Krankenkassen Zusatzbeiträge

Ok, jetzt hab verstanden was du meinst, moquai.

Sehe ich im Prinzip ja genauso, man muss hinterfragen, warum die Krankenkassen soviel Geld benötigen, und dort ansetzen, diese Zusatzbeiträge lösen ja nicht das Problem an sich, sondern verschlimmern es im Prinzip ja noch, egal ob man pauschal 8 € nimmt oder wie piffpaff sagt, Einkommensabhängig drangeht - da sie das System der Krankenkassen noch weiter aufblähen. Quasi als ob man versucht ein Feuer mit Öl zu löschen.

edit @c80: Wie sollte es in der Summe bzw der breiten Masse weniger werden, wenn die Krankenkassen jetzt schon rumheulen ? Kurzer Überblick vielleicht hier : http://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitsprämie
Ich habe mich nicht in allen Einzelheiten damit beschäftige, man möge mich korrigieren, aber so wie ich das sehe werden unter dem neuen System einkommensschwache und Familien stärker belastet. Besserverdiener kommen unterm Strich günster davon ab einem bestimmtem Einkommen, so sie nicht privat versichert sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
@c80;

Du hast wohl nicht alle Beiträge gelesen...


@FSS;

Genau um das ging es mir: Um die Unverschämtheit der (mancher) Kassen.

"Kocht ihr mal, wir essen derweil schon." Oder anders: "Plant ihr ruhig, wir langen inzwischen kräftig zu."
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung hinzugefügt.)
FSS schrieb:
Ich habe mich nicht in allen Einzelheiten damit beschäftige, man möge mich korrigieren, aber so wie ich das sehe werden unter dem neuen System einkommensschwache und Familien stärker belastet. Besserverdiener kommen unterm Strich günster davon ab einem bestimmtem Einkommen, so sie nicht privat versichert sind.

Das ist doch immer wieder so....man kann in so vielen Bereichen Geld einsparen im Gesundheitswesen, seien es nun Medikamente,Ärzte und Pflegekräfte, aufgeblähte Verwaltungen usw, aber keiner packt das an, stattdessen werden aller mehr belastet und schlechter versorgt.
 
Vor kurzem war die Rede von 200 €.

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Wenn es wirklich nur bei 200 Euro bleibt, dann spart man ja jeden Monat Geld. Das ist aber bestimmt nur am Anfang so. Man kennt ja die politiker...
 
Wenn alle mal nicht immer wegen jedem Wehwehchen gleich zum Arzt laufen würden, wäre allen auch schon geholfen.

Und wenn ein Arzt einem etwas verschreibt, dann eben nachfragen ob es nicht ein Generikum gibt.

Das Problem ist total Hausgemacht. Die Vertreter der jeweiligen Pharmafirmen lassen sich Termine bei den Ärzten geben um dann eben ihre Produkte vorzustellen. Der Arzt willigt ein diese zu verschreiben und erhält dafür etwas. Was kann man sich ja vorstellen. (Alles selbst erlebt)
 
moquai schrieb:
@c80;

Du hast wohl nicht alle Beiträge gelesen...


Da steht kein Betrag für die Kopfpauschale. Oder bin ich blind?!
 
Rollensatz schrieb:
Wenn alle mal nicht immer wegen jedem Wehwehchen gleich zum Arzt laufen würden, wäre allen auch schon geholfen.

Leider hat man da auch nicht die große Wahl. Ich muss ja erst zum Hausarzt um mir ne Überweisung geben zu lassen. Somit ist für jeden Facharztbesuch direkt noch ein Hausarztbesuch notwendig.
 
Stimmt, dieser Überweisungswahnsinn ist auch absoluter Blödsinn, die gibts ja auch noch nicht solange. Wozu wurde die überhaupt eingeführt? Damit der Allgemeinarzt ne noch längere Abrechnung an die Kasse schicken kann ?

Wenn es wirklich nur bei 200 Euro bleibt, dann spart man ja jeden Monat Geld.

Das musst du mir jetzt vorrechnen. Wo spart eine 4 köpfige Familie, Vater Angestellteter, gesetzliche KV, Mutter Hausfrau, Kinder volljährig und zB Schüler ? Diese Familie müsste 4 x !! die Kopfpauschale zahlen, im jetzigen system sind alle über den Vater mitversichert.
 
Diese Familie bekommt alles was über 8 % des Bruttoeinkommens des Vaters liegt als Sozialausgleich vom Staat, finanziert über Steuern. Sprich sie bezahlt keinen Cent mehr als jetzt.

An alle nochmal zum Verständnis: Es spielt überhaupt keine Rolle ob die Kopfpauschale nun bei 150, 200 oder 250 Euro liegt, letztendlich wird niemand mehr bezahlen als jetzt (8 % vom Bruttolohn), da alles über 8 % vom Bruttolohn vom Staat über einen steuerfinanzierten Sozialausgleich bezahlt werden soll. Wenn man die Zusatzbeiträge berücksichtigt, bezahlen die meisten dann sogar genau genommen weniger als jetzt.
 
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@FSS;

Nicht nur das. Auch wenn z.B. die Ehefrau arbeitet, der arbeitslose Mann keinen Leistungsanspruch hat und auch kein Hartz 4 bezieht, so ist dieser auch über die Familienversicherung versichert.


@|MELVIN|;

Du hast "An alle" geschrieben. Ich habe das mit der Kopfpauschale schon verstanden.
 
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@MELVIN : Ich verstehe deine Argumentation aber warum muss man das Pferd von hinten aufzäumen?
Lies dir nochmal meinen Betrag über das finnische System durch, den hier sind ähnlichkeiten.

Warum, wenn die angesprochenen Hartz 4 oder Familien unterm Strich eh nichts zahlen müssen, warum müssen sie die Beiträge vorschiessen, damit erstens einen zinslosen Kredit den Kassen geben und zweitens dazu beitragen , dass die Verwaltung der Kassen weiter und weiter aufgebläht wird. Das system ist einfach schlecht.

@moquai: stimmt, gar nicht dran gedacht, damit kriegen wir faktisch US Zustände wo Leute einfach durchs Raster fallen und keine (automatische) Krankenversicherung haben, klasse!
 
Hallo,

ich schaue mal ein wenig in die Zukunft: Die geplanten 8% reichen bestimmt nicht aus. Und wenn der Staat die Einsicht bekommt, dass der steuerfinanzierte Sozialausgleich in die Hose geht, dann wird wohl nach oben nachgebessert.

Und die Kassen? Werden die vielleicht für die 8% nur noch eine absolute Grundversorgung bieten und den ganzen "Mehrwert" per Aufschlag, dieser dann schnell nochmal 4-6% ausmachen könnte?
 
moin moin,

@FSS: hyvää huomenta :p

zum Thema will ich eig. nicht viel sagen. Was ich bisher durchgelesen habe ist recht aufregend. Politik ist für mich 'eh sowas wie der Staatsfeind Nr. 1 :evillol: Die tappen doch im dunklen herum.

Was wir mal wieder bräuchten wäre sowas wie Robin Hood. :king:

...
 
moquai schrieb:
....dass der steuerfinanzierte Sozialausgleich in die Hose geht, dann wird wohl nach oben nachgebessert.


Ja dann wird nachgebessert, aber eher in Form einer Erhöhung der Kopfpauschale. Sprich: An den 8 % würde sich nichts ändern, sondern nur die etwas besser verdienenden (3500 bis 4000 Brutto im Monat) würden dann statt 6 % vielleicht 7 % vom Bruttolohn einzahlen.
 
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Mal eine andere Frage.

Wie lange wird dann der Zusatzbeitrag gefordert?
 
So lange bis die Krankenkassen ihn nicht mehr zum Ausgleich ihrer Defizite brauchen oder aber ein neues Gesundheitssystem kommt. Ich bin übrigens bei der TK, die wurde schon von einigen Tests als die beste Krankenkasse bewertet und hat meines Wissens mittelfristig nicht vor, Zusatzbeiträge zu erheben.
 
Entschuldigt bitte wenn ich eure heile welt von einem sozialen System zerstören muss, aber wie soll ein System funktionieren wenn es mehr Leistungsempfänger als Beitragszahler gibt, simples Beispiel aus dem kleinen Umfeld, eine Familie mit 2 Kindern und die Frau ist zuhause, wie soll das von dem Beitrag vom Vater gedeckt werden können. Und das mal aufs große betrachtet, so kann dieses System nie wirklich funktionieren ohne teuerer oder ohne Leistungseinschränkung durchzuführen.

Das einzige System was auf die Dauer funktioniert ist wenn alle Nehmer auch zahlen, wie eben in einer PKV...
 
Bei den Privaten gibt es auch Beitragserhöhungen, dazu steigen mit zunehmendem Alter die Beiträge. Da gibt es solche denen die Private irgendwann zu teuer wird und sie wieder in die gesetzliche wechseln möchten. In der Jugend schön Geld in die PKV gepumpt und sich im Alter aus der gesetzlichen Bedienen. Kommt alles vor.
 
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