@Ktelwood:
Von den größeren Wagen von Mercedes, BMW und Audi würde ich auch am ehsten den BMW M3 auch ganz nette Trackfähigkeiten bescheinigen. Gerade die Älteren sind sehr beliebte Ringtools, aber auch der aktuelle M3 dürfte für ein paar Runden ab und zu taugen.
Für richtige Dauerbelastung und viele Runden muss man aber auch den schätzungsweise ordentlich modifizieren, aber dann kriegt man ihn sicher auch standfest. Die noch größeren M5, Audi RS6 usw. sind da eher ungeeignet, auch wenn das Ringtaxi rumfährt. Aber die tauschen auch nach jedem Wochenende alles und bietet halt genug Platz für 3 zahlende Gäste komfortabel. Und die haben auch keine Serienbremsbeläge mehr drin
Da hört man schon viele Kurven vorher eher die wimmernden Reifen, als den Motor, weil diese Schiffe eben geradeso drüberbewegt werden.
@Thormann89:
Na, du schreibst ja diffuse Sachen hier
Zunächst Lastwechsel:
Den Begriff gibt es sicherlich in vielen Zusammenhängen. Aber ein Lastwechsel in der Fahrdynamik ist das Verschieben der Last z.B. durch Gas wegnehmen. Wenn die Beschleunigung ausbleibt, verschiebt sich die dynamische Last von hinten nach vorne und ein Auto neigt z.B. zum Übersteuern.
Das was du schon beschrieben hast zum Suzuki Swift, daß er ohne ESP beim Lupfen dazu neigt, mit dem Heck zu kommen trifft auf viele Autos zu. Weil genau das ist ein Lastwechsel nach vorne.
Umgekehrt hat man beim Beschleunigen einen Lastwechsel nach hinten, weshalb Hinterradantrieb auch mehr Traktion hat beim Beschleunigen, denn dynamisch liegt mehr Last auf den Hinterrädern, wenn das Auto beschleunigt.
Steht das Auto gilt die statische Gewichtsverteilung. Das gilt dann z.B. für Schnee, wenn das Auto beim Beschleunigen nicht vorankommt. Dann ist ein Motor auf der Antriebsachse besser. Das ist bei Fronttrieblern immer so und bei Porsche durch den echten Hecktrieb ebenso. Aber z.B. BMW oder Mercedes bekommen dann Traktionsschwierigkeiten, weil die statische Last zählt und die ist beim Fronttriebler vorne höher => mehr Traktion.
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Die anderen Stories kommen mir etwas merkwürdig vor.
1. Woher weisst du, daß es dort eben war? Hast du die Messung in beide Richtungen gemacht und bist in beide Richtungen auf 7,3 oder 7,4 gekommen?
2. Glaubst du ernsthaft, daß gerade so ein Kleinwagen wie der Swift einen genauen Tacho hat und bei 100 km/h auch 100 anzeigt? Generell zeigt jeder Tacho zuviel an, meist mind. um die 3-4 km/h, manchmal auch mehr. Es gibt auch sagenhafte Corsas mit mickrigen PS, die 200 laufen. Laut Tacho
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Ein Audi nebendran zeigt dann oft nur 160 an :-P
Und wenn du erst bei Tacho 110 die echten 100 km/h geknackt hast, dann kommt das schon eher hin.
3. Saugmotoren streuen normal kaum nach oben. Die sind alle relativ ähnlich. Wenn du natürlich die Auspuffanlage geändert hast, kann es sein, daß du statt 125 PS eben 136 PS hast. Aber wenn er mit 125 PS mit 8,9s angegeben ist, dann wird er mit 11 PS mehr nicht über 1 Sekunde schneller sein. Ich glaube da eher an 1 und/oder 2 in Kombination.
4. Beim Start aus dem Stand zählen sehr viele Faktoren. Reaktionszeit, Traktion ... da kann schon eine minimale Abweichung einige Wagenlängen ausmachen. Aber wo spielt das eine Rolle? Ampelrennen sind peinlich und auf der Nordschleife startest du genau 0 mal aus dem Stand und vielleicht einmal nach dem Startslalom da aus Rolltempo 20 oder 30.
5. Ein Golf GTI der aktuellen Generationen geht in etwa 6,5 Sekunden auf 100 und sogar die letzte ist mit unter 7 angegeben. Aus dem Rollen oder bei Zwischensprints haben die Turbomotoren viel mehr Leistung im unteren Drehzahlband. Die ziehen dir überall weg, wenn sie nicht aus dem Stand starten und spät reagieren.
Auf der Nordschleife siehst du da keinen Stich mit einem Suzuki, auch wenn der relativ kurz übersetzt scheint und ganz ok für unter 150 PS geht. Wiegt ja auch relativ wenig.
Aber ab Tempo 50, und langsamer wirst du ja nirgends auf der Strecke, zieht der Golf gerade auch mit DSG, wo man nichts falsch machen kann, in jedem Drehzahl und Tempobereich weg. Keine Chance da zu folgen, wenn der Fahrer nicht aus Angst nicht voll auf dem Gaspedal bleibt.
Der Civic Type R ist auch überall, egal ob alt oder neu, mit unter 7 Sekunden auf 100 angegeben. Die haben ja auch alle um die 200 PS.
Einzig und alleine der Corsa OPC ist wirklich nicht so dolle. Die sind irgendwie relativ schwer für die Größe und echt träge. Da kannst du ganz dicht drankommen, wenn deiner getuned ist, rein beschleunigungsmässig. Und auch auf der Nordschleife hast du da meiner Meinung nach mit einem gut gemachten Suzuki Swift das bessere Auto.
6. Und was um alles in der Welt meinst du mit Zwischenkuppeln?
Wenn du voll eingekuppelt bist ist der Kraftschluss geschlossen. Wenn du da Vollgas gibst, dann kommt alles an Beschleunigung, was das Auto hergibt.
Es gibt Zwischenkuppeln oder eher "Zwischengas" bei alten Autos, in denen es noch keine Synchronringe gab. Da hat man um zwischen den Gängen zu wechseln erst einmal im Leerlauf eingekuppelt, den Motor auf die richtige Drehzahl gebracht und danach wieder gekuppelt und den nächsten Gang eingelegt. Sozusagen doppelgekuppelt.
Das ist aber so oder so in keinsterweise schneller (wie auch? Ist ja viel mehr Arbeit und Zeitverlust) und tötet heutzutage Synchronringe, weil das genau deren Aufgabe ist. Wenn du auskuppelst, bringen die bereits Zahnrad und Schaltmuffe auf die passende Drehzahl für den nächsten Gang. Deswegen braucht man heutzutage Zwischengas in diesem Sinn nicht mehr.
Das andere sinnvolle Zwischengas, was man auch heute noch verwendet, ist ein Gasstoss beim Runterschalten um die Drehzahl des Motors an den niedrigeren Gang anzupassen. Dadurch hat die Kupplung nicht soviel zu tun und die Antriebsachse blockiert nicht ... gerade bei starken Hecktrieblern gefährlich, wenn man scharf runterschaltet und abrupt einkuppelt ohne Zwischengas. Dann kann sie kurz blockieren.
Aber das hat überhaupt 0 mit Beschleunigen zu tun ... eher im Gegenteil etwas mit Anbremsen auf Kurven.
Wenn du ansonsten die Kupplung während dem Beschleunigen mehrfach trittst, verbrennst du nur Kupplung. Aber was soll da das Auto mehr beschleunigen? Das ist genauso wie voll auf dem Gas stehenbleiben beim Gangwechsel und einkuppeln. Da schleift man nur die Kupplung schärfer runter, aber erst bei echtem Kraftschluss ist volle Beschleunigung da.
Bei ultrakrassen Turbos mag es auf Kosten der Kupplung noch was bringen, weil der Ladedruck so aufrecht erhalten wird. Dafür tötet man die Kupplung.
Aber bei einem so schnuckeligen Saugmotor wie im Suzuki bringt das 0,0.
Oder was meinst du mit zichfach kuppeln pro Schaltvorgang? Das klingt eher so, als hättest du zuviel Fast & Furious geguckt. Die schalten auch 10 mal mit ihrem Auto bei einem Dragrace oder so
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