Bundestagswahl 2009

Was werdet ihr wählen

  • CDU/CSU

    Stimmen: 114 11,0%
  • SPD

    Stimmen: 98 9,5%
  • FDP

    Stimmen: 200 19,3%
  • Bündnis '90/Die Grünen

    Stimmen: 98 9,5%
  • Die Linke

    Stimmen: 114 11,0%
  • NPD

    Stimmen: 53 5,1%
  • andere

    Stimmen: 225 21,7%
  • Ich gehe nicht zur Wahl.

    Stimmen: 85 8,2%
  • Ich wähle absichtlich ungültig.

    Stimmen: 50 4,8%

  • Umfrageteilnehmer
    1.037
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
dominion1 schrieb:
Gerade deshalb ist es auch so wichtig, dass den Zielen solcher Parteien argumentativ begegnet wird und sie nicht etwa einfach ignoriert werden, denn nur auf diese Weise ist es möglich, diese Protestwähler dazu zu bewegen, ihre Entscheidung zu überdenken und fortan ihre Stimme keiner rechten Partei mehr zu überlassen.

Auf diese Weise funktioniert Demokratie.

Ich überlasse meine Stimme gerne einer rechten Partei (nein, nicht der NPD oder anderen radikalen), schon allein deswegen weil für mich die "Gefahr von links" die größere Bedrohung darstellt. Leider gibt es da sehr wenige zur Auswahl.
 
@ MountWalker:

Zunächst einmal wirfst Du Begriffleichkeiten völlig durcheinander, Deine Aussagen werden dadurch noch unrichtiger, als sie es ohnehin schon sind:

Als (Neo-) Nazis sind heutige Anhänger der NS-Ideologie zu bezeichnen. Diese sind - zumindest offen - in der politischen Parteienlandschaft nicht zu finden (was nicht bedeuten soll, dass gewisse Parteien nicht Anhänger oder Mitglieder aus der Neonazi-Szene aufweisen).

Davon abzugrenzen sind ausländerfeindliche Personen. Diese haben zunächst einmal nichts mit (Neo-) Nazis zu tun (natürlich gibt es auch hier Personen, die beides sind).

Davon wiederum abzugrenzen sind Personen, die an sich keineswegs ausländerfeindlich sind, jedoch mit der Ausländerpolitik dieses Staates nicht konform gehen. Diese werden leider viel zu oft und zu Unrecht ins rechtsradikale Spektrum gerückt, was undemokratisch ist.

Aber das ist hier nicht das Kernthema, daher genug davon.

Der nächste Begriff, den Du völlig falsch verwendest, ist der des Wirtschaftsverbrechens. Solche sind von Unternehmungen oder ihren Organen begangene Wirtschaftsstraftaten (Kartellrecht usw.). Ich sprach hingegen von Eigentumsdelikten im Vergleich zu Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit.

Wie verharmlosend Du den Begriff des "Omataschenraubes" verwendest, zeigt, wie gering Du das Unrecht einer solchen Tat einschätzt, in der man die physisch bedingte Hilflosigkeit einer Person zum Zwecke eines Raubes oder Diebstahls ausnutzt. Auch wenn Deine Intention der Vergleich zwischen verschiedenen Straftaten war.
Zudem ist Dein Beispiel schlecht gewählt, denn das bloße Entwenden einer Handtasche wäre ein klassischer Diebstahl (-> Eigentumsdelikt), das Entwenden mittels Gewalteinsatz wäre ein Raub (gemischtes Delikt) und zu Guter letzt das Entwenden mittels Drohung mit Gewalt wäre die räuberische Erpressung (gemischtes Delikt).

Desweiteren hast Du entweder meine Argumentation nicht verstanden oder willst sie nicht verstehen: Sie zielt auf einen bestimmten Personenkreis ab, nämlich den, der Macht demonstrieren will mittels der Straftaten, der es aus Lust und Laune tut oder dem die Folgen seines Handelns egal ist. Und dieser Personenkreis ist weit größer, als man ahnt.

Auf diesen Personenkreis zielte das Argument des mangelnden Mitleids und der sich daraus ergebenden Folgen.

Darüber hinaus benutzt Du nun zum zweiten Mal die Wortwahl, man (oder ich) wolle den Personen das Menschsein absprechen. Das ist Polemik in ihrer reinsten Form. Niemand sprach davon, ihnen die Qualität des Menschseins abzusprechen.
Es geht einzig darum, die Gesellschaft vor Wiederholungstätern zu schützen; desweiteren die Opfer davor zu bewahren, selbst zum Täter zu werden:

Hättest Du Dich - wie ich es habe - eingehender mit Kriminalistik beschäftigt, wüsstest Du, dass die Straftaten des von mir angesprochenen Personenkreises fast immer ein Muster ausweisen: Die Täter sehen sich nach wehrlosen Opfern um, d.h. nach Personen, von denen kein nennenswerter Widerstand zu erwarten ist.
Beschäftigt man sich nun mit Selbstjustiz-Straftaten solcher Opfer im Speziellen, wo lässt sich auch hier ein Muster erkennen: Nach dem Versagen der Justiz (in den Augen der Opfer) und der Erkenntnis, sich damit nicht abfinden zu können, haben diese Straftaten weit schwerere Folgen. Denn das zumeist körperlich unterlegene Opfer hat keine andere Wahl, als die körperliche Ungleichheit durch die Verwendung von Waffen auszugleichen.
So werden aus Opfern Täter.

Eine Parallele existiert übrigens auch zu Morden, die von Frauen in einer ganz bestimmten Situation begangen werden. Hierzu folgendes kurzes Fallbeispiel:
Frau Y ist ihrem Mann X hörig. Ihr Leben besteht aus Unterdrückung, Drohungen und dem ständigen Ausgesetztsein gewalttätiger Übergriffe auf sie. Für den Fall, dass sie ihn verlassen würde, erklärt X ihr, dass er sie überall finden werde, und dann könne sie "erst recht was erleben". Irgendwann kann sie die Erniedrigungen, die ständige Angstsituation und die Gewalt nicht nicht mehr ertragen. Sie ersticht ihn im Schlaf oder vergiftet ihn durch heimliche Beigabe von Substanzen in Nahrung oder Getränken.

Strafrechtliche Folge: Mord § 211 StGB (Heimtücke erfüllt; alternativ "Giftmord" erfüllt).
(Daher plädiere ich auch für eine Änderung des § 211 StGB.)

Was ich mit dem Beispiel aber deutlich machen möchte ist, dass sich Opfer in vielen Fällen nur durch das Begehen schwererer Straftaten zur Wehr setzen können. Hätte sich Frau Y im o.g. Fall auf unsere Justiz verlassen, so müsste sie, wenn der Mann X nicht dutzendmal einschlägig vorbestraft wäre, damit rechnen müssen, dass er eine Bewährungsstrafe erhält, als auf freiem Fuße bleibt.

Übrigens ist eine Identitätsänderung (Änderung des Namens, Nichtauftauchen bei den Meldebehörden) nur sehr schwer zu bekommen, zum anderen finde ich es auch unzumutbar, wenn Frau Y in diesem Falle ihre vertraute Umgebung verlassen muss, sich dauerhaft vom Freundeskreis / Verwandten trennen muss, in eine fremde Stadt (oder Land) ziehen und sich dort eine neue Existenz aufbauen muss, zumal all das keine Garantie beinhaltet, nicht aufgefunden zu werden. Und dies nur, weil der Täter weiterhin in Freiheit leben darf.

Wenn Du den o.g. Fall nun als wirklichkeitsfern bezeichnen möchtest oder fragst, wie oft denn sowas vorkäme, so weise ich darauf hin, dass Du durchaus eine Parallele zu viel geringeren Straftaten ziehen kannst, so etwa ein Opfer heranziehen kannst, das gegen gewalttätige Täter Anzeige erstattet hat und mit einer permanenten Bedrohungssituation leben muss. Das Rotlichtmilieu arbeitet gerne mit solchen Methoden, um Frauen zur Prostitution zu zwingen, usw. usw.

Wie gesagt, ich sauge mir das alles nicht aus den Fingern. Wenn Du meine Ausführungen für übertrieben oder Horror-Scenarien hältst, gehe in eine Uni und suche Dir einschlägige wissenschaftliche Werke zur Kriminalistik heraus.

So, abschließend: Die CDU ist keineswegs an bloßem Wegsperren interessiert. Warum sollte sie? Dort sitzen keine Vollideoten, die nicht weiter denken können als "aus-den-Augen-aus-dem-Sinn". Bitte werde jetzt nicht wieder polemisch und behaupte "doch, genau so ist es". Die CDU verfolgt selbige Interessen, wie ich sie hier darzustellen versucht habe: Den Schutz der Gesellschaft vor Intensivtätern und anderen als gefährlich einzustufenden Tätern.

-----

Zum Schluss wiederhole ich nochmal meine Bitte aus dem letzten Post:

Um die Diskussion in diesem Thread sowohl auf ein sachlicheres Niveau sowie auch auf die Kerndiskussion zur Bundestagswahl 2009 zurückzuführen,

möchte ich alle User bitten, sich einmal mit den sachlichen Argumenten zum Thema Mindestlohn, Sozialsysteme, usw., die ich im Post # 1799 dargestellt habe, auseinanderzusetzen.

Diese könnt Ihr, wenn Ihr anderer Auffassung seid, argumentativ angreifen; wenn Ihr derselben Auffassung seid bestätigen und ergänzen.

MfG,
Dominion.

EDIT: @ Wiggum:
Ich meinte damit natürlich rechtsradikalen Partei, nicht Parteien wie CDU oder dergleichen. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nazis sind Nazis, punkt!

Ob es nun Hardliner oder "Gemäßigte" sind, die völlig weltfremden und überzogenen ideologischen Ansichten dieser Leute sind von Grund auf identisch.
Über diese Fakten darf es eigentlich keine Diskussionen geben.

Und die linke und die rechte Szene über einen Kamm zu scheren und zu behaupten, dass von "links" die größere Gefahr ausgehen soll, wie es hier jemand getan hat (MountWalker), ist absurd.
 
Micha45 schrieb:
Und die linke und die rechte Szene über einen Kamm zu scheren und zu behaupten, dass von "links" die größere Gefahr ausgehen soll, wie es hier jemand getan hat (MountWalker), ist absurd.

Naja, zu seiner Verteidigung... er hat nicht gesagt für wehn die Gefahr besteht und was er mit links meint (ca. 80% der Bevölkerung gehören zur Linken schicht... aber unter diesen sind natürlich auch Rechte und Rechtsradikale sowie Linksradikale hehe.)

Wenn er z.B. mit Links Die.Linke meint und mit Gefahr die Gefahr für Millionäre die mehr besteuert werden könnten dann stimmt das wohl.
 
@ Micha45:

Das war nicht MountWalker, der das behauptet hat.

Und hättest Du Dir die Mühe gemacht, auch nur die ersten 6 Zeilen meines genau über Dir stehenden Posts durchzulesen, hättest Du Deine "Nazi-These" wohl nicht formuliert. :freak:

MfG,
Dominion.
 
@RyoBerlin
Ob extrem rechts, oder extrem links, ist egal. Alles Extreme ist falsch. Nur ist es wohl Fakt, dass die größere Gefahr und das Gewaltpotential von extrem rechts kommt.

@dominion1
Ja, Wiggum war es, sorry! Hatte mich verguckt.

Meine "Nazi-These" habe ich so formuliert, gerade weil ich alle deine Ausführungen gelesen habe. Vielleicht habe ich es ja falsch interpretiert, was ich aber nicht glaube.
 
Micha45 schrieb:
@RyoBerlin
Nur ist es wohl Fakt, dass die größere Gefahr und das Gewaltpotential von extrem rechts kommt.

Nö, zumindest hier in Berlin nehmen sich da beide Seiten nicht viel, obwohl gefühlt, so als Autobesitzer in Friedrichshain oder Loftbewohner in Kreuzberg........;)!

MFG
 
Micha45 schrieb:
@RyoBerlin
Ob extrem rechts, oder extrem links, ist egal. Alles Extreme ist falsch. Nur ist es wohl Fakt, dass die größere Gefahr und das Gewaltpotential von extrem rechts kommt.

Ja das zeigen uns die meist Linksautonomen in den letzten Jahren bei diversen Anlässen immer wieder.
Welche sich sicher auch teilweise politisch natürlich gut bürgerlich zeigen, wenn sie keine Kapuzen oder Masken aufhaben.
Worauf die GdP immer wieder vermehrt hinweist oder willst du jetzt der GdP vorwerfen, das sie ausschließlich Übergriffe von extremen Linken in ihre Daten aufnehmen?
 
Micha45 schrieb:
@RyoBerlin
Ob extrem rechts, oder extrem links, ist egal. Alles Extreme ist falsch. Nur ist es wohl Fakt, dass die größere Gefahr und das Gewaltpotential von extrem rechts kommt.
Jedenfalls für die Linksextremen und nichteuropäer ja....

Wie gesagt, es ist immer die frage... für wehn... ;)

Gewalt ist Gewalt... ob sie nun von Linksradikalen oder Rechtsradikalen oder vom Staat oder Gott oder was weis ich kommt spielt keine Rolle es ist Gewalt.. ein Atom ist immer ein Atom.

Und wenn dich ein Linksradikaler schlägt blutest du genauso wie wenn es ein Rechtsradikaler tut.

Gewalt = nix gut!

Und wenn dann nur alle StaatsGewalt geht vol Volke aus, um Demokratische Rechte durchzusetzen ;)

Sicher kommt es auf Demos eher vor das Gewaltbereite Linksradikale (Autonome) sich eher mit Prügelpolizisten (ja auch da gibt es leider schwarze Schafe) anlegen um andere zu schützen als es Rechtsradikale tun würden... aber deswegen sind sie doch nicht minder Gewaltfrei.


@Wiggum:
Da kann ich genausogut das hier anführen ;)
http://www.youtube.com/watch?v=JMTM_O_tFJ0

Aber wenn ich das hier Lese:
http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M5c325cced04.0.html

Da sag ich nur... Rassismus wilkommen....
BERLIN. Türkischstämmige Wähler sollen mit ihrer Erststimme bei der Bundestagswahl möglichst Kandidaten mit türkischem Zuwanderungshintergrund wählen. Dies hat der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Kenan Kolat, empfohlen.

„Wir wollen Personen wählen, keine Parteien“, sagte der Lobbyist und plädierte für ein „taktisches“ Wählen.

1. Wenn die NPD sagen würde das die Deutschen möglichst nur Deutsche wählen sollten gäbe es ein Riesen Aufrschrei in den Medien ....

2. Seit wann wählen wir denn Personen? Eigentlich wählen wir doch aus Politischen Gründen und nicht weil jemand z.B. total hübsch ist... oder mir die Herkunft gefällt tststs...

PS: aber eines muss man ihnen lassen, bisher hat mich ausser von den Parteimitgliedern Türkischer Abstammung noch keiner angeschrieben und um meine 2. Stimme gebeten. Initiative zeigen sie also.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Erststimme geht auf die Person, dem dann gewähltem Repräsentant deines Wahlkreises. Ist so, auch wenn die sich kaum blicken lassen - meiner Erfahrung nach. Immerhin brauche ich mir in meinem neuen Wahlkreis darüber nicht so die Gedanken machen, da sich hier ein halbwegs bekannter, somit öffentlich präsenter, wählbarer wie aussichtsreicher Kandidat auf dem Stimmzettel einfindet.

Wer sich nicht erst in der Wahlkabine von den komischen Namen und teilweise exotischen Parteien überraschen lassen will, bitte schön:

http://www.bundestagswahl-2009.de/stimmzettel/
 
Stimmt, danke für die Seite hehe.

Allerdings steht die Person ja auch nicht bei der 1. sondern Namentlich bei der 2.Stimme ;)

Aber Lustig was man bei der 1. Stimme so liest.

Da hat man z.B. einen Politikwissenschaftler, aber auch Kfz- und Zweiradmechaniker sowie Angestellte sind dabei höhö.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe vor ein paar Wochen mal im Videotext gelesen dass es wohl ein Abkommen zwischen Regierung und Unternehmen gibt. Demnach sollten die Kündigungen wegen der Krise bis nach der Wahl verschoben werden. D.h. nach der Wahl kommen erst noch die Massenkündigungen.

Ist das wahr?
 
dominion1 schrieb:
...
So, abschließend: Die CDU ist keineswegs an bloßem Wegsperren interessiert. Warum sollte sie? Dort sitzen keine Vollideoten, die nicht weiter denken können als "aus-den-Augen-aus-dem-Sinn". Bitte werde jetzt nicht wieder polemisch und behaupte "doch, genau so ist es". Die CDU verfolgt selbige Interessen, wie ich sie hier darzustellen versucht habe: Den Schutz der Gesellschaft vor Intensivtätern und anderen als gefährlich einzustufenden Tätern.
...
Jedesmal, wenn ein CDU-.Politiker etwas zu einem öffentlich gewordenen Prozess sagt, findet er die Herangehensweise, dass die Täter unbedingt bestraft statt stationär psychiatrisch behandelt gehören, die die Staatsanwälte (und oft in Absprache mit Opfern)= verfolgen hervorragend und foprdert nur, dass bei jeder Haftstrafe nocjh zusätzlich am Haftende ein psychologisches Profiling stattfindet - was deshalb auf ein "Hauptsache Wegsperren" hinausläuft, weil bei allen Intensivtätern eben der umgekehrte Weg, die Anerkennung der psychischen Störung im Prozess - die derzeit nicht nur bei den Staatsanwaltschaften üblich ist, sondern auch von CDU-politikern bejubelt wird - sinnvoller wäre. (es darf ja niemand "nicht schuldfähig" gespürochen werden, auch wenn das "nicht schuldfähig" der Weg in die geschlossene Antsalt wäre - gerade bei Kinderschändern ist "nicht schuldfähig" der Weg in die geschlossene Psychiatrie und deshalb ist die Forderung nach Schuldfähigkeit hier einfach schwachsinnig)

Du hast ja auch darauf hingewiesen, dass die rechtlichen Möglichkeiten bestehen, aber zu selten angewendet werden - nur muss man eben dazu sehen, was CDU-Politiker in der Presse verlautbaren, wenn solche großen Fälle, wie der alljährliche Kinderschänderklatschpressenschlager (ich meine diese Bezeichnung nicht verharmlosend, sondern kritisch), in der Presse hochgespielt werden - die meisten CDU-Politiker sind hier äußerst gut für Bild-zeitungsleserschaftsmeinung geeignet, weil sie immer gut finden, wenn ein Gericht in einem solchen Fall die Schulfähigkeit anerkennt, obwohl die Nichtanerkennung die sehr viel bessere Lösung für "Gesellschaftsschutz" wäre, weil ein Kinderschänder genau dann in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen wird, wenn seine Tat bewiesen und seine Schuldunfähigkeit festgestellt ist.

Aber was ich zu dieser ganzen Sache auch sagen muss, ist, dass ich Brigitte Zypries hierbei keinesfalls besser einschätze und dass ich lieber eine Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger hätte, als Zypries.
 
@ s.0.s:

Ich halte das für ein Gerücht und Panikmache, sonst nichts:

Unternehmen, die in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten sind, können mit dem Abbau von Belegschaft nicht warten, bloß weil eine Wahl bevorsteht und sich die Politik dies wünscht.

Finanzielle Überbrückungen seitens der Politik, um Entlassungen auf einen Termin nach der Wahl zu verschieben, wären illegal.

Es gibt einen Konzern, für den es zutrifft, dass nach der Wahl Entlassungen anstehen (was jedoch mit der Wahl nichts zu tun hat): Opel.
Opel ist gerade deshalb in einer finanziell so desolaten Lage, weil sie Belegschaft abbauen müssen, um wieder konkurrenzfähig zu werden. Mit dem Personalabbau verbunden sind die Zahlungsverpflichtungen von Abfindungen, und genau das konnte sich Opel nicht leisten.
Da jetzt einem Einstieg des Teilezulieferers Magna nichts mehr im Wege zu stehen scheint, wird es bei Opel nach der Wahl den seit langem angekündigten Personalabbau geben. Eine Neuigkeit ist das jedoch nicht.

MfG,
Dominion.


EDIT @ MountWalker:

Das Augenmerk der CDU richtet sich auf mehrere Bereiche und Gesichtspunkte im Umgang mit Strafen: Sühne, um dem Opfer gerecht zu werden, Sicherung, um dem Schutz der Gesellschaft gerecht zu werden und Resozialisierung, um den Täter nach dem Verbüßen seiner Strafe wieder in die Gesellschaft eingliedern zu können.
Die Forderung der CDU geht auch nicht dahin, Schuldunfähigkeiten (oder auch verminderte Schuldfähigkeit) immer in Schuldfähigkeit umwandeln zu wollen. Dies wäre - auch und gerade aus Sicht der CDU - ein unvertretbarer Ansatz, denn der Einzelfall würde so keine Würdigung mehr verdienen, was gegen die Prinzipien der CDU liefe.
Die CDU ist jedoch dafür, die Bedingungen, die an die Feststellung der Schuldunfähigkeit geknüpft sind, zu verschärfen. So darf aus ihrer Sicht zB allein "eine schlechte Kindheit" nicht ohne weiteres als Beweis für eine verminderte Schuldfähigkeit oder Schuldunfähigkeit gelten. (Diese Thematik könnte man jetzt natürlich näher diskutieren und vertiefen, doch davon sehe ich jetzt mal ab.)
Desweiteren stellt sie die Frage in den Vordergrund, ob von einem Täter nach erfolgter Therapie "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine weiteren Verbrechen der begangenen Art mehr zu erwarten sind". Sofern dies verneint werden muss, ist die CDU dafür, die Interessen des Täters (auf Erlangung der Freiheit) dem Schutz der Bevölkerung hintenanzustellen.
Gerade, wenn man sich im Bereich der Sexualverbrechen die Rückfallquote betrachtet, halte ich dies für den richtigen Ansatz.

Es sollte dazu gesagt werden, dass völlige Schuldunfähigkeit praktisch nicht vorkommt, es geht fast immer um Fälle der verminderten Schuldfähigkeit. Schuldunfähig sind wirklich nur geistig behinderte Personen (nicht solche mit psychischen Abnormitäten). Bei vermindert schuldfähigen Personen wäre die alleinige Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung nicht ausreichend, denn diese bezweckt einzig und allein das Element der Resozialisierung (wenn Du so willst: Heilung); das Element der Sühne steht dabei aussen vor (ich weiß, dieser Begriff der "Sühne" hört sich alles andere als zeitgemäß an und ist negativ besetzt; ich verwende diesen Begriff nur, da er in der Rechtswissenschaft entsprechend verwendet wird). Wenn Du dieses Element aussen vor lässt, widerfährt wiederum das Opfer keine Gerechtigkeit.

Die richtige Handhabung ist es daher, wenn Therapie und Strafvollzug Hand in Hand gehen, d.h. erst die psychiatrische Therapie, dann die Inhaftierung, in der der Täter weiterhin psychiatrisch betreut und auf ein Leben in Freiheit vorbereitet wird.

Was Frau Zypries (SPD) anbelangt, so kann ich Dir nur voll und ganz zustimmen. Diese Frau ist als Justizministerin amS völlig untragbar (man denke nur an die Verschärfung des Urheberrechts, die einzig und allein die Personen auf inakzeptable Art und Weise einschränkt, die sich im Bereich des Legalen bewegen).
 
Zuletzt bearbeitet:
walter09 schrieb:
hier, finde ich ganz interessant: das viele angestellte innerlich gekündigt haben, ist ja seit längerem bekannt. das es auch die manager betrifft war mir neu
http://www.welt.de/wirtschaft/article4524905/Manager-halten-nichts-von-den-eigenen-Firmen.html

Und?
Ist das verwunderlich?

Wenn man einen Job nur wegen dem Geld annimmt ist es doch nun wirklich kein Wunder das man nichts vom Job oder dem Unternehmen hält.
Da spielt es keine rolle ob man 1eur/h bekommt oder 1000eur/h.

Wenn ich mir schon das Thema Projektmanagament anschaue.. .würgs... respekt an die Manager welche diese Arbeit tätigen, mir liegt das einfach nicht und ich kann mir bisher nicht vorstellen das länger zu machen.... da haben die für diese Kopfarbeit sicher ein paar Euros mehr verdient. Aber wenn sie die Tätigkeit nicht lieben, dann macht sich bei denen genau dieselbe Unlust und Fehlerverbreitung beim Arbeiten breit wie bei jedem anderen Angestellten oder Selbständigen auch.

Menschen sind halt keine Maschinen, das verdrängen viele gerne.
 
naja, es ist wohl ein kulturelles problem was wir da haben, weniger ein ökonomisches wie immer behauptet. (man könnte jetzt fragen, ob das eigentlich die kultur ist, die wir nach afghanistan exportieren wollen )
 
Wen es interessiert:

Heute, 20:15 Uhr, ZDF:

Das TV-Duell zur Bundestagswahl. Kanzlerin Angela Merkel trifft auf den Gegenkandidaten, Frank Walter Steinmeier.

MfG,
Dominion.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben