News Thunderbird 137: Mozilla will E-Mail-Client mit Pro-Features neu erfinden

Ich verstehe nicht, was an einem E-Mail-Client so komplex sein muss. Wir schreiben seit 25 Jahren E-Mails. Was soll sich denn da groß verändern? Einfach einen soliden Unterbau und schöne Oberfläche anbieten, und fertig ist die Laube. Vielleicht wird das ja was in den nächsten 137 Versionen :D
 
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DavidXanatos schrieb:
Thunderbird sollte lieber eine klassische 80er-Jahre-UI anbieten – dann würden all die Leute, die damals grafische Oberflächen lieben gelernt haben, auch dabei bleiben. Und die leben noch locker 60+ Jahre!
Eine garantierte Nutzerbasis für Jahrzehnte.
Aber nein – lieber die UI verschandeln, um der Clicky-Bunti-Generation mit Wurstfingern und Fischbildschirmen (Touchscreens) hinterherzurennen.
Nur dumm, dass genau diese Leute eh keinen Firefox nutzen – Datenschutz ist denen ein Fremdwort, und Google ist halt sooo bequem.
OK, Boomer.

Reduziert wäre schon nicht schlecht aber dann bitte mit weniger Layern. 80er UI mit tausend Fenstern bitte nicht.
 
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shoKuu schrieb:
Es hat es nicht mal geschafft die Konten permanent und sauber einzubinden.
Dann scheinen deine Konten spezielle pop3/imap/Exchange Abfragen zu machen oder andere können mit dem Client einfach besser umgehen. Selbst nutze ich 3 verschiedene Profile in denen jeweils 21, 9 & 5 e-Mail Postfächer von insgesamt 12 verschiedenen Mailservern kommen und habe schon über 10 Jahre damit keine Probleme. Selbst das hin und her schieben der Profile von Linux zu Mac oder Windows ist kein Problem.
 
Gut, denen laufen die Nutzer weg und die Lösung sind kostenpflichtige Features?
Ein ganz neuer Weg zur Neukundenakquise, denen wird man bestimmt die Bude einrennen.
 
Vielleicht wäre es ja schon einmal ein Anfang, wenn man sich bei Thunderbird zwecks Layout & Darstellung von E-Mails mehr am datenschutzrechtlich nicht so optimalen Microsoft Outlook orientieren würde, das ich trotz allen Bedenken letztlich doch wieder als Hauptprogramm für Mails nutze.

Insbesondere, wenn es Mails gibt, die mehrere frühere Antworten enthalten, ist das bei Thunderbird jedes Mal ein Kampf, weil diese früheren Antworten nicht wie in Outlook chronologisch unterhalb der jeweils neusten Mail dargestellt werden, sondern da werden dann für die Antworten innerhalb einer Mail aus irgendwelchen Gründen komplett eigenständige "Untermails" aufgemacht, in denen sich dann die erste / älteste jemals dazu geschriebene Email weiterhin an erster/obersten Stelle befindet und neuere, darauf bezogene Antworten dann darunter als Untermails folgen und das dann nicht mal zeitlich chronologisch....

Screenshot 2025-04-02 133406.jpg


Das hat mich an Thunderbird schon immer sehr verwirrt und auch im Workflow gehemmt, wenn man Outlook gewohnt ist.

Man muss ja auch nicht immer das Rad komplett neu erfinden. Würde ja schon reichen, wenn man sich einfach Outlook 1:1 kopiert, nur eben mit besserem Datenschutz implementiert.
Für meinen Geschmack muss man da gar nicht erst groß aus der Reihe tanzen mit irgendwelchem komischen Schnickschnack, der dann am Ende nur halb zu Ende gedacht worden ist.
 
cookie_dent schrieb:
Ein ganz neuer Weg zur Neukundenakquise, denen wird man bestimmt die Bude einrennen.
Wenn Nutzer zu anderen, kostenpflichtigen Lösungen greifen, weil der eigentlich bevorzugte Mailclient Thunderbird bestimmte Funktionen nicht bietet, warum sie denen dann nicht gegen Bezahlung einbauen? Die bisher vorhandenen Grundfunktionen bleiben ja unangetastet.
Marvolo schrieb:
Würde ja schon reichen, wenn man sich einfach Outlook 1:1 kopiert
Bloß nicht, wer will den so etwas?
 
Incanus schrieb:
Bloß nicht, wer will den so etwas?

Ich. Aus oben dargelegten Gründen.
Man muss auch nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Sowas ist meist maximal kontraproduktiv zwecks Kundenaquise. Nehmen, was sich bewährt hat, aber mit datenschutzkonformem Setting und et voila.
 
silentdragon95 schrieb:
Rein aus Interesse, wie/wieso macht man das heutzutage, benutzt du nur ein einziges Endgerät für E-Mails?
Ich habe mehrere 10000 Mails in meinen Mailverteiler-Ordnern liegen. Die frischen Zugänge werden gePOPt und dabei automatisch in das entsprechende Verzeichnis einsortiert. Über die Jahre haben sich mehrere GB angesammelt. Damit will ich aber nicht meinen Provider-Speicher verstopfen. Die lese ich weg, wenn ich mal Zeit habe, z.B. unterwegs im Zug. Diese Verzeichnisse synchronisiere ich mit Unison zwischen PC, Laptop und Tablet, sodass ich immer alles überall dabei haben kann.

Auf dem IMAP will ich eigentlich nur aktuelle und relevante Mails liegen haben. Was vorüber ist, wird archiviert oder gelöscht. Meine Motivation ist hier außerdem Datensparsamkeit und Minimierung von Angriffsfläche, falls der Anbieter mal gehackt wird.
 
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bandchef schrieb:
Ich bin seit Jahrzehnten Outlook-User (im Endeffekt seit Einführung der Ribbons, also Office 2007), und ich habe in all diesen Jahren immer wieder im Privaten versucht Thunderbird als "DEN" Client auf meinen Windows-System zu etablieren - immer erfolglos. Warum? Weil ich mich nie an diese komischen Workflows und von Outlook völlig verschiedenen Menüs, Einstellungsmenüs usw. usf. zu gewöhnen.

Und es wäre so einfach:
Also Client-Hersteller muss ich mich an die Masse richten, wenn ich Erfolg will. Mozilla müsste einfach die Kernfeatures, insbesondere bei der Darstellung der Mails, sich zu, ich sag mal, zu 90% an Outlook orientieren und schon hätten die eine Menge neuer User.
Ob Microsoft sich natürlich Anordnungen von gewissen Darstellungsschemata "patentiert" hat bzw. überhaupt kann, könnte evtl. das Problem sein.

Thunderbird ist an den meisten Stellen un-intuitiv und wenn ich eine wachsende Userbasis generieren will, muss ich mich an die Gepflogenheiten der großen Masse an User halten und die kommt sicherlich nicht aus den 60er oder 70er Jahren!
Ich dagegen habe seit Jahren daheim TB und jetzt auf Arbeit Outlook.
Es ist ein Alptraum.
Man kann NICHTS machen, keine .ics-Kalender abonnieren, keine EMails vernünftig suchen, keine Kürzel speichern. Beim Antworten in einer Konversation, in der man als letztes geschrieben hat, schreibt man eine EMail AN SICH SELBST. Wie blöd kann ein Programm sein?
Der einzige Vorteil besteht in der Übernahme der Autokorrekturfunktion von MS Word, was aber auch bittersüß ist, weil die ja seit einiger Zeit in Office verkrüppelt ist.
 
Nutze Thunderbird schon länger und habe derzeit auch keinen Wechsel geplant. Habe allerdings auch keine besonderen Anforderungen und möchte mir Outlook mit ständigen Lizenzmodellen/Editionen nicht antun. Denke inzwischen nutzen einfach viele exklusiv das Handy für ihre Mails oder halt den Browser für gelegentliche Zugriffe. Einfach kein Wachstumsmarkt mehr.
 
Marvolo schrieb:
Ich. Aus oben dargelegten Gründen.
Mag sein, aber dann nutze halt weiter Outlook. Man nutzt ja auch deswegen einen anderen Client, weil Outlook einem gerade nicht passt. Daher würde ich eine weitere Annäherung oder gar Nachbau rundheraus ablehnen.
so_la_la schrieb:
Beim Antworten in einer Konversation, in der man als letztes geschrieben hat, schreibt man eine EMail AN SICH SELBST. Wie blöd kann ein Programm sein?
Richtig, das ist ein so ein Fail von Outlook, an den ich mich nie gewöhnen werde.
 
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bandchef schrieb:
Thunderbird baut ab, weil es keine echte alternative zu (vor allem) Outlook (mehr) ist bzw. eigentlich nie war. Die Workflows sind zu verschieden davon und die GUI ist altbacken.

Ich bin seit Jahrzehnten Outlook-User (im Endeffekt seit Einführung der Ribbons, also Office 2007), und ich habe in all diesen Jahren immer wieder im Privaten versucht Thunderbird als "DEN" Client auf meinen Windows-System zu etablieren - immer erfolglos. Warum? Weil ich mich nie an diese komischen Workflows und von Outlook völlig verschiedenen Menüs, Einstellungsmenüs usw. usf. zu gewöhnen.

Und es wäre so einfach:
Also Client-Hersteller muss ich mich an die Masse richten, wenn ich Erfolg will. Mozilla müsste einfach die Kernfeatures, insbesondere bei der Darstellung der Mails, sich zu, ich sag mal, zu 90% an Outlook orientieren und schon hätten die eine Menge neuer User.
Ob Microsoft sich natürlich Anordnungen von gewissen Darstellungsschemata "patentiert" hat bzw. überhaupt kann, könnte evtl. das Problem sein.

Thunderbird ist an den meisten Stellen un-intuitiv und wenn ich eine wachsende Userbasis generieren will, muss ich mich an die Gepflogenheiten der großen Masse an User halten und die kommt sicherlich nicht aus den 60er oder 70er Jahren!

Meine Rede, ein paar Beiträge weiter oben!
Es könnte so einfach sein, wenn man einfach Outlook etwas datenschutzkonformer machen würde. Ob das am Ende dann Outlook heißt oder von MS ist, ist mir dann furzegal.
 
@Marvolo: Neuste Version, die ich habe. Danke fürs Gespräch. So etwas wie Versionsnummer sollte man schon wissen, was man nutzt oder ob man nicht zufällig eine Nightly oder Beta in Verwendung hat.
 
Cool Master schrieb:
Klar gibt es nicht aber E-Mail gibt es nun wie lange? Das sollte kein Hexenwerk mehr sein...
Sag das mal Microsoft, die nächste Exchange-Lücke kommt bestimmt. :D
Da blechen die Leute und kriegen die Sicherheitslücken frei Haus.
 
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Kann es nicht auch einfach sein, dass der Bedarf an eigenständigen E-Mail-Clients im privaten Umfeld immer mehr an Bedeutung verliert und das das Hauptproblem ist, warum die Nutzerzahlen sinken?

Wenn man nur eine E-Mail-Adresse hat, braucht es keinen Client. Dann geht man eben direkt auf die Seite des Anbieters oder hat schon die App des Anbieters drauf. Der Kalender steckt dann sicher auch gleich mit drinnen, oder man nutzt sowieso seinen standardmäßigen Smartphone Kalender.

In der jüngeren Verwandtschaft sehe ich keinen mehr mit PC/Laptop. Da hängt höchstens mal eine Tastatur am Tablet. Viele kommen nur beruflich damit in Kontakt und da läuft dann MS Office.

Wächst die Zahl der Nutzer anderer Clients denn im Vergleich (spürbar)?

Ich nutze Thunderbird auch nur, weil ich schon seit Jahren mehrere E-Mail-Adressen für unterschiedliche Zwecke habe und die Verwaltung damit einfacher ist. Sonst hätte ich auch keinen Mail-Client installiert.
 
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Ironbutt schrieb:
Sag das mal Microsoft, die nächste Exchange-Lücke kommt bestimmt. :D
Da blechen die Leute und kriegen die Sicherheitslücken frei Haus.

Das liegt aber sicherlich nicht an "E-Mail" sondern an den 400 Millionen Extra Funktionen die man in den Server und Outlook gesteckt hat ;)
 
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@FrAGgi das vermute ich auch. Und wenn überhaupt ein Mailclient genutzt wird, dann eben der vorinstallierte des Betriebssystems. Auf die Idee sich extra was zu installieren kommt doch fast keiner mehr
 
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