Brauchen wir die Kirche(n) noch?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Recht auf Glauben: => Ja.

Ob wir ihn noch brauchen: => Nein.


Können wir uns darauf einigen?

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------

@ Bohemund:

Deine Aussagen kann man prima einfach umdrehen..

mein lieber, es geht nicht nur ums geld!

"Mein Lieber, es geht nicht nur um die Religion!" Und nebenbei. Auch in den Religionen geht es vielmals nur um das liebe Geld. Oder denkt hier wer, der Papast fliegt freiwillig mit einer Linienmaschine anstelle seines Kirchenfliegers, um Geld zu sparen?

Und zu deinen restlichen Aussagen brauch man nix hinzu fügen. Das ist ja nichtmal lächerlich machen, wie mir es schonmal vorgeworfen wurde, sondern einfach irgendwas..


Relict schrieb:
Das Krümelmonster ist eine von der Wirtschaft erdachte substanzlose Unterhaltungsfigur, welche nur ihren Selbstzweck für den Zuschauer und für die Produzenten als Einnahmequelle dient. Willst Du es wirklich mit einer Weltreligion auf gleiche Stufe stellen?
Gott ist etwas von frühzeitlichen Menschen erfundenes, um ihre Kinder und sich selbst die Angst zu nehmen oder sie besser kontrollieren zu können.. Ist das besser als Unterhaltung?

Relict schrieb:
Mir ist im Prinzip genauso egal, auf welche Weise jeder gewisse Grundwerte und Ziele erlangt und welche Institution er dafür nutzt. Von mir aus auch mit Hilfe der Religionen, solange es keine manipulativen Pseudos oder Sekten sind. Hauptsache jeder tut überhaupt was und gibt dies auch selbstlos und aufrecht weiter.

Was unterscheidet denn Sekten von dem, was du hier Religion nennst? Das die Kirche sie so bezeichnet? Alles Ansichtssache.


Adam_Smith schrieb:
Mein Lieber H3rby, was du hier unterschwellig gläubigen Menschen unterstellst ist einfach nur beleidigend.
Betrachte es wie du willst, aber "Good bless Amerika" und in den Krieg ziehen, "Ablasshandel" oder "Gott hat mir befohlen zu töten" sind genau das. Oder wie würdest du das nennen? Ach ja, das ist wieder Abkehrung vom Glauben oder ein paar Verrückte..

Nebenbei, setze bitte an etwas Glauben und den Glaube an Gott nicht auf eine Stufe. Wenn ich glaube, dass es mit besser geht, wenn ich dir das jetzt nochmal erkläre, dann hat das mit Sicherheit nix damit zu tun, dass ich glaube, dass Gott es will, dass ich es dir nochmal erkläre.
 
Zuletzt bearbeitet:
H3rby schrieb:
Recht auf Glauben: => Ja.

Ob wir ihn noch brauchen: => Nein.


Können wir uns darauf einigen?


Nein können wir nicht, da die Menschheit ohne Glauben zu Grunde gehen würde.
Ich spreche hier ausdrücklich von Glauben und nicht von "Glauben an etwas bestimmtes".
 
H3rby schrieb:
Ebenso wie es eine Tatsache ist, das andere Bildungseinrichtungen mit mehr Geld besser funktionieren als jene ohne viel Geld.

Womit belegst du diese Behauptung? Ich könnte dir nämlich durchaus belegen, dass "mehr Geld" in öffentlichen US-Schulen keine Lösung war und ist, wenn die Lehrkräfte nichts taugen.
 
@all:
Diskutiert sachlich oder es wird hier gar nicht mehr diskutiert.
Denn dann ist der Thread zu.
 
@ BessenOlli: Aus dem Link heraus könnte ich jetzt auch sagen, dass es nix gebracht hat, in den USA wieder mehr Religion in den Schulen zu unterrichten...

@ Adam_Smith:

Dann formuliere ich es um:

Recht auf Religion: => Ja!

Ob wir sie brauchen: => Nein!

So okay?
 
@H3rby: ist das denn so schwer zu verstehen? Du brauchst keine Religion, ich brauche sie auch nicht, und viele andere ebenfalls nicht. Aber es gibt viele gläubige Menschen, welche die Religion als Bestandteil ihres Lebens brauchen. Insofern ist Deine zweite Frage keine Frage, die man mit ja oder nein beantworten könnte. Jedenfalls nicht, wenn man Toleranz ehrlich meint!
 
H3rby schrieb:
Was unterscheidet denn Sekten von dem, was du hier Religion nennst? Das die Kirche sie so bezeichnet? Alles Ansichtssache.

Nein, das ist die alte inzwischen längst überholte Kirchenauffassung.
Eine echte Religion ist selbstlos und freiwillig, sie gibt mehr, als sie nimmt.
Sekten sind ideologische Gemeinschaften ohne eigentlich religiöse Anschauungen.
Sie zeichnen sich oft auch durch ihre Radikalität und ihren Totalitarismus aus. Meist begleitet von finanzieller, beruflicher und familiärer Abhängigkeit ihrer "Änhänger".
Oft sind sie mehr gegen etwas als für etwas, ihre Ablehnung und ihre Feindschaften nehmen sie meist wichtiger, als ihre Hoffnungen und Ziele. Sie nehmen sich einen Monopolanspruch auf Wahrheit und Erlösung gegenüber anderen Gemeinschaften heraus.

Ist das besser als Unterhaltung?
Die Religion ist keine Unterhaltung, sie ist ernsthafte Lebenseinstellung und Weg.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Relict

Und wer soll über sowas objektiv entscheiden? Deine Definition einer Sekte trifft meiner Meinung nach auf den Islam zu.
 
Relict schrieb:
Doch in Anspruch, Inhalt und Umfang. Das Krümelmonster ist eine von der Wirtschaft erdachte substanzlose Unterhaltungsfigur, welche nur ihren Selbstzweck für den Zuschauer und für die Produzenten als Einnahmequelle dient.

Dann nimm das Spagetthimonster, das gibts noch nicht. ;) Theroretisch würde es ausreichen, nur einen Menschen zu finden, der in Inhalt und Anspruch an das Spagetthimonster glaubt, wie Christen an ihren Gott, um eine qualitative Gleichstellung des Glaubens vorzufinden. Quantitativ ists natürlich nicht das selbe.


Liebe lässt sich z.B. im Ansatz biochemisch erklären und hat eher weniger mit Glauben zu tun. Wahrheit liegt auch nicht wirklich im Auge des Betrachters.
Wenn jemand an die Existenz von Gott oder das Nudelmonster glaubt, ist es für ihn vielleicht seine Wahrheit aber es muss nicht die Wahrheit sein.

Wie ich bereits schrieb akzeptiere ich unterschiedliche Glaubensrichtungen und ich bin auch nicht für ein Abreissen der Kirchen in Deutschland.
Ich fänds nur Klasse, wenn religiöse Ambitionen privat werden/bleiben. Den Faktor Religion empfinde ich persönlich, auch in unserer säkularisierten Geselschaft, als noch immer zu stark.

MFG
 
e-ding schrieb:
Liebe lässt sich z.B. im Ansatz biochemisch erklären und hat eher weniger mit Glauben zu tun.
du redest von sex und fortpflanzung, es gibt etwas jenseits von biochemischen prozessen...

e-ding schrieb:
Wahrheit liegt auch nicht wirklich im Auge des Betrachters.
es gibt mehr als eine wahrheit, es kommt drauf an von welchem standpunkt aus man es betrachtet.

e-ding schrieb:
Ich fänds nur Klasse, wenn religiöse Ambitionen privat werden/bleiben. Den Faktor Religion empfinde ich persönlich, auch in unserer säkularisierten Geselschaft, als noch immer zu stark.
wer sagt denn das religion nicht privat ist? wirst du von christen genötigt die bibel zu lesen? bedrängen dich moslems 5mal am tag zu beten oder ein kopftuch zutragen oder verfolgen dich zeugen jehovas?
der politische arm gewisser glaubensrichtungen ist zu stark, da stimme ich dir zu...
 
BessenOlli schrieb:
Und wer soll über sowas objektiv entscheiden? Deine Definition einer Sekte trifft meiner Meinung nach auf den Islam zu.

Außerdem bezeichnet der Islam die Christliche Gemainschaft als Größte Sekte der Welt.. Also wirklich reine Ansichtssache.

Außerdem widerspricht Relicts Aufführung der offiziellen Beschreibung. Interessant ist besonders dies:

Im landläufigen Sprachgebrauch werden als Sekten oft religiöse Gruppen bezeichnet, die in irgendeiner Weise als gefährlich oder problematisch angesehen werden, oder die in orthodoxer theologischer Hinsicht als „Irrlehre“ angesehen werden. Dies umfasst auch lang bestehende christliche Gemeinschaften, die sich in Lehre und/oder Praxis vom Herkömmlichen unterscheiden, als auch neue Gruppen, insbesondere solche, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden sind und als „Jugendsekten“ bezeichnet werden, weil sie anfänglich viele junge Mitglieder hatten. „Sekte“ wird heute oftmals als Kampfbegriff gebraucht.[2] So wird sogenannten Sekten häufig vorgeworfen, sie würden sich v. a. aus wirtschaftlichen Gründen als religiöse Glaubensgemeinschaften ausgeben, um den besonderen Schutz des Staates, größere Freiheiten und Rechte, sowie die Befreiung von Steuern zu genießen.


Bohemund schrieb:
du redest von sex und fortpflanzung, es gibt etwas jenseits von biochemischen prozessen...

Nein, vom chemischen Reaktionen im Gehirn.. Auch hier nochmal erläutert: Klick


Liebe kann auch eine Art Sucht werden, so wie man sie z.B. von Drogen kennt. Nämlich dann, wenn es Entzugserscheinungen gibt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@bohemund
Genau diesen Arm meinte ich. In dem Punkt sind wir uns einig. :D

Natürlich werde ich in Deutschland von niemandem bedrängt den Koran oder die Bibel zu lesen. So dominant sind Religionen hier nicht.

Sie hören aber auf privat zu sein, wenn sie Einfluss auf die Gesetze eines Landes nehmen.
In unserem GG ist eine kleine Fußnote vorhanden. Die macht nun für sich genommen nicht viel aber weshalb hat sie den Weg dorthin gefunden?

Das Schächten von Tieren war hier auch schon ein Thema. Ich erinnere mich auch an Absagen von Theatervorstellungen in Berlin, weil man Angst vor den religiösen Reaktionen hatte.

Das empfinde ich persönlich als Einschränkung. Das Recht auf freie (religiöse) Entfaltung wird in meinen Augen zu sehr gestützt.

MFG
 
H3rby schrieb:
Außerdem bezeichnet der Islam die Christliche Gemainschaft als Größte Sekte der Welt.. Also wirklich reine Ansichtssache.
was ist dann der islam? der wurde aus dem alten testament abgeschrieben...
 
@H3rby
Warum dieser Eiertanz? Du sprichst von der "offiziellen Beschreibung", zitierst dann aber nur den "umgangssprachlichen Gebrauch" des Begriffes. Wirklich offiziell wird es erst später im Wiki-Artikel, wo das Grundgesetz herangezogen wird. Demnach unterscheidet man in Deutschland lediglich zwischen Religionen, Religionsgesellschaften und Religionsgemeinschaften.

Es ist nicht zuletzt dieser "unsaubere" Diskussionsstil, der die Debatte so schwierig macht. Bei der Heranziehung von Vereinen (von Deiner Seite aus) war das nicht andes. Da hast Du die "Selbstlosigkeit" hinterfragt, die ebenfalls nicht subjektiv, sondern juristisch zu betrachten ist.
 
@ keshkau: Eigentlich wird anstelle von Sekte inzwischen von „neue religiöse Bewegung“ gesprochen. Das hat aber nix mit dem zu tun, dass man inzwischen vom Gebrauch des Wortes "Sekte" absieht, eben wegen seiner negativen Bedeutung bei manchen Gruppierungen.

Das hat aber nix mit unsauber zu tun, weil es hier nich darum ging, wie das inzwischen in Deutschland gehandelt wird, sondern wie das Wort "Sekte" zu verstehen ist.


@ Bohemund: Und das Christentum ging aus dem Judentum hervor.. Was ist also das Christentum?
 
Zuletzt bearbeitet:
H3rby schrieb:
Nein, vom chemischen Reaktionen im Gehirn.. Auch hier nochmal erläutert: Klick


Liebe kann auch eine Art Sucht werden, so wie man sie z.B. von Drogen kennt. Nämlich dann, wenn es Entzugserscheinungen gibt.
och mensch... :rolleyes:
davon rede ich nicht... hälst du dich für einen biomechanischen sexroboter, der durch raum und zeit geht? :D

Und das Christentum ging aus dem Judentum hervor
ach, wirklich? beweise es... ;)


@e-ding: wir sind uns einig... puhh :D
gewisse gläubige verstehen eben keinen spaß bzw. fühlen sich gleich beleidigt...
 
@BessenOlli
Ja weil Du voreingenommen und vllt. sogar durch die Medien indoktriniert bist, sag du es mir.
Wie im Islam (Schiiten, Sunniten, Aleviten etc.), gibt es nun mal auch im Christentum und jeder anderen Weltreligion tausende Abzweigungen und darunter eben auch Fanatisten und Sektierer . Die Religion kann nichts dafür, nur die Menschen, die sie für ihre Zwecke missbrauchen. Und genau diesen Wildwuchs versucht die Kirche einzudämmen und unter einen Hut zu bekommen.
Übrigens auch Wissenschaft ist im Kern friedlich, kann aber genauso schnell missbraucht und für niedere Zwecke eingesetzt werden. Wie Du siehst die Grenzen sind weich. Der Glaube und das Vertrauen ans Positive auf allen Seiten hoch.

@e-ding
Nun, wenn das Spagettimonster irgendwann eine Religion mit Inhalt und ernsthaftem Anspruch, verwertbaren Wegen und Zielen aufbaut, den Menschen hilft, warum nicht.
Es ist egal ob Du es Gott oder Spaggettimonster betitelst. Es kann am Ende sowieso nur einen geben. *gg* nee, Spaß.
Bei den meisten ist allerdings der Weg das Ziel und auch nicht nur der Moment. Die betreute Suche und Hilfestellung zur Selbsterkenntnis. Das ist der Unterschied.

Den Faktor Religion empfinde ich persönlich, auch in unserer säkularisierten Geselschaft, als noch immer zu stark.
Also dies empfinde ich zumindest beim Christentum eher nicht. Der Rest ist durch Globalsierung verstärkt zugewandert, was übrigens eine politische Entscheidung ist. ^^

Klar die Zunahme einiger pseudochristlicher Gemeinschaften und streckenweise Rückbesinnung auf überholte radikale Ansichten finde ich auch bedenklich und erschreckend.
Aber ich wurde bisher in meinem Leben pers. damit weitestgehend verschont.
Außer mal nen Zeugen vor der Tür oder neuerlich ne englische sogar recht gut aussehende Studentin, die mir ungefragt was über Liebe und Familie im Zug aufdrängen wollte, war glaube Herz-Jesu o.ä., ich sah für sie wohl deprimiert aus, als wenn ichs nötig hätte, wer weiß. ;)
Da steh ich aber drüber, bin für sowas nicht mehr empfänglich.


@H3rby
Soso. Als was bezeichnest Du denn dann Scientologie oder Uriella?
Sag jetzt nicht Religion.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bohemund schrieb:
ach, wirklich? beweise es... ;)

Seine Wurzeln liegen im Judentum, in Palästina, zur Zeit der römischen Herrschaft zu Beginn des 1. Jahrhunderts. Das Christentum geht zurück auf die Anhänger des jüdischen Wanderpredigers Jesus von Nazaret. Jesus wird von den Christen als der Christus (der Gesalbte), also der jüdische Messias, verehrt sowie als der Mensch gewordene Sohn Gottes.

Christentum

Müssen wir uns jetzt auch um sowas streiten?


@ Relict:

Meine Bezeichnung dafür kennst du sicherlich schon.. ^^ Ich sehe es da aber ähnlich wie das Christentum oder alle anderen Arten. Wie meinst du denn, hat das Judentum das Christentum am Anfang bezeichnet? Nur weil es inzwischen eine Art Gewohnheit ist, heißt das noch lange nicht, dass das Christentum eher den Namen Religion verdient als z.B. Scientologie. Wenn die noch 500 Jahre bestehen, haben sie also demnach den Begriff Religion verdient?
 
Relict schrieb:
@BessenOlli
Ja weil Du voreingenommen und vllt. sogar durch die Medien indoktriniert bist, sag du es mir.

Nö, ich kenne die entsprechenden Suren. Und nein, die sind nicht falsch übersetzt worden. Es ist noch deutlich krasser als das Alte Testament, nur dass das durch das neue Testament offiziell entschärft wird.

Relict schrieb:
Die Religion kann nichts dafür, nur die Menschen, die sie für ihre Zwecke missbrauchen.

Naja. Wenn die Leute die barbarischen Inhalte aus Koran oder Altem Testament umsetzen, wie sie beschreiben sind, dann besteht da doch sehr wohl ein Zusammenhang. Und zwischen Judentum und dem Schächten von Tieren besteht ebenfalls ein solch direkter Zusammenhang, wie ich aus Gründen der Fairness nicht verschweigen will.

Die religiösen Menschen, die die Dinge eben nicht so drastisch umsetzen, wie sie auf dem Papier stehen, tun dies aus gesundem Menschenverstand. In den Schriften steht nämlich nicht, dass man die Ausführungen nicht wörtlich zu verstehen hat.

Relict schrieb:
Übrigens auch Wissenschaft ist im Kern friedlich, kann aber genauso schnell missbraucht und für niedere Zwecke eingesetzt werden.

Weder sind alle Religionen im Kern grundsätzlich friedlich, noch ist es die Wissenschaft. Friedlich ist, was man draus macht. Oder eben nicht.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben