@Thormann: Das ist leider bei allem so. Profit ist eins der wichtigsten Kriterien. Und auch keiner der "Traumwagen", ob Porsche, Ferrari, Lamborghini oder Aston Martin, McLaren, Bugatti ist wirklich unkaputtbar. Sogar legendäre Toyotas gehen kaputt.
Auch mein Porsche war bisher nicht der aller zuverlässigste.
Ich fahre für mein Leben gerne Autos. Ich bin schon sehr viele verschiedene gefahren und jedes fühlt sich anders an. Über 3er BMW, 5er BMW, Audi A5 quattro, Audi A6 oder VW Golf GTI, von Suzuki Swift Sport, Toyota GT86 über Tesla S bis hin zum VW Phaeton (blanker Zufall, weil wir den für 3400 km Urlaub bekommen haben *g*)
Auch Ferrari bin ich schon gefahren und mittlerweile schon diverse Porsche. Traditionell hatten wir auch viele Opel in der Familie. Vom Vectra über Astra G Coupe hin zu Omega B mit V6 und Hinterradantrieb.
Die Amikisten bisher noch nicht, will ich noch. Ich passe aber mit meinen 1,98m weder in Corvette noch in Camaro fürchte ich. Zumindest die Corvette C6 und C7 haben zu wenig Kopffreiheit.
Was ich jedenfalls sagen will ist, daß für mich ein Auto ein Gesamtkunstwerk ist. Ein Auto kann man anfassen. Den Innenraum. Die Karosserie. Man kann die Spaltmaße entlangfahren. Man kann sehen wie es von aussen wirkt. Von der Seite, von vorne, bei Tag, bei Nacht. Wie sieht es im Rückspiegel aus? Wie im Vorbeifahren? Wie klingt es? Wie riecht der Innenraum? Wie lässt es sich bedienen? Wie wirkt die Farbe? Glänzend oder matt?
Und neben dem, was man über die Augen wahrnimmt, über die Ohren und über die Hände beim Anfassen oder den Geruch im Innenraum, wenn es neu ist ... neben all dem kann man fühlen, wie es sich fährt. Als Fahrer ist es noch einmal etwas ganz anderes. Jedes Auto fühlt sich anders an. Man fühlt das Gewicht. Die sportliche oder nicht sportliche Auslegung. Den Komfort.
Es ist für mich ein Ausdruck dafür, was wir Menschen technisch erreicht haben. Dort fliessen soviele Disziplinen zusammen ... von Maschinenbau über Elektrotechnik zu Informatik. Von Design bis zu Akkustikdesign. Soviele Erkenntnisse und Techniken von super simpel bis hin zu superkomplex. Einfachste mechanische Tricks wie Differentiale bis hin zu High Tech ESP und Navigationssystemen.
Gleichzeitig ist es für mich aber auch ein Ausdruck von absoluter Freiheit. Ich kann mich jetzt sofort ins Auto setzen und nach Paris fahren. Unabhängig von Bahn oder Busplänen. Unabhängig ob Gleise kaputt sind oder ein Flug dahin oder in die Nähe geht. Ich setze mich rein und fahre los. Klar kann ich das nicht querfeldein. Aber ich bin wesentlich unabhängiger, weil die Infrastruktur dazu flexibler ist als Gleise oder Flughäfen.
Es ist auch ein Ausdruck von persönlichem Geschmack. Von dem eigenen Stil.
Und wenn ich nach Vernunft und Geld/Haltbarkeit ginge, müsste ich entweder am besten gleich auf das Auto verzichten oder sowas wie einen gebrauchten Dacia fahren. Denn wie bei allem Technischen bekommt man für immer mehr Geld immer weniger Mehrnutzen.
Der größte Nutzen eines Autos ist ein paar Personen von A nach B inklusive Gepäck zu transportieren. Etwas, womit in der Dimension schon ein Motorrad Schwierigkeiten kriegt, wenn es nicht gerade nur ein Rucksack voll ist und vlt auch mal mehr als 2 Personen.
Und diese Funktion bekommt man schon bei den allerbilligsten Autos. Und je mehr man dann will an Komfort, Sportlichkeit, Details, desto mehr zahlt man. In immer größeren Stücken. Und desto teurer werden Reparaturen.
Ginge es danach, hätte ich meinen Porsche längst abgeben müssen. Für die Preise hätte ich mir einfach mehrere Dacias kaufen können und immer ein Auto gehabt zum Fahren, egal was kaputt geht.
Aber das Auto ist um Längen das Beste, was ich in meinem Leben gefahren bin. In keinem Auto habe ich mich so involviert gefühlt, wie in den diversen Cayman Ablegern, abgesehen vielleicht vom Toyota GT86. Aber es gehört soviel mehr dazu. Ein schlichter, aber sehr hochwertiger Innenraum. Da sitze ich jeden Tag drin und erfreue mich dran. Im Endergebnis ist das oft wichtiger, als wie es nach aussen aussieht. Das sieht man beim Fahren eh nicht. Die Bedienelemente wie Schaltung, Lenkrad ... robust, qualitativ. Beim Toyota beispielsweise war die Schaltung um viele Klassen billiger. Muss sie halt auch, wenn man den Preis anbieten will.
Aber auch von aussen finde ich persönlich einen Sportwagen sehr elegant. Man sieht, daß er von vorneherein nur für eins gebaut wurde: Fahrfreude. Keine Kompromisse für viel Platz im Innenraum, möglichst billig und das Gewicht irgendwie verteilt. Und trotzdem ist er ja zum Glück sogar für Alltagszwecke praktisch genug.
Der Klang eines großvolumigen Motors ... absolut sinnlos, wenn es nur um von A nach B geht. Aber jedes Anlassen, jeder Vollgasritt ist eine wahre Freude für die Ohren. Im Golf GTI oder Scirocco war ich nicht viel langsamer um die Nordschleife, vielleicht sogar schneller. Aber dieser billige Vierzylindersound, den alle haben ... ich finde den so langweilig.
Ich könnte endlos weiterschreiben. Jedenfalls finde ich, daß das Auto sehr sehr viel Charakter hat. Es hebt sich in jeder Beziehung von der Masse ab. Optisch, akkustisch, qualitativ und vom Fahrerlebnis. Ob man nun schnell oder langsam fährt.
Und darum bin ich persönlich mehr als bereit, den Mehrpreis zu zahlen zumal ich es glücklicherweise kann. Manch andere wüssten das vielleicht alles nicht zu schätzen. Für sie wäre das Auto zu hart, zu tief beim Einsteigen und zu laut. So ist es halt ...
Und ich will im Leben noch so manches Auto mal eine Weile gefahren sein. Auf meiner Liste wären da Golf GTI, BMW M3, Porsche 911 ... mal sehen, was ich davon noch packe
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Und mit gefahren sein meine ich, es mal eine Weile besessen haben. Im Winter wie Sommer, im Alltag ... mal mehr als nur 1 Tag oder 1 Woche damit. Sehen, wie es sich so schlägt, welches Gefühl es vermittelt.
Prinzipiell gefahren vielleicht mal noch einen Lambo und noch ein anderes Ferrarimodell. Mal sehen
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Und natürlich auch mal ein paar Amis mit den herrlich blubbernden V8s. Ich finde das hat definitiv Charakter ... auch heutzutage noch. Bald hört man eh nur noch ein Reifenrollen oder ggf. Heulen bei den ganzen E Autos die kommen werden.
Aber ich weiß, es gibt heutzutage auch Leute, für die ein Auto nix ist. Teuer, laut, unvernünftig, fahren lieber Fahrrad. Ich bin so nicht
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Ich liebe einfach Autos und zum Glück ist das bei meiner Frau genauso.
Und ich bin realistisch und nicht naiv. Bei jedem Hersteller kann man Gurken und Montagsautos erwischen. Die kochen gerade heutzutage alle nur mit Wasser. Überall kann was kaputt gehen. Jede Werkstatt und jeder Mitarbeiter dort kann ein Idiot sein. Man trifft auf solche und solche Menschen. Damit muss man sich halt abfinden. Egal ob Opel, VW, Audi, BMW, Mercedes, Porsche oder irgendeine ausländische Marke.
Gruß
RIP