News Mikrotransaktionen: Mercedes macht EQ-Modelle per Abo schneller

AbstaubBaer schrieb:
Die Zukunft der Automobilbranche ist digital und elektrisch. Fahrzeuganbieter orientieren sich deshalb stärker an der Tech-Industrie, nun auch beim Vertriebsmodell: Autos werden zu Plattformen für weitere Verkäufe. Wer bei Mercedes mehr Leistung in einem EQ möchte, kann dafür 1.200 US-Dollar zahlen – und zwar dank Abo pro Jahr.

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Ich versuche gerade zu verstehen, wie sich das mit dem Eigentumsbegriff verträgt:

1. Man zahlt die 1200 USD an Mercedes und die machen das eigene Fahrzeug dafür schneller.

2. Man zahlt die 1200 USD nicht mehr und sie machen es wieder langsamer. Wie denn ohne rechtswidrigen Eingriff in fremdes Eigentum? § 823 BGB?
 
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Ich finde sowas gut.
Die deutsche Wirtschaft ist auf die Automobilindustrie angewiesen. Und solange Mercedes und co für so einen scheiß Geld verlangen können scheint es denen nicht allzu schlecht zu gehen.
 
Ja gut, man müsste eben noch das Kaufverhalten der Amerikaner berücksichtigen.

In Amerika kaufen die Wenigsten ihre Autos und wenn du es doch tust, hallten dich alle für irre. Auch Autowerbung wird praktisch nie mit dem Verkaufspreis gemacht, sondern nur mit dem Betrag für die monatliche „Miete“. Dein Nachbar wird nie neidisch auf deine Karre sein. Er wird dich beglückwünschen und fragen, wieviel du monatlich dafür abdrückst. Da passt ein Abo-Modell für mehr Leistung ganz gut.

Amis leben nunmal gerne auf Pump und sogar durchschnittliche Familien sind, für unsere Verhältnise und unser Verständnis für Geld und dessen Wert, hoch verschuldet. Das kratzt die aber nicht, denn das gehört einfach zur Lebensqualität.

Deren Kreditsystem, mit der Bewertung der Kreditwürdigkeit, sorgt proaktiv dafür, dass man verschuldet besser dasteht, wenn man denn seine Schulden auch regelmässig abbezahlt (Vielfach durch neue Schulden/Kredite!) und nicht in Zahlungsverzug gerät. Amerikaner sind vielfach im Arbeitsleben „arm“ (hochverschuldet), jedoch in der Rente „Millionäre“ usw. Natürlich kann man nicht verallgemeinern.
 
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mojitomay schrieb:
Sowas sollte seitens des Gesetzgebers verboten werden.

Abogebühren sind für eine einmalig erbrachte Leistung (hier die Herstellung des Fahrzeuges) nicht nur unmoralisch, sondern hart asozial.

Im Sinne des sozialen Friedens ist dieser Abomüll eine tickende Zeitbombe.
Nicht wenige geraten so in eine Schuldenfalle und werden letztlich zu einer Last für den Staat.
Da muss gegen angegangen werden.
Na zum Glück gibt es da bei elektrischen Mercedessen eine finanzielle Einstiegshürde;)
 
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...die sich nur allzu leicht mit Krediten überwinden lässt. ;)
 
Krieg ich dann demnächst bei meiner Spülmaschine auch nur die Hälfte der Programme, außer ich schließe nen Abo ab?

Diese Aboseuche ist so ein Scheiß. Vor allen Dingen, wenn es wie bei der Bundesliga, so aufgesplittet wird, dass man als Endkunde ~5 Abos abschließen muss, um alles sehen zu können.
Gandalf2210 schrieb:
Na zum Glück gibt es da bei elektrischen Mercedessen eine finanzielle Einstiegshürde;)
Hält günstigere Hersteller nicht davon ab, irgendwann selbiges zu tun.
 
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fraqman schrieb:
Da kauft man sich für 109.000 Dollar ein Auto und bezahlt dann im Jahr noch mal 1200 dafür, dass das Auto nicht künstlich beschnitten wird.
Das geht völlig in eine falsche Richtung.
Morgen

Vielleicht gehen auch Autos für 110000 Euro in die falsche Richtung.....

Gruß Bernd
 
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Wechsler schrieb:
Ich versuche gerade zu verstehen, wie sich das mit dem Eigentumsbegriff verträgt:
das Auto (die Hardware) kaufst du, die Software die du zum betreiben des Autos benötigst und die vermutlich irgendwelchem kleingedrucktem essentiell notwendig ist, damit der Hardwaresupport auch tatsächlich erfolgen kann, bekommst du wahrscheinlich im Prinzip für Umme oben drauf, hast da also nur eine klassische Nutzerlizenz für, die dir verbietet einfach so an der Software rum zu spielen / Fremdsoftware aufzuspielen. Dieser Beschleunigungsboost ist also nur eine Herstellereigene Software, die du im Jahresrythmus für ein Appel und ein Ei lizensieren kannst...
ganz easy und voll legal :kotz:
 
Die machen es doch nur den anderen nach.
Router 10€ im Monat WLan im Router freischschalten +2,5€/Monat
 
wern001 schrieb:
Router 10€ im Monat WLan im Router freischschalten +2,5€/Monat

Aber da konnte man teils einfach die Firmware des WLAN-Modells aufspielen, weil kein Online-Server dahintersteckte und bloß ein Eintrag von 0 auf 1 gesetzt wird. :D
 
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Tjoa, mittelfristig wird es wohl eh aufs Auto-Abo hinauslaufen. Leasing ist doch von gestern und Besitz sowieso.
Dann kriegt man halt mehr Features und mehr Power je mehr man monatlich bezahlt.
 
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I
AbstaubBaer schrieb:
Aber da konnte man teils einfach die Firmware des WLAN-Modells aufspielen, weil kein Online-Server dahintersteckte und bloß ein Eintrag von 0 auf 1 gesetzt wird. :D

Die Autohersteller haben das nur besser geschützt das 0 auf 1 setzten bzw das setzten der max Geschwindigkeit
 
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catch 22 schrieb:
das Auto (die Hardware) kaufst du, die Software die du zum betreiben des Autos benötigst und die vermutlich irgendwelchem kleingedrucktem essentiell notwendig ist, damit der Hardwaresupport auch tatsächlich erfolgen kann, bekommst du wahrscheinlich im Prinzip für Umme oben drauf, hast da also nur eine klassische Nutzerlizenz für, die dir verbietet einfach so an der Software rum zu spielen / Fremdsoftware aufzuspielen. Dieser Beschleunigungsboost ist also nur eine Herstellereigene Software, die du im Jahresrythmus für ein Appel und ein Ei lizensieren kannst...
Die aufgespielte Software gehört zum Eigentum genauso mit dazu, wie der ganze Rest, inkl. unbeschränktem Weiterverkauf des Fahrzeugs mit zugehöriger Software. Das ist gerade im EU-Recht alles schon seit Jahrzehnten geklärt, ganz egal wie sehr gerade reine Software-Buden gegen Gebrauchthandel herumkrakeelt haben.

Eingriffe in fremdes Eigentum sind ohne Zustimmung des Eigentümers nicht zulässig. Und natürlich stimmt ein Eigentümer nur den Eingriffen zu, die sein Eigentum aufwerten, nicht denen, die es mindern. Und das ist Recht und Gesetz.

Im übrigen gibt es auch keinen technisch begründbaren Unterschied zwischen "Software" und "Hardware". Wenn Mercedes vor 30 Jahren eine mechanische "Zeitbombe" an der Drosselklappe installiert hätte, die eine bezahlte Leistungssteigerung nach Ablauf von 12 Monaten wieder rückgängig macht, wäre das genauso hochproblematisch, wie heutzutage eben temporär ein paar Bits im Flashspeicher des Steuergerätes zu verändern. Das macht rechtlich überhaupt keinen Unterschied.
 
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Tür auf 4,99€
Motor an 2,49€
Lenkradsperre aus 1,99€
Handbremse lösen 1,99€

Wenn Sie heute alle 4 Pakete kaufen bekommen Sie als Bonus die Radio freischaltung kostenlos dazu :daumen:

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...1x Bremsen 0,19€ :evillol:
 
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@Wechsler
na das funktioniert ja super, was da im Gesetzestext so steht...
 
Ich brauche ein Auto, das von A nach B fährt und so wenig wie möglich kostet. Ich bin bei dem Bock da also ziemlich raus. Billo Hersteller werden solche Modelle nie oder vielleicht in x Jahren einführen.
Bis dahin machen es einem die Hersteller dann aber auch ziemlich schmackhaft, das Auto weiter zu verteufeln und es irgendwann nicht mehr zu wollen.
 
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Und wieder ein Punkt mehr für einen Tesla.
Nächstes Jahrs steht ein neuer Autokauf an, mal schauen was es wird.
 
SLanKi schrieb:
Krieg ich dann demnächst bei meiner Spülmaschine auch nur die Hälfte der Programme, außer ich schließe nen Abo ab?
Nein, aber ein Abo damit das richtig sauber wird^^

Das Dazukaufen (teilweise über 1000€) von Softwarepaketen für Motorräder (KTM zB), obwohl man schon damit rumfährt war schon klasse. Abo und Mikrotransaktionen- lol .....so weit ist es jetzt.
Wenn diese Gadgets (was es bei mehr Leistung/Speed grade nicht ist) auch nur ansatzweise sicherheitsrelevant sind, gehören die richtig verklagt.

Wird wohl nicht lange dauern, bis da sich ein Untergrund Markt bildet. Oder schon hat?
Auch bezüglich Tausch ECU usw.
 
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