Erathosti schrieb:
Witzigerweise haben die Linke anscheinden das beste Steuerkonzept, was auch noch dem Staat mehr Geld in Kassen spühlt, mit hauptsächlicher Entlastung der Einkommen bis 150k€, dafür ab 250k€ Belastung.
Nur auf den ersten Blick, denn da steckt bei der Linken auch viel Populismus und viele Fragezeichen drin.
Man muss sich mal im Detail ansehen, wie die Linke sich das ausrechnet. Unter anderem mit gewaltigen Einnahmen aus einer Vermögenssteuer.
Bei der Vermögenssteuer ist gar nicht klar, wie man das sauber umsetzen soll.
Viel Vermögen ist ja kein reines Geldvermögen, sondern steckt in verschiedenen Anlageklassen.
Wie willst du zum Beispiel Kunstgegenstände seriös bewerten?
Andere Anlagen sind volatil.
Vermögenssteuer klingt immer so schön, aber so richtig ausgearbeitet hat das bisher auch niemand.
Außerdem waren bei der Linken hohe Einnahmen aus der Besteuerung von Unternehmen veranschlagt. Höhere Steuern sind aber in der aktuellen Lage Gift für die Wirtschaft.
Die Sache ist halt, dass die Linke dafür niemals "haften" muss im Sinne von Regierungsverantwortung tragen, weil niemand mit ihnen zusammen arbeiten wird.
So leicht ist es dann am Ende leider nicht.
Die ganzen Pläne sind jetzt sowieso Makulatur, da das nach den Koalitionsverhandlungen wieder ganz anders aussehen kann.
Das weiß man auch bei der Union, dass zumindest die Spitzengehälter mit den potentiellen Partnern nicht so entlastet werden können, wie man das mal vorgestellt hat.
Erathosti schrieb:
Jedoch war die meiste Zeit die Union am Ruder und ist deshalb maßgeblich verantwortlich. Die SPD folgt danach. Die anderen Parteien kann man größtenteils da ausschließen (waren wenn überhaupt, dann nur Juniorpartner
Das ist richtig, allerdings ist auch nicht überprüfbar, ob es eine andere Partei bedeutend besser gemacht hätte.
So richtig intensiv hatte sich afair auch nie eine Partei für Infrastruktur eingesetzt. Es gab immer ein wichtigeres Thema und von der Substanz hat man einfach gerne und (zu) lange gelebt.
Die Union unter Merkel hätte hier sicher mehr machen können.
Erathosti schrieb:
Zum Thema Bürokratie, würde z.B auch eine Bürgerversicherung helfen wo alle in einen Topf einzahlen und dann gleich mal die Anzahl der Krankenkassen massiv reduzieren. Zusatzleistungen kann dann jeder optional dazu buchen und privat bezahlen.
Ähnliches für die Rentenkasse, in einer Art schwedischen Modell.
Da muss man besten schnell etwas passieren. Die immer weiter steigenden Abgaben sind so auch nicht hinnehmbar.
Ein Witz ist auch, dass die Krankenhausreform nur von den gesetzlich Versicherten getragen wird und die PKV mal wieder fein raus ist.
Bei der Rente wäre ein Staatsfonds wie in Norwegen auch hilfreich bzw. eine Kombination, dass man auch selber privat Anteile erwerben kann, so ähnlich wie in Schweden.