Ist das eine Sucht?

Ist das eine Sucht?

  • Ja!

    Stimmen: 277 89,1%
  • Nein!

    Stimmen: 16 5,1%
  • Weiß nicht!

    Stimmen: 18 5,8%

  • Umfrageteilnehmer
    311
[ ] Sucht
[ ] Pubertät
[ ] Verhaltensstörung
[ ] Leidenschaft für's Spielen
[x] Geht zum Arzt und beredet das mit dem

Zur Sucht gehört mehr als aggressiv zu werde, wenn einem etwas entzogen wird, ich mein, du sagst a auch nicht wenn die Nase läuft, du hast ne Influeza. Ich hab auch auf meinem Laptop rumgeklopft oder die Tastatur vom PC zerwamst wenn das Spiel wieder hing oder die KI gecheatet hat, aber zu der Zeit hab ich nicht groß Computerspiele gespielt, da von Sucht zu reden wäre der größte Humbug gewesen.

Letztens kam ein ganz interessanter Beitrag bei Spiegel TV, war's glaub ich.
Vlt. hat dein Bruder einfach viel zu viel überschüssige Energie, evtl. wäre eine Kampfsportart was für ihn und plötzlich löst er sich vom PC.
Oder vernachlässigt er seine sozialen Kontakte bis hin zum völligen Alleinsein, und das ganze ist ihm egal? Macht er frühs als erstes den PC an und abends wird er laufen gelassen bis man schlafen geht? Nebentätigkeiten wie essen, duschen, schlafen, der Toilettengang, etc. werden auf ein Minimum reduziert und lösen innere Unruhe aus?
Sieht er Leute die er über das Spiel kennengelernt hat als Freunde an?

Aber wie gesagt, geht zum Arzt. Zu einer Sucht gehört etwas mehr als ein aggressives Auftreten bei Entzug und dass 3 Leute in einem Computerforum sagen, dass es Sucht ist. Was aber nicht auszuschließen ist ...
 
Genausogut könnte ich ein CT Bild einstellen und eine Umfrage starten, ob das nun ein bösartiger Tumor ist...ridiculous
 
es gibt bei sucht diverse abstufungen die zumeist für substanzbezogene sucht mit diversen hilfsmitteln diagnostiziert werden: etwa icd-10 oder dsm-IV. wenn bestimmte merkmale über einen gewissen zeitraum zu beobachten sind ist eine suchtklassifizierung möglich.

allerdings würde ich die frage, ob sucht oder nicht - gar nicht so wichtig finden. ist es für den betroffenen nicht problematisch, ist eine sucht an sich nichts schlimmes. ist eine verhaltensweise für den betroffenen problematisch, dann müsste man lösungsmöglichkeiten suchen, auch wenn das verhalten nicht als sucht klassifiziert ist. prinzipiell sind einige negative effekte bekannt, die dann auftreten wenn die PC nutzung über lange zeit auf kosten anderer aktivitäten intensiv ausgeübt wird.

wenn du weitere hinweise willst, kannst du auch gerne in diesem forum weiter nach hinweisen suchen und ich kann dir noch ein paar nützliche links raussuchen, wenn ich zeit habe. es gibt aber auch spezielle suchtforen usw.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab mir das ganze jetzt mal durchgelesen und klar ist es eine Sucht. Arlein das auftreten von "aggresivität" ist schon ein anzeichendafür wie schon einige schrieben. Zugleich noch ein schweres Alter zugleich (Pubertät.....). Ich würde aufjedenfall mal einen Arzt aufsuchen und das besprechen in dem Alter ist meistens noch was zu machen aber um so länger warten umso schwieriger.
 
Es tut mir leid, aber wenn die Leute hier von Sucht reden, ohne Ausbildung in der Psychologie zu haben, halte ich es für große Unsinn und vollkommen verantwortungslos! Auch deine Frage bzw. Umfrage halte ich für sehr bedenklich.

Es geht hier nicht darum, eine genaue Diagnose zu stellen... Da reicht allerdings schon eine relativ oberflächliche Kenntniss von Sucht und/oder Psychologie, um so ein Verhaltensmuster zu interpretieren. Zumal das hier viele kennen werden. Muss nicht Spielsucht sein. Gibt ja genug. Alkohol/Drogen/Nikotin, Kaufsucht, Spielsucht... Und reagieren Menschen da nicht immer ähnlich? Depressiv und/oder gereizt wenn man das Suchtmittel entzieht?

Es sind typische Anzeichen. D.h. natürlich nicht, dass er sich nicht irgendwann von alleine Fangen kann. Kann er durchaus. Und eine qualifizierte ärztliche Diagnose ist ja auch was anderes.

Aber er fragt in einem FORUM...
Hier werden sich wohl kaum hundert Psychologen rumtreiben.
 
Heute hat mein Vater sich mit dem Betreuer von meinem Bruder getroffen und die Geschichte geschildert.

Auch er ist der Meinung, dass es sich hierbei um eine Sucht handeln könnte und kommt deswegen nächste Woche nochmal extra vorbei um sich das näher anzuschauen.
Soweit ich weiß soll es dort auch schon einige Änderungen geben, die helfen sollen, ob es eine Sucht ist oder nicht. Welche genau weiß ich selber nicht.
 
sucht kommt von "siechen".

zur zeit schadet sich dein bruder ja nicht. er geht nur dem rest der familie mit seinem verhalten "auf den s..k".

also nochmal Boonanzas beiträge lesen und mal tief tief durchatmen. dein bruder braucht was auf die finger. ihn als süchtigen hinzustellen, ist maßlos übertrieben.

richtige spielsüchtige ruinieren sich und ihre familien, erst finanziell und dann ...
 
Deecore schrieb:
Nachdem mein Vater meinen Bruder dort raus geholt hat, ist er auf jedenfall sehr aggressiv geworden und hat gedroht nicht nach Hause zu kommen etc. (waren aber nur leere Drohungen).
Meinst du wirklich, die Reaktion erfolgte, weil er WoW nicht weiterspielen konnte, oder lag es vielleicht daran, dass auf ihn Macht ausgeübt wurde und er das als ungerecht empfand? Ich sagte in meinem ersten Beitrag hier schon, dass ich seine Reaktion eigentlich ziemlich normal finde.

Ich vermute, dass es sich doch längst um mehr als nur den Spielekonsum deines Bruders dreht. Ich schätze, es geht vielmehr darum, ihm aufzuzeigen, dass er sich unterzuordnen hat. Und das hat so wie beschrieben mittlerweile Formen angenommen, die, wie ich finde, euch eher zum Teil des Problems als zur Lösung werden lassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich war auch mal so drauf.

Irgendwann merkt man dass das echte Leben viel cooler ist =) Sex gibts eben nicht in wow^^
 
Du willst eigene Erfahrungen hören?

Es gab auch Tage, da habe ich soviel gezockt, dass ich teilweise vergessen hab zu frühstücken. (Natürlich nur im Urlaub/WE. Wäre ich arbeitslos gewesen... oO)

Ich tendiere aber auch dazu, mich in alles reinzusuchten, woran ich gerade Spaß habe, das müssen nicht zwingend Computerspiele sein (einmal waren es sogar Exceltabellen oder Lego^^). Aber gerade MMORPGs sind es dann, die es mir längerfristig angetan haben. Allerdings bin ich aber auch in einem Alter, wo mir das niemand verbieten kann und als ich 16 war, gab es nicht mal WoW.^^ Aber es gab das SNES und den Gameboy und so... da habe ich viel dran gesessen.

Das Problem, was ich sehe, sind die sozialen Kontakte, die er ingame knüpft. Es sind Leute, die sind ständig da, man kann mit ihnen labern, usw. Ob es Freunde fürs Leben oder verlässliche Personen werden, steht auf einem anderen Blatt.

Teamspeak war ne zeitlang ein super Ersatz, als sich meine Freundschaften zerstreuten.
Allerdings habe ich auch gelernt, dass man auf diese Art selten Freunde fürs Leben findet. Es ist möglich. Drei Leute besuche ich auch regelmäßig, bzw. vice versa. Allerdings habe ich auch mehr Möglichkeiten als ein 15-jähriger.

Ich kann es sehr gut nachvollziehen, wie er sich verhält, und was er denkt. Ich kenne deinen Bruder nicht persönlich, deshalb kann ich da auch keine voreiligen Schlüsse ziehen. Ist lediglich ein Ansatz.

Ich hatte auch immer das Problem, dass bestimmte Elternteile mit meinen Interessen nichts anfangen konnten, bzw. immer versuchen, ihre Interessen auf mich zu projezieren. Das ist Teil des Generationenkonflikts und gerade, wenn deine Eltern absolut nichts für die neuen Medien übrig haben, kann ich mir vorstellen, dass es ganz schön kracht.

Habt ihr überhaupt mal versucht, euch für die Dinge zu interessieren, die er macht?
Habt ihr WoW überhaupt mal selbst gespielt, um euch ein Bild davon zu machen, wie die ganze Sache überhaupt aussieht? Zumindest mal über die Schulter geschaut?

Lasst ihr euch denn von Leuten irgendwas sagen, von denen ihr wisst, dass sie eh keine Ahnung haben und es eh nicht nachvollziehen können und wichtig: auch wollen?

Gerade den letzten Satz müsst ihr euch mal vor Augen halten.
Inwiefern dein 15-jähriger Bruder schon voll imstande ist, etwaige Konsequenzen abzusehen, kann ich nicht beeurteilen. Erfahrungsgemäß denken alle U20, sie hätten die Welt begriffen. Das ist selten der Fall und den Fehler habe ich auch schon hinter mir.^^

Gruß, side.
 
Neben der Frage, ob es sich um eine Sucht handelt, wäre auch noch die Frage interessant, ob diese Sucht schädlich ist.
Denn gegen eine nicht schädliche Sucht wäre doch sicherlich viel weniger einzuwenden, als beispielsweise gegen eine Sucht, die einen mittelfristig ins Grab bringt.

Ich persönlich habe selber ca. 1,5 Jahre lang recht intensiv World of WarCraft gespielt als es noch neu war und ich kenne welche, die spielen seit dem Release, also seit 5,5 Jahren durchgehend. Trotzdem würde ich Rückblickend weder diese Zeit missen wollen, noch denke ich, dass meine immer noch aktiven Kollegen gefährlich-süchtig sind oder gar ihr Leben nicht im Griff haben.

Es ist wichtig zu verstehen, dass WoW ein soziales Spiel ist. Das bedeutet dass der Kontakt zu anderen und das Bedürfnis, sich mit ihnen auszutauschen, vermutlich eine wesentliche Komponente der Sucht (oder Nicht-Sucht) ist.
Man muss sich also Fragen: Hat die betroffene Person Freunde ausserhalb des Spiels? Hätte sie Freunde ausserhalb des Spiels, wenn sich nicht spielen wurde? Und: Hat sie Freunde im Spiel? Es ist nämlich leichter im Spiel Freunde zu finden als ausserhalb des Spiels, unter Anderem da man sich dort weitgehend vorurteilslos begegnet. So gesehen können solche Spiele zu intensiven sozialen Kontakten führen, wo sonst wahrscheinlich keine vorhanden wären. So gesehen kann WoW also durchaus etwas positives sein.

Trotzdem sollte natürlich darauf geachtet werden, dass WoW nicht dermassen zentral wird, dass darunter die Leistung in Schule oder Beruf leidet, denn dies wirkt sich dann natürlich längerfristig negativ aus. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, dass keine totale körperliche Verwahrlosung stattfindet, denn dies wäre natürlich gesundheitsschädlich.
Rein von der psychischen Entwicklung hingegen, würde ich WoW nicht auf biegen und brechen verteufeln wollen, da kann es durchaus auch positive Komponenten haben. Man sollte da nicht sein eigenes Bild von Normalität (im Sinne von 'Normal ist, sich am Wochenende zu besaufen' oder 'Normal ist, zu heiraten, ein Haus zu bauen und Kinder zu kriegen') auf andere projizieren!
 
Jopp, es ist eine Sucht, den er hat das verlangen das spiel zu spielen, komme was wolle und gesche, er muss es spielen, am besten zu einem arzt gehen.
 
Naja Sucht weis ich nicht, je nachdem wie aktiv er dort ist und wie stark er da vernetzt ist ...

Solange er die Schule oder so nicht vernachlässigt finde ich das eigentlich nicht schlimm bzw diese 2std Regelung auch völligen Schwachsinn...
Ich gehe jetzt mal davon aus das er dort gut in eine Gruppe integriert ist und dann darf er nur 2std am Tag mit seinen Freunden zusammen sein ?
Ist doch klar das es ihn dann aufregt, wenn es mal nicht funktioniert, oder er auf Zeit verzichten soll, diese dann aber nicht angerechnet bekommt.

Außerdem lastet so auch ein gewisser Druck auf ihm, er muss irgendwas erreichen, Items sammeln ...
Wenn er dann keine anderen Hobbys hat ist das doch klar das es so ist wie es jetzt eben ist, das ist dadurch aber noch lange keine Sucht.

ich kenne auch Leute die haben dauernd ein Buch dabei und lesen in jeder freien Minute und wissen auch nicht so recht was sie tun sollen, wenn sie nichts zu tun haben und kein Buch haben, sind sie deshalb Lesesüchtig ?
Was ist mit Leuten die jeden Tag Joggen gehen, weil sie sonnst irgendwie unausgeglichen sind, auch süchtig ?

Aber egal, das ihm auferlegte Limit ist einfach nur Schwachsinnig bzw das Spielen zu verbieten, so macht man alles nur schlimmer und schürt noch zusätzliche Konflikte.
Die Lösung wäre ihm Alternativen aufzuzeigen und zwar welche die ihm passen und nicht den Eltern.

Und wenn man da nichts findet, dann muss man sich eben damit abfinden das er 5 Stunden am Tag spielt, so what, solange darunter nichts leidet ist das doch völlig egal, die Welt ändert sich eben und würde er jeden Tag 5std in die Bücherei oder den Fußballclub laufen würde das niemanden stören ....


Wirklich schlimm ist es m.M.n erst wenn er dafür andere Sachen, die ihm Spaß machen/wichtig sind vernachlässigt.

.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist irgendwie, wie bei mir früher, bin täglich mehrere Stunden vorm PC gesessen und hab was gespielt, schon lange her, jetzt kann man mir das beste spiel vor augen legen, und nach ner stunde will ich nimmer. :)
 
Kenne da Leute die sind genau so...
Wir wollen los Baden, Trainieren irgendwas... "Ne ich hab keine Lust", dann zu Hause sitzen und WoW zocken...
Immer wenn ein Raid war musste er zufällig nach Hause, "Essen","Keine Lust mehr, zu müde"... usw.

Ich hab auch viel probiert, wenn ich gesagt habe er ist süchtig und spielt zu viel, hat er gesagt ich soll mich bitte vor einen Zug werfen weil ich ihn nerve.

Dann war es mir zu dumm und ich hab ihn spielen lassen... inzwischen wird es ihm langweilig :D
Oder es liegt an der Hitze, dass er keine Lust mehr hat.
 
Ich persönlich würde schon sagen dass es eine Art Sucht ist, egal wie schwerwiegend die jetzt wohl ist. Das dein Vater schonmal mit dem Betreuer spricht, macht mir aber Hoffnung das dein Bruder das in Griff bekommt.
Die Pubertät verstärkt das Ganze vielleicht auch noch, außerdem gibt es ja auch einfach Menschen die allgemein einfach das haben wollen was sie machen und nun mal ein wenig heftiger reagieren wenn sie das nicht bekommen :)


Seit ihr jetzt eigentlich schon weitergekommen mit dem Betreuer usw. ?
 
Interessant an der Tatsache fände ich die Selbsteinschätzung mancher Teilnehmer hier, ob sie den süchtig sind. Ich stelle fest, dass einige hier den ganzen Tag, oder sogar Nachts aktiv sind. Für mich stellt das nach jetzt nach 5 Tagen schon eine Belastung dar, und ich empfinde es momentan beinahe schon als Arbeitsplatz hier (habe Urlaub). Vielleicht sollte ich mal abschalten.
 

Was spricht dafür?

+ Entzugserscheinungen
+ erhöhte Aggressivität
+ kann sich den Tag nicht anders gestalten

Lösung
+ Psychologe (!)
+ Deals (beispielweise, wie o.g., Handy)
+ Tag für Tag loben, wenn er einen Tag ohne Zocken ausgekommen ist

Gut gemeinter Rat
Hier im Forum werden sich kaum Psychologen rumtreiben. Aber für einen Blinden mit Krückstock ist sogar klar, dass der Fall eindeutig eine Sucht darstellt. Eine andere wirklich gute Lösung als einen Psychologen zu konsultieren, können wir nicht geben.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich sags mal ganz offen : Ja ich denke es ist eine Sucht . Auf der anderen Seite frage ich mich wo genau das Problem liegt? Der Knirps ist 15 - Was spricht dagegen "den Stecker zu ziehen" (es handelt sich schliesslich nicht um eine körperliche Sucht deren "absetzen" wohl nichts in der Art wie Metadon bei Heroinsucht bedarf um körperliche Schäden zu vermeiden)?
Mein Tipp ist in diesem Fall die elterliche Verfügungsgewalt dahingehend zu nutzen ihm einfach den "Nährboden" der Sucht zu entziehen indem man z.B. seinen I-Net Zugang einfach eine Zeit lang komplett sperrt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, alles ist immer so einfach. Ist ja nur ein 15-jähriger Knirps. Klemm ihm den Saft ab und die Probleme lösen sich von selbst. :rolleyes:
 
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