unterstellst du, dass dann nach bauchgefühl entschieden wird?
und warum sollte das durch die entscheidung von politiker nicht nach bauchgefühl sein?
dass viele politker in vielerlei hinsicht inkompetent sind, oder eher korrupt, ist durch die praxis schon bewiesen worden.
und zu sagen, dass man zur wahl gehen sollte, um die eu-verfassung zu verhindern, zeigt, wie fern du von der wirklichen demokratie hier in deutschland fern bist.
in deutschland ist es eben nicht möglich, durch wahlen politische verhältnisse entscheidend zu verändern, weil die parteien/machthaber gleichgeschaltet sind.
wie hätte man wählen sollen, wenn man damals gegen den kosovo-krieg war?
mehr als rot/grün wählen war nicht möglich.
oder wenn man für mindestlohn ist: selbst wenn theoretische mehrheit dafür zustande käme, würde das nicht umgesetzt.
und es ist ein armseliges argument zu behaupten: weil diese parteien gewählt wurden, haben sie automatisch den auftrag für die eu-verfassung.
die allerwenigsten dürften das als kriterium für ihre wahl genommen haben.
zumindest habe ich noch niemanden getroffen, der sagte: ich habe spd gewählt, damit
sie der eu-verfassung zustimmen.
ich kenne aber sehr viele menschen, die noch die spd gewählt hatten, um die erhöhung der mwst. zu verhindern und die erhöhung des rentenalters auf 67.
ist das durch ihre stimmabgabe verhindert worden?