Ist das eine Sucht?

Ist das eine Sucht?

  • Ja!

    Stimmen: 277 89,1%
  • Nein!

    Stimmen: 16 5,1%
  • Weiß nicht!

    Stimmen: 18 5,8%

  • Umfrageteilnehmer
    311
Vor allem die Randdaten sind interessant: Er sitzt vermuteter Weise etwas mehr als 20 Stunden am PC pro Woche bei mir sinds...sagen wir mal durch Job und so +40. Dann wird er aggressiv wenn man ihm was wegnimmt und alle sind ziemlich einhellig der Meinung, dass er süchtig sei. Diebstahl ein Delikt. Abhängig ist das Kind wohl schon, wie ich auch, aber ist das eine Sucht?
 
Abhängigkeit ist mMn nur ein anderes Wort für Sucht.
 
Ganz klar süchtig! Aber das in den Griff zu bekommen wird nicht leicht! Drück euch die Daumen.
 
Timesless schrieb:
Abhängigkeit ist mMn nur ein anderes Wort für Sucht.

Ich weiß ja nicht:

"Abhängig" bedeutet nach duden.de: durch etw. bedingt, bestimmt
"Süchtig" dagegen: an einer Sucht leidend

In der Physik wird das denke ich deutlich: Reaktionen können voneinander abhängen nie jedoch süchtig sein.

Was ich aber auch denke ist, dass im Falle einer Suchterkrankung derjenige natürlich auch abhängig ist.
 
Gut gesucht, wobei Abhängigkeiit = Sucht denke ich echt nicht stimmt. Oder zumindest ist es keine 1:1 Beziehung sondern gilt nur in der von dir angegeben Richtung. Sucht beinhaltet Abhängigkeit aber nicht andersherum.
 
Beitrag 51 spricht mir aus der Seele.

Ich hab zwar selbst nie WOW gespielt (ist mir einfach zu doof), zocke jedoch schon seit 8 Jahren Onlineshooter. Mit 15 hat man mir auch versucht eine 2 Stunden am Tag Regelung aufzudrücken unhd ich kann nur sagen: es ist der Horror, macht das nicht.
Die Person würd euch unter Umständen dafür hassen, auch nachträglich! (ja ich bin nach 8 Jahren immernoch sauer auf meine Eltern)

Redet mit ihm und macht ihm klar das schulische Leistungen und evtl Dinge wie die Mithilfe im Haushalt nicht vernachlässigt werden dürfen, dann soll er sich den Tag selbst gestalten. WoW ist ein soziales Spiel welches bei einem nicht vorhandenen Freundeskreis schon positive Aspekte bieten kann. Dem Jungen den Tag zu vermiesen indem man ihm das vorenthält ist meienr Meinung nach nicht richtig!
Computerspiele sind numal moderne Beschäftigungsmöglichkeiten und gehören bei den damit ausgewachsenen Generationen meist zum Alltag.
 
Meiner Ansicht nach läuft die Sache so:

Eltern haben keinen Plan, worum es geht, haben keinen Plan von WoW, leben eh ein Leben mit wenig Bezug zu modernen Medien und machen sich ein Bild ohne ein Bild zu haben.

Ich würde das gleiche machen. Gibt doch nichts asigeres, als wenn man mit Leuten interagieren will und andere es einem verbieten.

Natürlich muss man da Fingerspitzengefühl zeigen. Ich kenne Extremzocker, die haben ne Perle. Ich kenne andere, die haben überhaupt nichts außer ingame.

Was letztendlich auf deinen Bruder zutrifft, wird hier niemand zu 100% bestimmen können und all die Hexenjäger hier haben sicher auch kaum Bezug zu sowas oder können nachempfinden, wie sowas läuft.
 
Der Thread ist zwar nicht mehr aktuell (jedenfalls hat der TE seit geraumer Zeit nichts mehr geschrieben), trotzdem noch meine Meinung zu der Sache:

Für die Beurteilung, ob er süchtig ist oder nicht haben wir doch eindeutig zu wenige Informationen. Dein Text ist nicht gerade überall verständlich und ergibt überhaupt Sinn, von daher ist die Frage ob dein Bruder nicht noch irgendwelche anderen Probleme im Hintergrund hat, über die wir hier nur spekulieren können.
Liest sich allerdings schon so als wäre er mehr als ein bloßer Vielspieler, allerdings bleibt das immer die subjektive Meinung die nunmal nur auf deinem subjektivem Text der sicher auch schon verfärbt ist, basiert.
 
Eindeutig eine Fehlverteilung der Prioritäten. Ob das nun eine Sucht ist, ist trotzdem fraglich...
 
Ich weiss nicht was daran kein Suchtverhalten sein soll?

Also aus meiner Sicht ganz klar eine Sucht.
 
Dann ist mein Opa auch fernsehsüchtig, da er ohne auch nicht mehr weiß, was er machen soll und sofort die ganze Welt in Bewegung setzt, wenn die Flimmerkiste nicht läuft und nach dem Umzug heult, dass er jetzt durch weniger Programme zappen kann. :D;)
 
Für mich hört sich das alles nach Pubertät an und was soll er mit einem beknackten Handy wenn seine Freunde eh in WoW sind ;) ?

Sucht ist es meiner Meinung nach wenn er in 1 bis 2 Jahren kein Interesse an Mädels hat :p

Finde es faszinierend das anscheinend 90% der Leute hier, mit 15 immer "brav" das gemacht haben was die Eltern gesagt haben ... ? :freak:

So jetzt entwickle ich eine Zeitanomalie so das meine Kleine nicht älter wird als 11 ... weiß jemand wie das geht? Hilfe? Data? 7of9? Hilfeeeeee....


EDIT PS Nein, ich spiele keine MMORPGs. Habe aber mal für 3 Tage Lineage II gespielt. Nonstop ohne zu schlafen und mit kurzen Essens und Toilettenpausen. Danach habe ich das Spiel gelöscht und die DVD in den Müll geworfen. Seitdem nie wieder sowas angefasst! Ich bin hochgradig gefährdet bei MMORPGs!
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibts ne CB-Sucht?:D

Bzw. ist man süchtig nach Internet, wenn alle aktuellen Kontakte, die man hat in ICQ und Teamspeak stattfinden? (evtl. aus Entfernungsgründen... wenn die Personen in der ganzen Welt verstreut sind.

Sollte man mir dann meinen Rechner wegnehmen, da ich dann zuviel online bin? Wenn ich jetzt 13 Jahre zurückdenke und so eine Situation hätte, würde man mich zu 100% in einem Internet-Cafe wiederfinden. Da gebe ich Brief und Siegel drauf.

Ok, wir hatten in der Nachbarschaft einen Fall, wo ein Knirps richtig aggro wurde, als man ihm sein SNES wegnehmen wollte. Da sind ja keine sozialen Kontakte mit verknüpft. Das ist eine Sucht. Aber da sollte man vorsichtig sein, denn wenn man einem Buchliebhaber seine Bücher wegnimmt, wird er auch aggro. Sucht? Wo fängt dann Sucht an und hört auf?
Enthusiasmus ist nicht gleich Sucht. Besessenheit schon.

Bevor hier einige Hexenjäger rümpfend die Nase heben, jeder hat doch etwas, worauf er nicht verzichten will, etwas, was in der Prioritätsleiter ganz oben steht. Ohne irgendetwas, worin man sich verlieren kann, werden dann so Leute, wie meine Eltern gebohren, die absolut nichts machen außer gammeln. Ein bisschen Fernsehen, ein bisschen im Internet schauen und sonst mal spazieren gehen. Gechilltes Leben, aber die werden echt komisch. Zugeknöpft, depressiv, und kleine Dinge wie eine falsch einsortierte Wasserflasche im Kasten mutieren dann zu Dramen.

Ich weiß nicht. Irgendwie wird hier alles zu flach betrachtet.

Man sollte ein gesundes Mittelmaß finden und oft ist es auch so, dass Menschen einfach Phasen haben, in der sie ihre Prioritäten relativ krass verschieben.

Deswegen sollte man Fingerspitzengefühl zeigen und das absolut kontraproduktivste ist eine absolut unanfechtbare authoritäre Position, die keine Gnade, kein Verständnis und nicht mal den Versuch zeigen, auf irgendwas einzugehen.

Ich kenne das von meinen Eltern noch zu gut. Alles, was meine Mutter nicht verstand oder sie nicht nínteressierte, war entweder Blödsinn, Teufelswerk oder passte auch sonst nicht in iher Weltbild. Finde das ätzend. Heute mache ich, was ich will, aber als Knirps hat man da leider keine großen Möglichkeiten.

Wenn ich beobachte, mit welcher Leichtertigkeit sich hier Leute Urteile und Allgemeingültigkeiten bilden, hoffe ich das Beste für etwaige Kinder dieser Personen.
 
Oh man, die 2 Stunden Regelung hatte ich auch mit etwa 15. Aber zum Glück nicht lange. Irgendwann konnte ich meine Eltern dazu überreden, dass ich mir die Zeit aufsparen kann. Als ich dann schon über 50 Stunden aufgespart hatte, haben sie eingesehen, dass es sinnlos ist. Und nur, weil dein Bruder so reagiert, würde ich nicht gleich auf Sucht schließen. Aber liegt natürlich nahe.
 
Grundsätzlich kann psychologisch gesehen alles süchtig machen. Die Frage ist nur ob diese Sucht auf Dauer schädlich ist.
Bei WoW würde ich nicht einmal direkt von einem längerfristig eintretenden Gesundheitlichen Schaden sprechen viel mehr von einer Sozialen Abgeschiedenheit in den meisten Fällen.

Wer jetzt sagt: "In WoW hat man doch soziale Kontakte"
Ja hat man, allerdings kann man einen Fremden am anderen Ende der Welt nicht mit dem Nachbarsjungen vergleichen mit dem man eine Runde kicken geht oder?
 
sidestream schrieb:

Du bist nicht nur ein kompetenter Tastaturberater (meine 7G kommt heute, ich hoffe Sie ist guuuuut :) ) sondern denkst nach, im Gegensatz zu anderen die hier sowas posten (nicht böse gemeint):

dustyOn3 schrieb:
Definitiv süchtig.

Ansonsten zu dem Argument:

Cpt. Subtext schrieb:
... "In WoW hat man doch soziale Kontakte" Ja hat man, allerdings ...

Da kenne ich ein gutes Beispiel. Ein guter Freund (in Deutschland) von mir spielt Lineage II mit Freunden aus Bulgarien und die treffen sich (trotz der Distanz) alle 2 Monate. Gehen zusammen weg, trinken, tanzen, grillen, Spaß haben wie auch immer.

Mit den Freunden in der Nähe trifft er sich regelmäßig auch mit mir obwohl ich kein Interesse an dem Spiel habe (siehe mein Post vorher) ;)

Bei meinem CSS Clan war das nicht anders. Da war ich sogar alle möglichen Leute besuchen da wir über ganz Europa verteilt waren. War echt cool, ich war dann (mit meiner damaligen Freundin) mehrmals in Paris, Bordeaux, Athen, Sofia, London und haben uns auch bei mir auf Kreta als auch in Deutschland getroffen ... geile Zeit, ich brauche meinen alten CSS Clan. Familie ist zwar schön aber der CSS Clan damals... *seufz* Ich würde sagen meine Frau und Tochter brauchen ein bisschen CSS Training ... notfalls ein Aimbot ^^

So Leute kenne ich viele und alle spiel(t)en viel bzw. dann weniger als Sie eine Familien gründeten.

Nur einer hat nie kapiert das auch außerhalb seines Zimmers Leben existiert. Wobei ich das eher auf seine Arbeits- und dadurch miteinhergehende Perspektivlosigkeit schiebe (leider). Ein feiner Kerl aber im Moment kriegt er die Kurve nicht :(
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, das ist mit Vorsicht zu genießen. Ich hatte zu SRO-Zeiten auch einige Kontakte und davon haben sich genau 0 bewährt. Das sind in der Regel Leute, mit denen man täglich labert aber die ihr Leben abseits führen. Das sind bestenfalls Bekannte, keine Kumpels.

Erst über Foren in Verbindung mit dem Spiel bin ich zu Kontakten gekommen, die ich seit Jahren regelmäßig besuche. Aber ich kann es mir auch leisten, mal eben 230 oder 400km zu überbrücken für ein paar Tage. Das dürfte für einen 15-Jährigen deutlich schwieriger sein, ohne Gehalt, Auto usw.

Ist halt so eine Sache. Größtenteil leben wir auch unser eigenes Leben redundant. Jeder hat sein eigenes tägliches soziales Umfeld und aufgrund der Entfernung ergeben sich abgesehen von den Besuchen keine Interaktionen, außer mal Chat oder Telefonaten oder so.

Deswegen kann man auch so schlecht zu 100% sagen, was da los ist, solange man des TE's Bruder nicht persönlich kennt.

Dass Eltern sich aufgrund von Bildzeitung und ein bis zwei Fernsehreportagen auf RTL ne Meinung bilden ist nichts neues. Meine Mutter meinte auch mal, ich sei ein Messi, weil mein Zimmer immer vollgepackt war mit PC-Krempel, Mainboardkartons, Lüftern, Gehäuse usw. war, aber kein Restmüll, der in irgendwelchen Ecken vor sich hingammelt. Ich hab doch nicht jeden beschissenen Apfel aufgehoben, weil mich die Bissform emotional an irgendein Lebensevent erinnerte oder so.
Ich kann über sowas nur den Kopf schütteln. Und wenn man sich dann noch gegen diese emotional-hysterisch geladenen Leute mit Wand-Argumentationen und Authoritätskeulen durchsetzen muss, was natürlich als 15-jähriger ein Fail ist, bleibt nur der Ausweg über die Heimlichkeit.

Ob nun Sucht oder nicht, bleibt in dem Fall hier eh ungeklärt. Ich hoffe nur, dass ein paar Leute mitlesen und sich mehr Gedanken machen als 10min RTL oder 5 Zeilen Bildzeitung.
 
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